In der 2. Klasse Ost hat der SV Reichraming gegen den UFC Ternberg lange gut dagegengehalten, am Ende aber klar mit 0:3 verloren. Zur Pause stand es noch 0:0, ehe die Gäste nach dem Seitenwechsel deutlicher wurden und ihre Chancen nutzten. Trainer Walter Schörkhuber sprach von einer Partie mit viel Anlaufzeit, in der seine Mannschaft erst nach der Pause wieder richtig auf Touren kam.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Dass dieses Derby nicht sofort Fahrt aufnahm, machte Schörkhuber gleich deutlich. „Es war ein Spiel, das eine sehr lange Anlaufzeit gebraucht hat“, sagte der Ternberg-Coach nach dem Auswärtssieg. Seine Mannschaft hatte zwar früh zwei große Möglichkeiten, ließ diese aber ungenutzt. Danach brauchten die Gäste nach seiner Einschätzung einige Zeit, um wirklich in die Partie hineinzufinden. „Wir sind dann trotzdem immer besser ins Spiel reingekommen“, sagte Schörkhuber, der zugleich einräumte, dass Reichraming den Ternbergern das Leben in dieser Phase schwer machte. Deshalb stand es zur Pause auch 0:0. Reichraming kam laut Schörkhuber zu einer guten Gelegenheit aus einem Fernschuss, der an der Latte anklopfte, während Ternberg erst im Verlauf der ersten Halbzeit mehr Zugriff bekam.
Der Knackpunkt aus Sicht der Gäste folgte dann kurz nach Wiederbeginn. In der 50. Minute brachte Matthias Aigner Ternberg mit 1:0 in Führung, und für Schörkhuber war dieses Tor mehr als nur ein Vorsprung. „Das 1:0 war sicher der Dosenöffner in dieser Partie“, sagte er. Der Trainer beschrieb die Szene als Beispiel für jene Qualitäten, die seine Mannschaft nach der Pause besser auf den Platz brachte. Aus einem Spiel, das zuvor lange umkämpft und offen geblieben war, wurde damit Schritt für Schritt eine Partie, die die Gäste klarer in ihre Richtung zogen.
Mit der Führung im Rücken blieb Ternberg am Drücker und legte in der zweiten Hälfte nach. In der 67. Minute erhöhte Lukas Manuel Gerstmayer auf 2:0, in der 88. Minute setzte er mit dem 3:0 den Schlusspunkt. Schörkhuber hob dabei nicht nur den Doppelpacker hervor, sondern auch dessen Wirkung nach der Einwechslung. „Unser Kapitän war nach seiner Einwechslung sehr präsent und hat dann zwei schöne Zuspiele versenkt“, sagte der Trainer. Damit bekam der Ternberger Auftritt nach einer zähen ersten Hälfte auch auf der Anzeigetafel jenen Ausdruck, den der Trainer über weite Strecken der zweiten Halbzeit gesehen hatte.
Die Erklärung für das 3:0 fiel bei Schörkhuber am Ende eindeutig aus. Der SV Reichraming habe sein Team zunächst in ein kampfbetontes Spiel gezwungen und „uns das Tempo gut weggenommen“. Genau darin sah er auch den Grund, warum der UFC Ternberg so lange gebraucht habe, um den eigenen Rhythmus zu finden. Umso wichtiger war für ihn die Reaktion nach der Pause. „Es war wichtig, dass wir in der zweiten Halbzeit wieder mehr Tempo aufgenommen haben“, sagte der Trainer. Über die gesamte Spielzeit hinweg sei Ternberg „die bessere Mannschaft“ gewesen, hatte mehr Torchancen und diese nach dem Seitenwechsel auch genutzt. In Summe hat Schörkhuber schon spektakulärere Spiele gesehen als dieses, aber am Ende stehen drei Punkte. Für die Gäste ist der klare Auswärtssieg deshalb nicht nur das Ergebnis der drei Tore, sondern vor allem der Entwicklung innerhalb des Spiels: erst anpassen, dann steigern, dann zuschlagen. Nach dem durchwachsenen Saisonstart stehen nun vier Siege in Folge am Papier, wobei drei „Zu-Null“-Siege gegen Nachbarn aus dem Ennstal gelungen sind.