In der 2. Klasse Süd-West feierte die Union Raiffeisen Geretsberg einen 2:1-Auswärtssieg beim SV LITZ Mauerkirchen. Nach frühem Rückstand drehte Geretsberg die Partie dank der Treffer rund um die Pause und behielt am Ende die Nerven. Trainer Moritz Huber sprach von einer engen Begegnung, in der sein Team die Chance auf die frühe Führung ausließ, sich aber mit viel Willen zurückkämpfte. Für Mauerkirchen traf Dominik Schrattenecker, für Geretsberg glichen Edin Mrkonjic aus und Markus Sinzinger entschied die Partie. Spät sah Schrattenecker noch Rot.

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Vom Anpfiff weg entwickelte sich das erwartete enge Duell. Geretsberg war früh dran, ließ aber eine Möglichkeit zur Führung aus – Moritz Huber ordnete es so ein: "Es war eine enge Partie, in der wir die Chance auf die frühe Führung verpasst haben." Kurz darauf schlug Mauerkirchen zu: Nach einem Eckball traf Dominik Schrattenecker in Minute 22 zum 1:0. Huber meinte dazu: "Das 1:0 war ein Eckball, die Nummer acht von Mauerkirchen hat den Ball sehr gut getroffen." Geretsberg ließ sich davon nicht beirren. Noch vor der Pause fiel der Ausgleich: In der 42. Minute stellte Edin Mrkonjic auf 1:1 – Geretsberg war zurück im Spiel. "Beide Tore von uns waren ähnlich: hoher Ball, verlängert und dann eingeschoben", beschrieb Huber die Entstehungen. Nach dem Pausentee blieb Geretsberg dran und legte in Minute 62 nach: Markus Sinzinger traf zum 1:2, wieder nach einem hohen Ball, der weitergeleitet wurde. Mauerkirchen war gefordert, kam aber in der Endphase zusätzlich in Unterzahl, weil Torschütze Schrattenecker in der 87. Minute die Rote Karte sah. Geretsberg brachte den Vorsprung routiniert ins Ziel.
In seiner Analyse legte Moritz Huber den Fokus klar auf die Momente rund um den Ausgleich. "Nach dem 1:1 hätten wir die Vorentscheidung deutlich früher treffen müssen", sagte der Geretsberg-Coach und machte damit deutlich, dass er trotz des Sieges Luft nach oben sieht. Gemeint war weniger die reine Chancenanzahl als die Konsequenz im richtigen Moment. Was ihm gefiel, war die Einstellung der Mannschaft: "Der Kampfgeist war wieder da, genauso der Wille zum Sieg." Diese Mischung trug sein Team durch das Spiel, gerade weil es vor der Pause in Rückstand geraten war. Huber betonte zudem, dass es eine Partie auf Augenhöhe blieb, in der Details – hohe Bälle, zweite Bälle, Entschlossenheit im Strafraum – den Ausschlag gaben. Seine Worte passten zum Spiel: Geretsberg arbeitete konsequent, blieb geduldig und nutzte die entscheidenden Aktionen in der Luft zu den passenden Zeitpunkten.
Zum Auftritt des Gegners blieb Huber sachlich: "Mauerkirchen war der erwartete Gegner." Vieles sprach für eine Begegnung, in der Zweikämpfe und hohe Bälle an Bedeutung gewannen. In solchen Aktionen holte sich Mauerkirchen die Führung – und in solchen Aktionen fand Geretsberg die passenden Antworten. Ganz ohne Diskussionsstoff blieb die Partie nicht. "In der zweiten Halbzeit gab es vielleicht eine Aktion, in der wir einen Elfmeter hätten bekommen müssen", merkte Huber an. Eine Festlegung vermied er, stellte die Szene aber in den Kontext eines knappen Spiels, in dem jede Nuance zählte. Am Ende stand für Mauerkirchen zudem die Rote Karte gegen Schrattenecker (87.), die die Schlussoffensive der Hausherren zusätzlich erschwerte, während Geretsberg konzentriert verteidigte und den Auswärtssieg sicherstellte.
Mit dem 2:1 in Mauerkirchen nimmt Geretsberg drei wichtige Punkte mit und behauptet Rang vier in der Tabelle. Laut Stand der Ligaübersicht hält Geretsberg bei 39 Zählern nach 21 Runden, Mauerkirchen bleibt mit 18 Punkten Elfter. Der Auftritt passte zur Geretsberger Linie der letzten Wochen: hinten stabil genug, vorne effizient bei hohen Bällen. Huber wollte den Auftritt weder überhöhen noch kleinreden – die Kernaussage bleibt: Wille und Arbeitstempo stimmen. "Es war eine enge Partie", sagte er gleich zu Beginn, und genau aus solchen Spielen muss ein Spitzenteam Punkte mitnehmen. Für die kommenden Aufgaben heißt das: an der Wucht bei hohen Bällen festhalten, die Momente nach Ausgleich oder Führung noch zielstrebiger nützen und die gute Ausgangslage verteidigen. Die Richtung stimmt, die Ansage ist klar.