Runde 21 in der 2. Klasse Süd-West brachte ein 1:1 zwischen der Sportunion Raiffeisen St. Peter am Hart und der SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b. Die Hausherren legten früh vor, die Gäste glichen nach der Pause aus. Für Pfaffstätt/Munderfing 1b blieb es trotz etlicher Möglichkeiten bei einem Zähler. Sportchef Christian Helmut Launer sprach von einer „katastrophalen ersten Halbzeit“ und haderte mit der Chancenverwertung – zufrieden war er am Ende nur bedingt.

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Die Geschichte des Abends begann aus Sicht der Gäste denkbar ungünstig: St. Peter am Hart nutzte in Minute 16 einen seiner wenigen zielstrebigen Momente und ging durch Simon Gillhuber mit 1:0 in Führung. „Die erste Halbzeit war sehr schlecht von uns. Ein langer Freistoß führte zum 1:0, da haben wir den Mann sträflich allein gelassen“, schilderte Christian Helmut Launer. Viel mehr passierte bis zur Pause nicht, der Halbzeitstand von 1:0 passte zum Bild einer zerfahrenen ersten Hälfte. Nach dem Seitenwechsel legte Pfaffstätt/Munderfing 1b spürbar zu, St. Peter konnte das Tempo der ersten Hälfte nicht mehr halten. In der 57. Minute belohnte Daniel Adlhart den Aufwand mit dem verdienten 1:1. „In der zweiten Halbzeit wurden wir besser, aber trotz zahlreicher Chancen gelang nur der Ausgleich“, fasste Launer zusammen – die Entscheidung wollte einfach nicht mehr fallen.
Nach dem Spiel fand der Sportliche Leiter deutliche Worte. Auf die Frage, was bei seiner Mannschaft gut funktioniert habe, meinte er trocken: „Nicht viel.“ Er führte aus, woran es an diesem Tag vor allem hakte: „Wir haben viele Chancen vergeben, oft den Torhüter nur angeschossen. Die Chancenauswertung war einfach schlecht.“ Sein Gesamturteil trennte klar die beiden Spielhälften: „Die erste Halbzeit war eine Katastrophe. Die zweite war besser, aber die mangelnde Chancenauswertung ließ nicht mehr zu als einen Punkt.“ Dass der Gegner im ersten Durchgang „alles reingeworfen“ habe, erkannte Launer ausdrücklich an – umso mehr ärgerte ihn, dass seine Elf nach dem Ausgleich und den darauffolgenden Möglichkeiten das Spiel nicht komplett drehen konnte.
Neben der dürftigen Chancenausbeute blieb für Pfaffstätt/Munderfing 1b auch eine Szene mit Gesprächsstoff zurück. „Der klare Handelfmeter für uns wurde übersehen“, haderte Launer mit einer Situation aus der ersten Hälfte. Gleichzeitig wollte er kein falsches Bild zeichnen und erwähnte eine weitere Schlüsselszene fair: „Uns wurde ein Tor aberkannt, weil unser Spieler den Ball mit der Hand spielte – das war in Ordnung.“ Als wichtigste Aktion der Heimischen nannte er das 1:0, das nach seiner Wahrnehmung „nach einer langen Flanke“ beziehungsweise einem langen Standard fiel – also beim Führungstor von Simon Gillhuber. Insgesamt blieb aus Gästesicht der Eindruck, dass St. Peter aus wenig viel machte, während den Gästen der letzte Punch fehlte.
Unterm Strich steht für Pfaffstätt/Munderfing 1b ein Auswärtspunkt, der sich angesichts der zweiten Halbzeit kleiner anfühlt, als er sein könnte. In der Tabelle hält die SPG nach 21 Runden bei 24 Zählern und rangiert auf Platz zehn, während St. Peter am Hart am Tabellenende bei fünf Punkten steht. Die Gäste hatten nach dem Ausgleich mehr vom Spiel und mehrere Gelegenheiten, das Match komplett zu drehen – doch der Ball wollte nicht mehr über die Linie. „Leider keine gute Chancenauswertung“, brachte es Launer auf den Punkt. Für die kommenden Aufgaben ist die Richtung damit klar: An die engagierte zweite Halbzeit anknüpfen, vor dem Tor ruhiger bleiben – dann können solche Spiele wieder auf die eigene Seite kippen.