In der 2. Klasse Süd-West ordnete Christian Aigner das Duell von Union Feldkirchen bei Mattighofen gegen SV Uttendorf nüchtern ein: früh in Führung gegangen, klare Möglichkeiten liegengelassen – dann kippte die Partie. Er sprach von fehlender Konsequenz vor dem Tor, betonte, dass Standards keine Rolle spielten, lobte die Platzverhältnisse und die Stimmung – und hob trotz der Deutlichkeit seinen Torhüter wegen zahlreicher Paraden hervor. Der Fokus liegt nun auf Kompaktheit und defensiver Stabilität.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Uttendorf erwischte den besseren Start und ging durch Daniel Schwab in der 12. Minute mit 1:0 in Führung. Doch Laurenz Seidl glich in der 16. Minute zum 1:1 aus. Bis zur Pause drehte Stefan Meixner mit einem Doppelschlag (26., 37.) die Partie aus Uttendorfer Sicht auf 1:3. Nach dem Seitenwechsel schnürte Meixner in der 52. Minute den Dreierpack – 1:4. Kurz darauf erhöhte Stefan Nedeljkovic (56.) auf 1:5, ehe Seidl (63.) zum 1:6 traf. Uttendorf gab nicht auf: Thomas Wührer verkürzte in der 70. Minute auf 2:6. Den Schlusspunkt setzte jedoch Feldkirchen – David Brandl stellte in der 88. Minute auf 2:7. Aigner bilanzierte dazu: „Wir sind früh 1:0 in Führung gegangen, bekommen dann ein dummes Gegentor und lassen mehrere hundertprozentige Chancen liegen. So kippt ein Spiel. Wir hätten sicher vier Tore machen können, drei hätten wir machen müssen – zweimal liefen wir alleine auf den Torhüter zu und trafen nicht.“
Zur Ausrichtung meinte er: „Standards waren in diesem Spiel nicht entscheidend. Ausschlaggebend war, dass wir unsere frühen Chancen nicht genutzt haben – was du vorne nicht machst, bekommst du hinten. Feldkirchen hat das im Konterspiel gut ausgespielt.“ Auch zu heiklen Situationen bezog er Stellung: „In der zweiten Hälfte gab es für mich eine klare Abseitsposition, insgesamt hat der Schiedsrichter das Spiel aber nicht beeinflusst.“
Zum Rahmen sagte Aigner: „Die Platzverhältnisse waren top. Die Stimmung rund um den Platz habe ich gut empfunden – vor allem bei den Feldkirchenern. Viele Zuschauer waren es meiner Meinung nach nicht, genaue Zahlen kenne ich aber nicht.“ Trotz des Ergebnisses fand der Coach lobende Worte für den eigenen Keeper: „Er hat sehr viele Paraden gezeigt.“ Für die kommenden Wochen formulierte er klare Hausaufgaben: „Kompakt bleiben, in der Defensive mehr Stabilität und insgesamt konstantere Leistungen – nicht eine Woche so, die nächste so.“