In der 2. Klasse Süd-West hat der ATSV Laab zum Saisonauftakt gegen die Union Raiffeisen Geretsberg einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Heimsieg gedreht. Für Trainer Moritz Huber war es das erwartete schwierige Auswärtsspiel auf engem Platz mit vielen Zweikämpfen und wenigen klaren Chancen. Aus seiner Sicht kippte die Partie genau in jener Phase, in der seine Mannschaft nach der Führung dem zweiten Treffer näher schien, dann aber nach einem eigenen Eckball den Ausgleich hinnehmen musste.

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Moritz Huber hatte schon vor dem Anpfiff mit einer zähen Aufgabe gerechnet, und genau so entwickelte sich die Partie dann auch. „Das war das erwartete schwere Spiel auf einem sehr engen, kleinen Platz, auf dem viele Zweikämpfe geführt werden und viel mit hohen Bällen agiert wird“, sagte der Trainer von Union Raiffeisen Geretsberg. Das 0:0 zur Pause passte zu diesem Bild. Große Torchancen gab es laut Huber nur wenige. Eine diskutierbare Szene hatte die erste Halbzeit dennoch: Nach einem weiten Einwurf erzielte Union Raiffeisen Geretsberg ein Tor, das wegen eines offensiven Fouls aber nicht zählte. „Ob das wirklich ein Foul war, weiß ich leider nicht“, sagte Huber, der die Szene nicht sicher bewerten wollte. Nach dem Seitenwechsel kam Union Raiffeisen Geretsberg dann aber deutlich besser heraus. In der 48. Minute setzte sich nach Hubers Schilderung Elias Handleder über außen durch, sein Abschluss wurde stark pariert, doch Rene Kohlbacher stand richtig und schob zum 0:1 ein.
Gerade diese Phase schmerzt den Trainer im Rückblick besonders, weil Union Raiffeisen Geretsberg nach der Führung weiter nach vorne kam. Huber sprach von „sehr vielen guten Aktionen“ und von ein, zwei Möglichkeiten auf das 0:2. Stattdessen fiel in der 56. Minute der Ausgleich durch Manuel Aglas, und genau dieses 1:1 bezeichnete Huber als Schlüsselszene des Nachmittags. „Der entscheidende Moment war ganz klar das 1:1, wo wir nach einem eigenen offensiven Eckball ein Kontertor bekommen haben“, sagte er. Er vermutete zwar ein mögliches Foul an einem Spieler seiner Mannschaft, wollte daraus aber kein großes Thema machen. Viel wichtiger war für ihn, dass das Spiel von diesem Augenblick an komplett anders wurde. „Ab diesem Zeitpunkt war das ein sehr, sehr schwierige Spiel für uns“, so Huber. ATSV Laab nutzte den Rückenwind und kam in der 78. Minute zum 2:1. Huber beschrieb den Treffer von Ömer Jakob Forsterpointner als ein typisches Tor für diesen Platz: Ein Weitschuss, der eigentlich ins Aus zu gehen schien, wurde zweimal abgefälscht und landete im Netz. In der Schlussphase hatte ATSV Laab laut Huber noch zwei, drei weitere Aktionen, auch weil Union Raiffeisen Geretsberg aufmachen musste.
Am Ende sah Moritz Huber den Unterschied nicht in einer klaren Überlegenheit, sondern in der Effizienz der entscheidenden Momente. „Laab hat im richtigen Moment das Tor erzielt“, brachte er es knapp auf den Punkt. Für die Union Geretsberg lag das Problem aus seiner Sicht eher vorne als hinten. „Im letzten Drittel hat uns die Zielstrebigkeit gefehlt. Wir hätten dort entschlossener sein und mehr entscheidende Aktionen haben müssen“, sagte der Trainer. Gleichzeitig stellte er seiner Mannschaft gegen den Ball kein schlechtes Zeugnis aus: „Defensiv sind wir eigentlich relativ gut gestanden.“ Deshalb fällt die 1:2-Niederlage zum Start der 2. Klasse Süd-West aus Sicht der Geretsberger umso ärgerlicher aus. Dass Schiedsrichter Pargfrieder „die Partie sehr, sehr gut geleitet“ habe, hielt Huber ausdrücklich fest. Unter dem Strich bleibt für die Union damit die Erkenntnis, dass auf diesem engen Platz Kleinigkeiten gereicht haben, um ein lange offenes Spiel kippen zu lassen.