In der 2. Klasse Süd-West hat die ASKÖ SV Weing Uttendorf gegen die Union Raiffeisen Geretsberg trotz Führung klar mit 2:6 verloren. Geretsberg geriet zwar zunächst in Rückstand, fand aber fast postwendend die passende Antwort und drückte der Partie danach mehr und mehr den Stempel auf. Trainer Moritz Huber sprach von einem über weite Strecken kontrollierten Auftritt, bei dem seine Mannschaft ruhig blieb, hinten stabil stand und vorne die sich bietenden Möglichkeiten nutzte.

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Der Spielverlauf passte aus Sicht der Gäste deshalb so gut ins Bild, weil sich Geretsberg auch von der ersten kalten Dusche nicht aus der Ruhe bringen ließ. In der 31. Minute brachte Fikret Zivcic Uttendorf mit 1:0 in Führung. Huber ordnete diese Szene so ein: "Uttendorf kam mit der ersten richtigen Chance gleich zum 1:0, eventuell knapp abseits." Viel wichtiger war für ihn aber die Reaktion seiner Mannschaft. Schon zwei Minuten später glich Benjamin Sigl zum 1:1 aus, ehe Matthias Florian Pisek in der 38. Minute die Partie drehte und für den 2:1-Pausenstand aus Geretsberger Sicht sorgte. Genau diese Phase meinte Huber, als er sagte: "Grundsätzlich haben wir das Spiel eigentlich von der ersten bis zur letzten Minute ganz klar im Griff gehabt." Denn obwohl Uttendorf vorlegte, kippte das Spiel rasch wieder auf die Seite der Gäste.
Den wichtigsten Augenblick des Nachmittags sah der Geretsberger Trainer nicht bei einem der Treffer, sondern in einer Szene kurz nach der Wende. "Der wichtigste Moment im Spiel war eigentlich, als wir 2:1 vorne waren und Florian Sinzinger eine Weltklasseparade abgeliefert hat", sagte Huber. Gerade deshalb hatte diese Aktion für ihn besonderes Gewicht, weil die Partie zu diesem Zeitpunkt noch längst nicht entschieden war. Statt eines möglichen Rückschlags blieb Geretsberg vorne und legte nach der Pause weiter nach. Wieder war es Pisek, der in der 51. Minute zum 3:1 traf, nur vier Minuten später erhöhte Adrian Mayer auf 4:1. Spätestens da war die Auswärtself klar am Drücker. In der Schlussphase schraubten Raphael Laubichler in der 81. und Elias Handleder in der 84. Minute das Ergebnis sogar auf 6:1. Das letzte Wort hatte zwar noch Uttendorf, als Iulian Radu Sustrean in der 90. Minute auf 2:6 stellte, am klaren Verlauf änderte dieser späte Treffer aber nichts mehr.
Huber gefiel vor allem die Art und Weise, wie seine Mannschaft gegen einen unangenehmen Gegner aufgetreten ist. "Wir haben gegen eine sehr kampfbetonte Mannschaft relativ soliden und ruhigen Fußball gespielt. Hinten sind wir gut gestanden und vorne haben wir uns dann auch belohnt", fasste er die Geretsberger Leistung zusammen. Damit sprach er genau die Punkte an, die dieses 6:2 aus seiner Sicht möglich gemacht haben. Seine Mannschaft ließ sich weder vom frühen Rückstand noch vom kampfbetonten Stil des Gegners aus dem Konzept bringen und blieb stattdessen bei ihrer Linie. Auch über Uttendorf sprach Huber mit Respekt. "Wir wussten, dass Uttendorf grundsätzlich eine spielstarke Mannschaft ist. Sie haben gute Fußballer in ihren Reihen", sagte er. Gleichzeitig sah er aber auch einen Bereich, in dem seine Elf ansetzen konnte: "Wir haben gewusst, dass sie defensiv Schwächen haben, und das haben wir ausgenutzt." Dazu passte auch seine Schilderung der Tore. Benjamin Sigl traf laut Huber "von der Weite in den Winkel", ehe Geretsberg die Partie Schritt für Schritt auf seine Seite zog.
Ganz ohne Gesprächsstoff ging die Partie dennoch nicht vorbei. Huber hielt fest, dass die Begegnung nicht leicht zu leiten gewesen sei, weil sie "vor allem von Uttendorfer Seite sehr kampfbetont war". Für die Union Geretsberg überwiegt nach diesem Sonntagnachmittag aber ohnehin das Sportliche deutlich. Die Gäste nehmen aus Uttendorf einen klaren 6:2-Erfolg mit und stehen nach der dritten Runde nun bei drei Punkten. Der SV Uttendorf bleibt nach drei Spielen weiter ohne Zähler, während Geretsberg mit diesem deutlichen Auswärtssieg ein klares Lebenszeichen gesetzt hat.