Nach Platz neun in der 2. Klasse Süd-West setzt die Union Schwand im Sommer nicht auf einen großen Umbruch, sondern auf einen neuen Trainer und einen weitgehend unveränderten Kader. Sektionsleiter Daniel Duller spricht im Gespräch mit Ligaportal von einer Saison mit starken Schwankungen, hält aber am Anspruch fest, wieder im oberen Drittel mitzuspielen. Dazu kommen mit Alexander Maier und Julian Frisch zwei neue Gesichter.

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Die vergangene Spielzeit ist in Schwand nicht als geradlinige Entwicklung in Erinnerung geblieben. Duller beschreibt sie als wechselhaft und trifft damit den Kern: „Letzte Saison war ein bisschen durchwachsen. Wir haben Erfolge gefeiert, aber es war ein ziemliches Auf und Ab.“ Genau diese fehlende Konstanz soll nun zum zentralen Thema des Neustarts werden.
Trotzdem denkt die Union wieder nach oben. Nach einem Jahr im hinteren Tabellenbereich formuliert der Verein keine vorsichtigen Minimalziele, sondern will sich wieder näher an die stärkeren Mannschaften der Liga heranschieben. Der Anspruch ist also vorhanden, auch wenn die vergangene Saison die Schwankungen deutlich offengelegt hat.
Die größte personelle Veränderung betrifft die Seitenlinie. Szabolcs Biro ist nicht mehr Trainer, Harald Ertl hat übernommen. Für die Schwandner ist das keine externe Lösung, sondern ein Schritt mit Stallgeruch. Ertl ist ein ehemaliger, langjähriger Spieler des Vereins, viele im Team kennen ihn seit Jahren, besonders die erfahrenen Kräfte.
„Mit unserem neuen Trainer Harald Ertl haben wir einen ehemaligen Union-Spieler, mit dem auch einige der erfahreneren Spieler schon zusammengespielt haben“, sagt Duller. Gerade in einer Phase, in der keine großen Änderungen im Kader geplant sind, kann diese Vertrautheit ein Vorteil sein. Der Einstieg innerhalb der Mannschaft dürfte dadurch leichter fallen, gleichzeitig soll Ertl sportlich neue Akzente setzen.
Im Training liegt der Schwerpunkt deshalb auf der taktischen Arbeit. „Wir sind gerade dabei, ein neues System einzustudieren und zu etablieren“, erklärt Duller. Vieles dreht sich in diesen Wochen darum, Abläufe zu schärfen und Rollen neu zu definieren. Das betrifft auch die beiden Neuzugänge, deren genaue Positionen noch offen sind.
Abgesehen vom Trainerwechsel herrscht in Schwand auffallend viel Kontinuität. „Seitens der Spieler haben wir keine Abgänge“, sagt Duller. Das Grundgerüst bleibt also erhalten, was in einer Liga, in der viele Vereine im Sommer größere Veränderungen verkraften müssen, durchaus Gewicht hat.
Gleichzeitig wurde der Kader mit zwei Spielern ergänzt. Alexander Maier kommt aus Tarsdorf, Julian Frisch aus Laab. Wo die beiden genau eingesetzt werden, ist noch offen. Duller verweist darauf, dass diese Entscheidung letztlich beim Trainer liegt. Das zeigt auch, dass die Vorbereitung in Schwand nicht nur dem Feinschliff dient, sondern vor allem dem Einüben des neuen Systems.
Auch personell gibt es derzeit keinen akuten Grund zur Sorge. Größere Ausfälle meldet der Verein nicht. „Derzeit haben wir keine größeren Ausfälle und wir hoffen, dass wir diese Saison halbwegs verletzungsfrei durchstehen können“, sagt Duller. Nach einer unruhigen Saison wäre schon allein das ein wichtiger Faktor.
Sportlich ist die Richtung ohnehin klar. „Wir möchten auf jeden Fall wieder im oberen Drittel der Tabelle mitreden und uns dort etablieren“, so Duller. Die Ansage stützt sich auf die Überzeugung, dass mit einem intakten Kader, zwei Neuzugängen und einem vertrauten neuen Trainer mehr Ruhe ins Spiel kommen soll. In Schwand beginnt damit kein radikaler Neubeginn, sondern der Versuch, aus einer schwankenden Saison eine stabilere Mannschaft zu formen.