Spielberichte

Union Feldkirchen bei Mattighofen: 1:1 gegen St. Radegund – Katzdobler: „Im letzten Drittel fehlt die Effizienz“

Feldkirchen/M.
St. Radegund

Im Duell der 2. Klasse Süd-West zwischen Union Feldkirchen bei Mattighofen und Union St. Radegund ordnete Sektionsleiter Franz Josef Katzdobler die Partie klar ein: viel Kontrolle, deutlich mehr Möglichkeiten – aber zu wenig Ertrag. Zwischen intensiver Zweikampfarbeit auf beiden Seiten und Feldkirchens Übergewicht blieb das Gefühl, die eigene Dominanz nicht konsequent genug in Zählbares umgemünzt zu haben – eine Mischung aus sachlicher Zufriedenheit und spürbarem Ärger.

Fußball und die Beine von zwei Spielern unterschiedlicher Mannschaften

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Übergewicht ohne Durchschlagskraft

Aus Katzdoblers Sicht diktierte seine Mannschaft über weite Strecken Ball und Tempo, ohne sich frühzeitig zu belohnen. Er sprach von einem klaren Chancenplus für Feldkirchen und benannte offen den Knackpunkt des Tages: „Wir waren im letzten Drittel nicht effektiv genug. Der letzte Pass hat oft nicht geklappt, und wir haben die Chancen nicht genutzt.“ Genau zwischen Strafraumkante und Abschluss fehlten Timing, Präzision und die richtige Entscheidung – viele vielversprechende Angriffe verpufften, die Überlegenheit blieb lange Zeit vor allem optisch.

Schlüsselminuten und Balance im Zweikampf

Die erste Wendung kam in der 27. Minute: Giovanni Schösswendter traf aus kurzer Distanz zur 0:1-Führung für St. Radegund – gegen den bisherigen Spielverlauf. Feldkirchen blieb trotz Rückstand geduldig, suchte die Zwischenräume und erhöhte nach dem 0:1-Pausenstand stetig den Druck. Der verdiente Ausgleich fiel in Minute 85, als Jonas Seidl nachsetzte und zum 1:1 traf. Kämpferisch blieb das Duell stets auf Augenhöhe. Katzdoblers Urteil: „Das Zweikampfverhalten war von beiden Teams gut.“ St. Radegund verteidigte diszipliniert und lauerte auf Nadelstiche, nutzte einen davon zum Führungstor – ehe Feldkirchen seine Überlegenheit spät doch noch auf die Anzeigetafel brachte.

Leitmotiv Effizienz: Was bleibt und was folgen soll

Katzdoblers Blick nach vorn ist klar und konkret. Einzelhervorhebungen sparte er sich, der Fokus liegt auf Stellschrauben im letzten Drittel: „Im Offensivspiel effektiver werden, die Chancen besser nutzen und den letzten Pass besser anbringen.“ Aus einer stabilen Basis im Aufbau und robustem Zweikampfverhalten soll mehr Zielstrebigkeit erwachsen – mit saubereren Abläufen über die Flügel, entschlosseneren Tiefenläufen und höherer Passschärfe in den Zonen, in denen Spiele entschieden werden.

2. Klasse Süd-West: Feldkirchen/M. : St. Radegund - 1:1 (0:1)

  • 85
    Jonas Seidl 1:1
  • 27
    Giovanni Schösswendter 0:1