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„Ab dem 1:0 haben wir von Minute zu Minute mehr Selbstvertrauen verloren“ – Union Geretsberg verliert gegen Schwand

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Geretsberg
Schwand

In der 2. Klasse Süd-West musste sich die Union Raiffeisen Geretsberg am Sonntagnachmittag gegen die Union Schwand mit 1:2 geschlagen geben. Nach einem torlosen ersten Durchgang kippte die Partie binnen zehn Minuten zugunsten der Gäste, weil Patrick Weissenbacher zweimal traf. Trainer Moritz Huber sah sein Team lange ordentlich im Spiel, meinte aber klar: „Ab dem 1:0 haben wir von Minute zu Minute mehr Selbstvertrauen verloren.“

Mehrere Fußbälle auf Rasen

Foto: Pixabay

Lange ordentlich, aber vorne zu unsauber

Zur Pause stand es 0:0, und genau diese Phase war aus Sicht der Gastgeber auch jene, in der vieles noch gepasst hat. Huber sprach davon, dass seine Mannschaft „bis zum 1:0 das Spiel gut unter Kontrolle“ hatte, auch wenn daraus nicht laufend zwingende Chancen entstanden. Geretsberg war in dieser Zeit keineswegs die klar unterlegene Mannschaft, sondern hatte über weite Strecken Zugriff auf die Partie. Der Trainer hob vor allem hervor, dass seine Elf den Ball „bis Richtung zwanzig Meter relativ gut laufen“ ließ. Was ihm nicht gefiel, passierte dann in den entscheidenden Zonen. „In den entscheidenden Momenten waren wir zu ungenau, zu schlampig“, sagte Huber. Gerade deshalb ärgerte ihn diese Niederlage, weil er den Eindruck hatte, dass seine Mannschaft aus dem eigenen Spiel deutlich mehr hätte machen können.


Weissenbacher trifft doppelt und kippt Partie

Nach dem Seitenwechsel bekam Schwand dann genau jene Effizienz, die Geretsberg über weite Strecken abging. In der 54. Minute brachte Patrick Weissenbacher die Gäste mit 1:0 in Führung. Huber schilderte die Szene so, dass dem Treffer ein Eckball vorausging und Weissenbacher am zweiten Pfosten spekulierte und einschob. Zehn Minuten später legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Diesmal kam der Ball aus dem Halbfeld, Weissenbacher stand wieder richtig und köpfte laut Huber „sehr gut“. Der Geretsberg-Coach verwies in dieser Szene zusätzlich darauf, dass sowohl sein Innenverteidiger als auch der Tormann wegrutschten und damit eine Möglichkeit verloren ging, das Tor noch zu verhindern. Für Huber war damit der Knackpunkt eindeutig benannt: „Das 2:0 kurz nach dem 1:0 war das spielentscheidende Moment.“

Vergebene Chancen tun Geretsberg besonders weh

In seiner Analyse blieb Huber aber nicht bei den beiden Gegentoren stehen. Er rückte auch die eigenen ausgelassenen Möglichkeiten in den Mittelpunkt, weil diese aus seiner Sicht ebenso entscheidend waren. „Unsere vergebenen Großchancen haben wehgetan, sei es in der ersten oder in der zweiten Halbzeit“, sagte der Trainer. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und meinte, dass das Spiel bei sauberer Auswertung der eigenen Optionen schon deutlich früher in eine andere Richtung hätte laufen können. „Wenn wir die Situationen fertig spielen, kann es auch beruhigt 2:0 stehen“, erklärte Huber. Stattdessen blieb Geretsberg ohne den nötigen Ertrag, geriet in Rückstand und verlor danach den Glauben an eine Wende. „Wir müssen auch nach einem 0:2 weiter gierig und hungrig sein und trotzdem noch dran glauben“, forderte er. Gerade dieses letzte Selbstvertrauen habe seiner Mannschaft diesmal gefehlt.

Schwand nutzt seinen Unterschiedsspieler, Ficzere trifft erst ganz spät

Dass die Union Schwand am Ende den vollen Erfolg mitnahm, hatte für Huber auch einen klaren Grund. „Patrick Weissenbacher ist sicher ein entscheidender Faktor und die Lebensversicherung von Schwand“, sagte der Trainer und verwies damit auf den Doppelpacker als wichtigsten Unterschied an diesem Nachmittag. Der Anschlusstreffer von Bence Ficzere in der 94. Minute änderte am Ausgang nichts, weil er erst ganz am Ende fiel und die Aufholjagd nicht mehr einleiten konnte. Bemerkenswert war aus Hubers Sicht immerhin, dass die Partie fair blieb. Den Unparteiischen nahm er ausdrücklich aus jeder Diskussion heraus: „Schiedsrichter Casurovic hat die Partie wirklich sehr gut geleitet und das Spiel super im Griff gehabt.“ Für die Union Geretsberg bleibt damit vor allem die Aufgabe, die ordentlichen Phasen wieder in Tore und Punkte umzulegen, damit ein Gegentor nicht gleich das ganze Spiel kippen lässt.

2. Klasse Süd-West: Geretsberg : Schwand - 1:2 (0:0)

  • 94
    Bence Ficzere 1:2
  • 64
    Patrick Weissenbacher 0:2
  • 54
    Patrick Weissenbacher 0:1