In der 2. Klasse Süd-West lieferte sich Union Tarsdorf mit Union Schwand ein enges Duell, das am Ende 0:1 endete. Nach einer torlosen ersten Hälfte fiel der entscheidende Treffer spät. Trainer Nicki Brandstätter sprach von einer ausgeglichenen Partie, in der ein individueller Fehler den Unterschied machte. Trotz allem hob er Einsatz und Kampfgeist seiner Mannschaft hervor – Punkte gab es dafür diesmal keine.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Von Beginn an begegneten sich beide Seiten auf Augenhöhe und nahmen wenig Risiko. Vieles blieb abwartend, beide Mannschaften suchten geduldig nach Lücken, ohne die Ordnung zu verlieren. Das passte zu Nicki Brandstätters Eindruck: "Die Partie war ausgeglichen, ein stetiges Abtasten mit dem unglücklicheren Ende für uns." Bis zur Pause blieb es beim 0:0, mehr ließ keine der beiden Abwehrreihen zu. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild nicht viel, die Begegnung blieb offen. Als die Schlussphase schon angebrochen war, entschied eine Unachtsamkeit das Match: "Entscheidend war ein individueller Fehler im Spielaufbau, welcher zum Gegentor geführt hat", erklärte der Tarsdorfer Trainer. Nutznießer war Andreas Hangöbl, der in Minute 83 zum 0:1 für Schwand traf – der einzige Treffer des Abends und der späte Stich ins Tarsdorfer Herz.
Nach dem Abpfiff blieb Nicki Brandstätter ruhig in der Einordnung. Er sah keine klare Überlegenheit auf einer Seite, dafür ein Spiel, in dem Kleinigkeiten entschieden. "Gefehlt hat lediglich ein bisschen Glück und einfach die Breite des Kaders", sagte der Coach, und brachte damit zwei Punkte auf den Tisch, die man in engen Partien oft braucht: das Quäntchen Fortune und frische Optionen von der Bank. Weil beides an diesem Tag fehlte, blieb es beim minimalen Rückstand. Gleichzeitig wollte Brandstätter den Auftritt seiner Truppe nicht schlechtreden: "Positiv zu hervorheben ist wiederum die kämpferische Leistung und der Einsatz der gesamten Mannschaft." Genau dieses Auftreten hielt das Spiel lange offen. Nur der eine Fehler blieb stehen – und der bestrafte die Hausherren an einem Tag, an dem sonst vieles gestimmt hat.
Auch zum Gegner fand Tarsdorfs Trainer klare Worte. "Schwand war natürlich stets gefährlich durch den Top-Torschützen der Liga, welchen wir aber eigentlich richtig gut aus dem Spiel genommen haben", erklärte Brandstätter. Dass es am Ende trotzdem nicht reichte, lag somit weniger an dauerndem Druck der Gäste als am erwähnten Ausrutscher. Ein Wort hatte der Coach auch für den Unparteiischen übrig: "Die Leistung des Schiedsrichters war unauffällig, was eigentlich immer ein Kompliment ist." In der Tabelle liegt Schwand nach Runde 21 mit 34 Punkten auf Rang sechs, Tarsdorf hält bei 18 Zählern und Platz zwölf. Der Blick geht dennoch nach vorne: Auf der kämpferischen Leistung lässt sich aufbauen.