In der 2. Klasse Ost hat die Sportunion Wolfern nach frühem Rückstand mit 4:2 gegen den SC Ernsthofen gewonnen. Trainer Michael Schranz sah zunächst nicht den erhofften Beginn, dafür aber eine starke Reaktion seiner Mannschaft. Wolfern drehte die Partie schon vor der Pause auf 3:1, legte nach dem Seitenwechsel sofort nach und machte den Unterschied vor allem bei Standardsituationen.

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Der Start verlief für die Gastgeber überhaupt nicht nach Wunsch. „Wir wollten sehr offensiv in die Partie starten, das ist uns heute gar nicht gelungen“, sagte Michael Schranz nach dem Schlusspfiff. Ernsthofen erwischte den besseren Beginn und ging in der 6. Minute durch Benjamin Doppelmeier mit 1:0 in Führung. Gerade in dieser Phase war für den Wolfern-Trainer wichtig, dass seine Mannschaft nicht die Linie verlor. „Wir sind aber ruhig geblieben und haben das Spiel noch in der ersten Halbzeit gedreht“, so Schranz. Die Antwort kam schon in der 11. Minute, als Martin Halász den Ausgleich erzielte. Danach arbeitete sich Wolfern immer besser in die Partie hinein. In der 32. Minute brachte Halil Cetin die Heimischen erstmals in Front, nur vier Minuten später legte derselbe Spieler mit dem 3:1 nach. Damit war aus einem missglückten Beginn noch vor der Pause eine klare Führung geworden.
Dass Wolfern das Spiel auf diese Weise drehte, hatte für Schranz einen klaren Grund. „Alle Tore heute aus Standardsituationen, da waren wir sehr gefährlich. Wir haben heute auch sehr wenig Chancen gebraucht, um ein Tor zu erzielen“, sagte der Trainer. Sein Team war bei ruhenden Bällen konsequent und nutzte diese Situationen sehr sauber aus. Den Ausgleich von Martin Halász beschrieb Schranz als Treffer nach einem Eckball. Auch beim 2:1 durch Halil Cetin stand ein Eckball am Beginn, ehe der Ball im Gestocher über die Linie ging. Das 3:1 fiel laut Schranz per Elfmeter. Und auch nach dem Seitenwechsel blieb dieses Mittel entscheidend: In der 53. Minute stellte Martin Halász auf 4:1, wieder nach einem Freistoß und wieder per Kopf. Gerade diese Serie an Standards gab dem Spiel aus Wolferns Sicht die Richtung.
Mit dem vierten Treffer direkt nach Wiederbeginn war die Partie zwar klar auf Wolferns Seite gekippt, ganz zufrieden war Schranz mit dem weiteren Verlauf aber nicht. „Gleich nach der Pause haben wir das 4:1 nachgelegt, wobei wir es dann verabsäumt haben, nachzulegen. Wir waren zu passiv“, sagte er. Genau darin lag aus seiner Sicht der Punkt, warum die Begegnung nicht noch deutlicher ausfiel. Ernsthofen blieb im Spiel, hielt kämpferisch dagegen und kam selbst weiter zu Möglichkeiten. Auch das sprach Schranz offen an: „Der Gegner war kämpferisch sehr stark und hat auch einige sehr gute Chancen herausgespielt.“ In der 80. Minute verkürzte Hannes Böhm schließlich noch auf 4:2. Damit bekam das Ergebnis aus Sicht der Gäste noch einen freundlicheren Anstrich, ohne dass Wolfern den Heimsieg noch aus der Hand gab.
Für die Union Wolfern bleibt damit vor allem die Reaktion auf den frühen Rückstand hängen. „Gut funktioniert hat, dass wir nach dem Rückstand den Kopf nicht in den Sand gesteckt haben und weitergemacht haben“, sagte Schranz. Genau dieses Verhalten war die Basis dafür, dass aus dem 0:1 noch ein 4:2 wurde. Dazu kam die Effizienz bei Standards, die am Samstagnachmittag den Ausschlag gab. Gleichzeitig nahm der Trainer aber auch mit, dass seine Mannschaft nach dem 4:1 nicht mehr genug Druck entwickelte, um die Partie früher ganz zuzumachen. So steht unter dem Strich ein Sieg, der einerseits für die Moral spricht, andererseits aber auch zeigt, dass Wolfern bei klarer Führung noch konsequenter bleiben muss.