2. Klasse Süd-West

Union Geretsberg mischt nach Abstieg gleich ganz vorne mit

Die Union Raiffeisen Geretsberg hat sich nach dem Abstieg in die 2. Klasse Süd-West schneller wieder gefunden, als man es vielleicht erwarten konnte. Die Mannschaft von Trainer Moritz Huber liegt zur Winterpause mit 25 Punkten auf Rang drei der Tabelle und hat trotz einer kleinen Lücke zu den beiden Topteams weiterhin realistische Chancen, um den Wiederaufstieg mitzumischen.

Solide Etablierung nach dem Abstieg

Der sportliche Leiter, Kurt Hartl, zeigt sich mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden, ohne die Herausforderungen der ersten Saison nach dem Abstieg zu verschweigen. „Wir haben schon gehofft, dass wir im vorderen Drittel mitspielen können. Die erste Saison nach dem Abstieg ist aber immer schwierig“, betont Hartl. Gerade die Umstellung auf eine neue Liga brauche Zeit, auch wenn Geretsberg im Sommer punktuell verstärkt wurde. „Unterm Strich sind wir mit Platz drei und den Leistungen absolut zufrieden.“

Unberechenbarkeit als Stärke

Auffällig ist bei den Geretsbergern vor allem die Ausgeglichenheit im Offensivspiel. Einen klassischen Torjäger, der alleine für 20 Treffer sorgt, gibt es aktuell nicht – dafür mehrere Spieler, die regelmäßig anschreiben. Hartl sieht darin durchaus einen Vorteil: „Natürlich wäre es einfacher, wenn du einen Bomber hast, der dir jedes Spiel ein Tor macht. Aber so sind wir schwer auszurechnen. Bei uns kann immer ein anderer treffen – das ist sicher keine Schwäche.“ Diese Unberechenbarkeit macht Geretsberg für viele Gegner unangenehm und hat wesentlich dazu beigetragen, dass man sich stabil in der Spitzengruppe halten konnte.

Ziel: dranbleiben und Chancen nutzen

Für die Rückrunde gibt sich Hartl bewusst zurückhaltend, ohne den Blick nach oben zu verlieren. „Wir wollen auf jeden Fall vorne dabei bleiben. Jeder hat sich wieder verstärkt, die Abstände sind gering. Da kannst du mit zwei, drei schlechten Spielen schnell Plätze verlieren“, mahnt er. Gleichzeitig sei aber klar, dass man jede Chance nutzen wolle, solange man in Reichweite bleibt.

Punktuelle Verstärkung im Winter

Kadermäßig wurde im Winter gezielt nachjustiert. Mit Haris Abdulahovic und Bence Ficzere kamen zwei Neuzugänge hinzu, von denen sich der Verein durchaus Impulse erhofft. „Das sind zwei gute Fußballer, von denen wir uns schon etwas erwarten“, sagt Hartl, betont aber auch, dass es Zeit brauche, bis sie sich voll integriert haben.

Vorbereitung mit Teambuilding-Fokus

Nach individuellen Laufeinheiten im Jänner startete Anfang Februar das Mannschaftstraining. Jetzt geht es für die Union bald ins Trainingslager nach Slowenien – gemeinsam mit Kampfmannschaft, Reserve und der Damenmannschaft. „Die Stimmung passt ohnehin sehr gut. Das Trainingslager ist wichtig fürs Teambuilding und um uns optimal auf das Frühjahr einzustimmen“, so Hartl.