Spielberichte

Tarsdorf siegt 2:0 in St. Radegund – Brandstätter: „Nach der Pause spielbestimmend“

St. Radegund
Tarsdorf

Mit ruhigem, aber bestimmten Ton ordnete Nicki Brandstätter das Auswärtsspiel seiner Union Tarsdorf bei Union St. Radegund ein: „In der ersten Halbzeit war es ziemlich ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit haben wir die Kontrolle übernommen und waren die spielbestimmende Mannschaft.“ In der 2. Klasse Süd-West hob er die Balance zwischen Geduld und Konsequenz hervor – am Ende sprach er von einer verdienten Entscheidung, getragen von einem starken Kollektiv.

Torwart wartet auf Eckball

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Balance kippt nach der Pause

Brandstätters Blick auf die 90 Minuten ist klar: Zunächst war das Duell von Ausgeglichenheit und wenigen klaren Abschlüssen geprägt, ehe sein Team nach dem Seitenwechsel das Spiel bestimmte. Auch bei der Chancenverteilung ließ der Coach keinen Interpretationsspielraum: „Die besseren Torchancen im gesamten Spiel hatten wir. In der ersten Halbzeit konnten wir eine große Möglichkeit von Union St. Radegund vereiteln, aber über 90 Minuten gesehen hatten wir absolut die besseren Torchancen.“ Genau aus dieser Mischung – Stabilität vor der Pause, Entschlossenheit danach – leitete der Trainer die zentrale Entwicklung des Spiels ab.

Doppelschlag nach Wiederanpfiff

Zur Halbzeit stand es 0:0 – ein Zwischenstand, der die enge Abnutzungsschlacht der ersten 45 Minuten widerspiegelte. Kurz nach dem Wiederanpfiff setzte Tarsdorf dann die Akzente, die Brandstätter angekündigt hatte: In der 49. Minute brachte Matthias Brunnauer sein Team mit 1:0 in Führung. Nur wenige Minuten später folgte die nächste Konsequenz aus dem erhöhten Druck: In der 56. Minute erhöhte Stefan Brunner auf 2:0. Diese Phase trug die Handschrift eines Teams, das nun den Rhythmus der Partie vorgab – passgenau zu Brandstätters Einordnung, wonach seine Mannschaft nach der Pause die Oberhand gewann und ihre Möglichkeiten mit Nachdruck nutzte.

Kollektiv prägt das Bild

Was die Leistung seiner Elf betrifft, stellte Brandstätter das Wir über das Ich: „Ich glaube, es gibt heute bei uns keinen Mann des Spiels, weil es eine total geschlossene Mannschaftsleistung war und jeder Einzelne für sich das Prädikat "Mann des Spiels" verdient hat.“ Zudem hob er hervor, dass St. Radegund über einige individuell starke Akteure verfügt, die seine Mannschaft aber aus dem Spiel nahm – ein Baustein, der die Kontrolle nach der Pause überhaupt erst möglich machte.

In der Summe sah der Trainer seine Überzeugungen bestätigt: Der Weg über Disziplin, Kompaktheit und zielstrebige Offensivaktionen führte zu jenem Auftritt, den er als in sich schlüssig und verdient bewertet – oder, wie er es selbst formulierte: „Ja, der Sieg war absolut gerechtfertigt.“

2. Klasse Süd-West: St. Radegund : Tarsdorf - 0:2 (0:0)

  • 56
    Stefan Brunner 0:2
  • 49
    Matthias Brunnauer 0:1