Spielberichte

ASKÖ SV Weing Uttendorf, Christian Aigner: „Ein Spiel dauert 90 Minuten“ – 3:4 nach 3:0!

Hochburg-Ach
SV Uttendorf

In der 2. Klasse Süd-West prallten Union Raiba Hochburg-Ach und ASKÖ SV Weing Uttendorf aufeinander – und lieferten ein Spiel, das lange Gesprächsstoff bieten wird. Für Christian Aigner war es eine Partie mit zwei Gesichtern: erst kaltschnäuzig und taktisch diszipliniert, dann entglitt seinem Team die Kontrolle. „Ein Spiel dauert 90 Minuten und nicht nur 45 Minuten“, bilanzierte der Uttendorfer Trainer selbstkritisch und zollte dem Gegner Anerkennung.

Torwart greift zur Trinkflasche

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Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter

Uttendorf erwischte einen Traumstart und stellte früh auf 1:0: Martin Binder traf in der 15. Minute, nur vier Minuten später erhöhte Gottfried Jud auf 2:0. In der 39. Minute legte Selim Jasarevic zum 3:0 nach – ein Matchplan, der bis zur Pause perfekt aufging. „Wir waren taktisch sehr gut eingestellt und haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Aigner. Sogar das 4:0 lag noch vor dem Seitenwechsel in der Luft, die Großchance blieb aber ungenutzt.

Nach Wiederbeginn kippte die Dynamik komplett. Zunächst verkürzte Andreas Bonauer in der 50. Minute auf 3:1. Danach übernahm Adrian Etmanski die Hauptrolle: Mit Treffern in der 54., 64. und 78. Minute drehte er die Partie – 3:4 aus Uttendorfer Sicht und ein Hattrick des Hochburg-Ach-Angreifers in Halbzeit zwei. „Wir haben unsere Chancen nicht mehr konsequent genutzt“, so Aigner, der zudem eine späte Ausgleichsmöglichkeit sah: „Zum Schluss hätten wir noch das 4:4 machen können, aber der Torwart hat stark pariert.“

Ballbesitz, Präsenz und der Bruch im Plan

Im Kräfteverhältnis ordnete Aigner die Rollen klar ein: „Hochburg hatte über das gesamte Spiel wohl mehr Ballbesitz.“ Der Schlüssel zur deutlichen Uttendorfer Pausenführung habe jedoch woanders gelegen: „In der ersten Halbzeit waren wir körperlich sehr präsent, haben viele Eins-gegen-eins-Duelle im Zentrum gewonnen und daraus gefährlich umgeschaltet.“ Nach der Pause kippte das Bild: „Hochburg war physisch und konditionell stärker. Ausfälle und Wechsel haben unsere Ordnung zusätzlich gestört – wir haben die Linie verloren, und damit ist das Spiel gekippt.“ 

Selbstkritik, Anerkennung und der Auftrag für die nächsten Wochen

„Mit der zweiten Hälfte bin ich gar nicht zufrieden. Das war nicht das, was wir vorgegeben und uns vorgenommen haben“, stellte Aigner klar. Zugleich würdigte er die Effizienz des Gegners: „Hochburg war nach der Pause eindeutig stärker und hat am Ende verdient gewonnen.“ Herausragend beim Gegner: Hattrick-Schütze Adrian Etmanski. Für sein eigenes Team formulierte der Trainer einen klaren Auftrag: „Wir müssen das Konzept über 90 Minuten durchziehen. Nur wenn wir taktisch diszipliniert bleiben, können wir Spiele für uns entscheiden. Daran werden wir konsequent arbeiten.“

2. Klasse Süd-West: Hochburg-Ach : Uttendorf - 4:3 (0:3)

  • 78
    Adrian Michael Etmanski 4:3
  • 64
    Adrian Michael Etmanski 3:3
  • 54
    Adrian Michael Etmanski 2:3
  • 50
    Andreas Bonauer 1:3
  • 39
    Selim Jasarevic 0:3
  • 19
    Gottfried Peter Jud 0:2
  • 15
    Martin Binder 0:1