In der 2. Klasse Süd-West hat sich der USV St. Pantaleon mit 5:1 gegen die SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b durchgesetzt und laut Obmann Christoph Lobentanz genau jene Tugenden auf den Platz gebracht, die für den Heimsieg ausschlaggebend waren. Geschlossenheit, schnelles Umschalten und Ruhe nach dem Gegentor zum 3:1 sorgten dafür, dass ein über weite Strecken klarer Auftritt am Ende auch deutlich auf der Anzeigetafel stand.
Für Lobentanz war der Spielverlauf ziemlich klar. „St. Pantaleon war von den ersten Minuten weg überlegen“, sagte er, und genau so beschrieb er auch den Einstieg des Absteigers. Die Gastgeber kombinierten gut, standen hinten sicher und ließen den Gästen nach seiner Einschätzung nur sehr wenig zu. Dass es nicht noch früher klingelte, lag laut Lobentanz daran, dass die ersten beiden Möglichkeiten ungenützt blieben. Mit dem 1:0 in der 20. Minute belohnte sich St. Pantaleon dann aber doch: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß kam der Ball zu Julian Gerhartinger, der nach Vorarbeit von Alexander Pfaller abschloss. Auch danach blieb der USV am Drücker. In der 41. Minute erhöhte Maximilian Brandstätter auf 2:0, ehe kurz vor der Pause noch das 3:0 fiel. Diesmal steckte Brandstätter stark durch, Gerhartinger scheiterte zunächst noch, doch Alexander Philipp Pfaller war im Nachschuss zur Stelle und rundete damit eine erste Hälfte ab, in der St. Pantaleon das Spiel laut Lobentanz „verdient“ klar in die eigene Richtung gezogen hatte.
Ganz ohne heikle Phase verlief der Nachmittag aus Sicht der Heimischen dennoch nicht. Direkt nach Wiederbeginn kam Pfaffstätt/Munderfing 1b durch Valentin Wolf in der 47. Minute auf 1:3 heran, und Lobentanz gab offen zu, dass seine Mannschaft danach „kurz ein bissl ins Wanken gekommen“ sei. Für ungefähr zehn Minuten habe der Gegner mehr Druck entwickelt, Bälle erobert und einige kleine Chancen angedeutet, ohne dabei aber wirklich zwingend zu werden. Genau diese Reaktion nach dem Gegentor gefiel dem Obmann dann wieder besonders, weil sein Team sich rasch fing und das Spiel zurückholte. In der 64. Minute folgte die passende Antwort: Nach einer Flanke von Elias Wagner stellte Julian Gerhartinger auf 4:1. „Damit war dann eigentlich die Partie mehr oder weniger entschieden“, sagte Lobentanz. Den Schlusspunkt setzte erneut Gerhartinger in der 74. Minute mit einem Treffer, über den nach so einem Unterhaus-Nachmittag wohl noch länger gesprochen wird. Lobentanz nannte ihn „wahrscheinlich das Tor des Jahres“: Ballgewinn im Mittelfeld, Schuss aus rund 50 bis 55 Metern, über den Tormann hinweg direkt ins Tor. „Das war definitiv die Aktion des ganzen Spiels“, so seine klare Einordnung.
Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, führte Lobentanz nicht auf einen einzelnen Moment zurück, sondern auf die Art, wie seine Mannschaft geschlossen auftrat. „Entscheidend war auf jeden Fall die Geschlossenheit vom Team, die Gedankenschnelligkeit in vielen Aktionen und dass wir über 90 Minuten konsequent konzentriert geblieben sind“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass der USV St. Pantaleon die Zweikämpfe annahm, sauber verteidigte und nach vorne immer wieder schnell umschaltete. Positiv hob er außerdem hervor, dass seine Elf nach dem 3:1 nicht nervös wurde und den Kopf nicht verlor. Luft nach oben sieht er trotzdem noch, vor allem in der Chancenauswertung und in manchen Phasen der Spielgestaltung, die noch ruhiger hätte werden können. Den Gegner erlebte Lobentanz nach der Pause zwar kurz druckvoll, insgesamt zeigte er sich von den Gästen aber „ein bisschen enttäuscht“ und schob zugleich nach, dass das auch viel mit der eigenen Leistung zu tun gehabt habe. Schiedsrichter Billinger bezeichnete er als souverän, weil es in einem ruhigen Spiel kaum strittige Situationen gab. Für St. Pantaleon ist der Erfolg jedenfalls mehr als nur ein klarer Heimsieg: „Wir haben jetzt elf Punkte auf dem Konto, waren lange Zeit bei null, aber der Richtungspfeil stimmt auf jeden Fall.“ Genau dieses Gefühl nimmt der USV nun in die nächsten Wochen mit.