Nach dem Duell zwischen ASKÖ SV Weing Uttendorf und Union Schwand in der 2. Klasse Süd-West überwiegen bei Szabolcs Biro Ernüchterung und Selbstkritik. Der Trainer schildert eine ausgeglichene, kampfbetonte Begegnung, in der seine Mannschaft nach zwischenzeitlicher 3:2-Führung (Torschütze: Günter Kerschdorfer) die Vorentscheidung verpasste und in der Schlussphase entscheidend bestraft wurde. „Uttendorf kann sich eher als glücklicher Gewinner schätzen, weil das Chancenverhältnis aus meiner Sicht ausgeglichen war“, so Biro. Am Ende stand aus Schwander Sicht eine bittere 3:4-Niederlage.

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Der Tenor aus Schwand: Es war ein offenes Spiel, das in beide Richtungen kippen konnte. Entscheidend war für Biro, dass seine Elf nach dem eigenen 3:2 (Torschütze: Günter Kerschdorfer) nicht die nötige Ruhe fand, um die Führung abzusichern. „Das Spiel war bei Chancen und Ballbesitz ziemlich ausgeglichen. Bei unserer 3:2-Führung hätten wir den Sack zumachen können nach 1-2 sehr gute Angriffe – das haben wir verabsäumt. Dann kommt es im Fußball oft so, dass man noch Gegentore kassiert, und genau das ist passiert.“ Bereits zur Halbzeit stand es 2:2. Für Uttendorf trafen Hazim Djulic und Daniel Willibald Schwab während Patrick Weissenbacher und Florian Hangöbl für Schwand erfolgreich waren. Statt den Deckel draufzumachen, geriet Schwand in der Schlussphase ins Hintertreffen – das 3:4 fühlte sich wie ein Schlag an in der Nachspielzeit.
Besonders schmerzhaft aus Schwander Sicht: die Entstehung der letzten Gegentore. „Das 3:3 (Torschütze: Martin Binder) und 3:4 (Torschütze: Thomas Wührer) haben wir nach zwei Eckbällen bekommen. Das müssen wir in Zukunft unbedingt besser verteidigen“, betont Biro. Seine Halbzeitansprache zielte auf mehr Kompaktheit im Zentrum und konsequenteres Zweikampfverhalten ab – lange Zeit mit Wirkung, am Ende jedoch mit nachlassender Präsenz. „Wir wollten kompakter stehen und näher am Mann sein. Über weite Strecken hat das funktioniert, aber zum Schluss haben wir das leider verabsäumt – so sind diese beiden Standardtore entstanden.“ Die Konsequenz: Standards noch konsequenter verteidigen, Zweikämpfe annehmen und Führungen zielstrebig über die Zeit bringen.
Im Charakter des Spiels sah Biro eine robuste, aber faire Partie – und lobte den Rahmen. „Das Spiel war kampfbetont, aber nicht gehässig. Der Schiedsrichter hatte alles gut im Griff – wir waren mit der Leitung zufrieden.“ Der Fokus richtet sich nun auf das nächste Heim-Spiel gegen die Schalchen Juniors: „Das nächste Spiel steht schon am Samstag an. Es wird sicher nicht einfach, aber wir müssen in die Spur kommen und peilen drei Punkte an.“ Die Botschaft ist klar: Konzentration auf die Basics, mehr Konsequenz bei Führungen – und der Glaube daran, die engen Momente wieder auf die eigene Seite zu ziehen.