In der 2. Klasse Süd-West hat Union Schwand am Sonntagnachmittag gegen den ASKÖ SV Weing Uttendorf mit 1:3 verloren. Für den bisherigen Tabellenletzten war es nach zuletzt mehreren unglücklichen Auftritten ein wichtiger Befreiungsschlag. Sportchef Michael Schönberger sprach von einer wirklich guten Mannschaftsleistung und davon, dass sich seine Elf diesmal endlich für diszipliniertes Arbeiten, eine kompakte Defensive und drei sauber herausgespielte Tore belohnt habe.

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Schönberger ordnete den Auswärtssieg vor allem als Ergebnis einer Entwicklung ein, die sich aus seiner Sicht schon länger angekündigt hatte. „Das Spiel war sehr hart umkämpft, aber wir haben in den letzten Wochen keine schlechten Leistungen gezeigt“, sagte der sportliche Leiter. Gerade deshalb sei das 1:3 für ihn mehr als nur ein guter Nachmittag gewesen. Uttendorf ging in der 7. Minute durch Safet Memisevic in Führung, musste nach 22 Minuten aber den Ausgleich durch Julian Frisch hinnehmen. Mit dem 1:1 zur Pause blieb die Partie offen, und genau diese Phase passte für Schönberger zum bisherigen Herbst: ordentlich gespielt, aber oft nicht belohnt.
Diesmal änderte sich das Bild aus Uttendorfer Sicht aber nach dem Seitenwechsel. Schönberger hob weniger einen einzelnen Wendepunkt hervor als die geschlossene Leistung seiner Mannschaft. „Jeder war kämpferisch voll da, die Einstellung war top, und wir waren von unserem Trainer sehr gut eingestellt“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht jene Disziplin, die gegen Schwands schnelle Außenbahnspieler nötig war. „Sie haben wirklich schnelle Außenbahnspieler gehabt, die schwer zu verteidigen waren. Aber genau da hat unsere Verteidigung sehr gut agiert, und wir haben sie in den Griff bekommen.“ In Zahlen zeigte sich das dann ab der 63. Minute, als Fikret Zivcic das 1:2 erzielte. In der 86. Minute machte Safet Memisevic mit seinem zweiten Tor den Auswärtssieg endgültig fest.
Besonders wichtig war für Schönberger, dass Uttendorf seine Tore nicht irgendwie über die Linie drückte, sondern sich die Treffer sauber erarbeitete. „Die Tore waren alle schön rausgespielt. Das waren gute Einzelaktionen, aber es ist alles von einer kompakten Defensive ausgegangen“, erklärte er. Noch deutlicher wurde er bei jener Frage, was diesmal wirklich funktioniert habe: „Was richtig gut war, war die kompakte Defensive, die gemeinsam nach vorne gearbeitet hat.“ Ganz ohne Diskussionen verlief die Partie für ihn dennoch nicht. Rund um Schwands 1:1 habe es aus Uttendorfer Sicht Gesprächsbedarf gegeben, weil der eigene Kapitän laut Schönberger am Kopf getroffen worden sei, benommen zu Boden gegangen sei und das Spiel trotzdem nicht unterbrochen worden sei. Dass Uttendorf danach trotzdem ruhig blieb und sich in der zweiten Hälfte absetzte, machte den Sieg für ihn umso wertvoller.
Für die Uttendorfer, die vor der Runde in Besitz der Roten Laterne waren, ist dieses 3:1 daher mehr als nur ein Auswärtserfolg. Schönberger sprach davon, dass seine Mannschaft zuletzt mehrfach unglücklich Tore bekommen und Spiele verloren habe, obwohl die Leistungen nicht schlecht gewesen seien. „Wir haben uns jetzt einfach einmal belohnt“, sagte er. Genau darin lag für ihn der Wert dieses Nachmittags: Nach dem 1:1 verlor die ASKÖ Uttendorf nicht den Faden, blieb bei ihrer Linie und legte nach der Pause nach. Wenn die Gäste diese Geschlossenheit mitnehmen, kann der Sieg für die nächsten Wochen ein wichtiger Schub sein.