In der 2. Klasse Süd-West feierte Union Tarsdorf gegen ASKÖ SV Weing Uttendorf einen 1:0-Heimsieg. Nach einer torlosen ersten Hälfte fiel die Entscheidung spät: Adrian Mayer traf in Minute 77 vom Punkt. Für Tarsdorf-Trainer Nicki Brandstätter war es der Lohn für ein über weite Strecken kontrolliertes, geduldiges Spiel. "Heute hat eigentlich alles funktioniert – spielerisch wie kämpferisch. Das war eine Topleistung", sagte er nach dem Schlusspfiff und sprach von einem verdienten Dreier in einem taktisch geprägten Spiel.

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Die Begegnung begann abwartend, beide Seiten schenkten sich im Mittelfeld wenig Raum, und zur Pause stand es 0:0. Tarsdorf hatte aus Sicht von Nicki Brandstätter dennoch mehr vom Spiel. "Das Spiel war sehr taktisch, wir hatten stets die Überhand", fasste der Coach zusammen. Nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren geduldig und suchten weiter den einen klaren Moment. Der kam gut eine Viertelstunde vor Schluss. "Der entscheidende Moment war der Elfmeter für uns; aus dieser Aktion ist das 1:0 gefallen", erklärte Brandstätter. Wie es dazu kam, schilderte er präzise: "Es wäre vorher schon ein Foul gewesen. Der Schiedsrichter gab Vorteil, dann gab es das nächste Foul im Sechzehner – das führte zum Elfer." Adrian Mayer übernahm die Verantwortung und netzte in der 77. Minute zum 1:0 ein – der Treffer, der die enge Partie auf die Seite der Tarsdorfer kippte.
Nach dem Spiel wirkte Tarsdorfs Trainer zufrieden, aber nicht überschwänglich. Er blieb bei seiner nüchternen Einschätzung und hob vor allem die mannschaftliche Disziplin hervor. "Heute hat eigentlich alles funktioniert – spielerisch wie kämpferisch. Das war eine Topleistung", sagte Brandstätter und machte damit deutlich, dass sein Team den Plan über 90 Minuten sauber durchgezogen hatte. Besonders wichtig war ihm, die Ruhe zu bewahren, bis sich der Moment für den Führungstreffer ergab. Dass dieser aus einem Elfmeter entstand, passte in sein Bild eines kontrollierten Auftritts. Gleichzeitig fand der Coach deutliche Worte des Respekts für die Leitung des Spiels: "Der Schiedsrichter hat heute eine Topleistung abgeliefert. Es gab keine großen strittigen Situationen." In einem knappen Spiel sei das wichtig gewesen, so Brandstätter.
Ganz ohne Arbeit war der Heimsieg nicht, denn der Gegner bleibt aus Sicht des Tarsdorfer Trainers eine Mannschaft, mit der man jederzeit rechnen muss. "Uttendorf ist immer gefährlich, sie haben viel individuelle Qualität. Man muss immer auf der Hut sein, dass man kein Tor bekommt", betonte Brandstätter. Genau diese Wachsamkeit trug an diesem Tag Früchte: Tarsdorf setzte seinen Plan um, hielt die Null und nutzte vorne die entscheidende Chance durch Adrian Mayer. In der Tabelle der Runde 22 steht Tarsdorf damit auf Rang 11, Uttendorf auf Platz 9 – zwei Teams, die im dichten Mittelfeld jeden Zähler mitnehmen müssen. Für Tarsdorf sind es drei Punkte, die Selbstvertrauen geben. Der Auftritt war kompakt, konzentriert und taktisch diszipliniert. Mit dieser Mischung will man die kommenden Aufgaben anpacken und den Schwung aus dem Heimsieg mitnehmen.