In der 2. Klasse Süd-West trennten sich ATSV Laab und Union Raiba Hochburg-Ach am 21. Spieltag mit 2:2. Die Hausherren legten vor, der Tabellenführer antwortete – und nach der Pause hatten die Gäste mehr vom Spiel. Co-Trainer Sebastian Schulz resümierte: "In der zweiten Halbzeit hätten wir uns die drei Punkte verdient." Weil vorn die Klarheit fehlte, blieb es beim Remis, das laut Schulz "keinem großartig hilft". Für Hochburg-Ach bleibt es dennoch bei Rang eins, Laab hält Kurs auf die Top vier.

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Laab erwischte den wacheren Start. Nach elf Minuten traf Felix Grabner zum 1:0, Hochburg-Ach musste einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Sebastian Schulz nahm die Anfangsphase selbstkritisch: "Wir waren am Anfang eher verhalten und fehleranfällig." Die Gäste schüttelten sich jedoch nur kurz und glichen durch Patrick Innerebner in der 17. Minute zum 1:1 aus. Kurz vor dem Pausenpfiff dann der nächste Nackenschlag aus Sicht der Gäste: In Minute 45+1 stellte erneut Felix Grabner auf 2:1 für Laab. Von großen Schlüsselmomenten wollte Schulz trotzdem nicht sprechen: "Schlüsselmomente im Großen und Ganzen nicht. In Laab sind Standards und weite Einwürfe immer ein gutes Mittel. Sie sind brandgefährlich und schwer zu verteidigen." Mit diesem Gefühl – zu viel zugelassen und die Situationen nicht sauber geklärt zu haben – ging Hochburg-Ach in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel kam die Reaktion prompt. In Minute 51 traf Aysen Raad Abed Halata zum 2:2 und brachte Hochburg-Ach zurück ins Spiel. Von da an sah Schulz seine Elf klar stabiler: "Aufgrund der zweiten Halbzeit muss ich sagen, da hatten wir Laab gut im Griff. Sie sind nicht mehr großartig zwingend geworden." Die Gäste waren das aktivere Team, ließen hinten wenig zu und schoben das Spiel über weite Strecken in die Laaber Hälfte. Was fehlte, war die Durchschlagskraft im letzten Drittel. Schulz brachte es auf den Punkt: "Wir waren nicht zwingend genug vorm Tor und haben unsere Chancen nicht genutzt." Dazu passte seine Analyse der Abläufe in der Box: "Verbesserungsbedarf ganz klar beim Spiel im letzten Drittel. Den letzten Pass nicht richtig gespielt oder in guten Aktionen noch mal abgespielt – so sind wir nicht gefährlich genug geworden." Chancen gab es also, aber sie wurden nicht sauber zu Ende gespielt.
In einer intensiven Schlussphase blieb es beim 2:2, obwohl die Partie noch eine Randnotiz lieferte: In Minute 90+3 sah Wolfgang Lanz auf Seiten der Gäste die Rote Karte. Schulz bewertete die Linie des Unparteiischen insgesamt nüchtern: "Die Leistung war eher gemischt. Es gab auf beiden Seiten Aktionen, die aus unserer Sicht anders gepfiffen werden hätten können." Konkret sprach er eine mögliche gelb-rote Karte für Laab sowie die eigene rote Karte an, "die wir eher als gelb gesehen hätten – aber im Großen und Ganzen war’s okay." Zum Gegner hatte er klare Worte: "Wir wussten, was kommt. Viele lange Bälle, lange Abstöße, und bei Standards sind sie immer wieder gefährlich." Unterm Strich blieb das Remis, mit dem niemand richtig glücklich ist. "Ein Unentschieden ist immer was, was keinem großartig hilft", sagte Schulz – zumal Hochburg-Ach nach dem 2:2 lange am Drücker war. In der Tabelle stehen die Gäste mit 50 Punkten weiterhin ganz oben, Laab bestätigt mit 38 Zählern Rang vier.