36 Punkte aus 13 Spielen, 58 erzielte Tore, nur 11 Gegentreffer – der SK Polar Neukirchen bei Altmünster spielt bislang in der 2. Klasse Süd eine Saison nahe am Optimum. Lediglich ein Punkt trennt das Team von Trainer Christian Arthofer vom Lokalrivalen FC Altmünster, beide Mannschaften halten bei zwölf Siegen. Alles deutet auf einen packenden Zweikampf um den Meistertitel hin. Sektionsleiter Dietmar Burgstaller blickt entsprechend zufrieden auf den bisherigen Verlauf: „Die Stimmung ist sehr gut in der Mannschaft. Die Burschen brennen schon darauf, dass es wieder losgeht.“
Mit 58 Treffern stellt Neukirchen die mit Abstand beste Offensive der Liga. Besonders bemerkenswert: Die Tore verteilen sich auf viele Schultern. Sechs Spieler trafen mindestens fünfmal, Alexander Kaltenleithner führt die interne Liste mit 13 Toren an. „Wir sind schwer auszurechnen“, betont Burgstaller. „Wenn einer einmal nicht trifft, springt der Nächste ein.“ Genau diese Variabilität unterscheide Neukirchen von Teams, die stark von ein oder zwei Goalgettern abhängig seien. Gleichzeitig stimmt auch die Defensive: Nur elf Gegentore sprechen für eine kompakte, disziplinierte Mannschaft. „Wir lassen hinten nicht viel zu“, so Burgstaller. „Das Kollektiv ist unsere große Stärke.“
Im Winter setzte man bewusst auf Stabilität. Mit Philipp Reisenberger (Gschwandt 1b) und Stefan Hrouda (zuletzt SV Roitham) kamen zwei Ergänzungen dazu. Dem gegenüber steht lediglich ein Abgang (Mark Hernady zu ATSV Lenzing). „Wir haben nicht viel verändert. Wir vertrauen auf die Leute, die da sind“, erklärt Burgstaller. Die gute Ausgangsposition gibt dem Verein recht – hektische Maßnahmen waren nicht notwendig.
Die Vorbereitung verlief weitgehend störungsfrei. Der Großteil des Kaders ist fit, kleinere Blessuren ausgenommen. Das Trainingslager in Mattersburg verlief unter optimalen Bedingungen: „Wetter perfekt, Bedingungen perfekt. Das hat richtig gut gepasst.“ Auch die Testspiele lieferten positive Eindrücke: 6:1 gegen Niederthalheim, 3:0 gegen Scharnstein – lediglich die 1:2-Niederlage gegen Wilhering/Mühlbach trübte das Bild leicht. „Da war die Luft nach dem Trainingslager ein bisschen draußen. Das darf man nicht überbewerten“, relativiert Burgstaller.
Dass der Titel heuer nur über Altmünster führen wird, ist allen Beteiligten bewusst. „Natürlich wäre es schön, wenn wir am Ende ganz vorne stehen“, sagt Burgstaller, bleibt aber realistisch: „Die anderen Mannschaften haben sich auch verstärkt. Das ist noch lange kein Selbstläufer.“ Der direkte Vergleich mit dem Lokalrivalen verspricht zusätzliche Brisanz – sportlich wie emotional.
Zum Frühjahrsstart wartet auswärts der TSV Timelkam – laut Burgstaller ein „richtungsweisendes Spiel“. Timelkam habe personell nachgerüstet und werde selbst nach oben schielen. Danach folgt das Heimspiel gegen Gschwandt 1b, ein Gegner, der in der Hinrunde überaus fordernd auftrat. „Das sind genau die Spiele, die entscheiden, wohin die Reise geht“, so Burgstaller.
Neukirchen präsentiert sich als gereifte Einheit: offensiv explosiv, defensiv stabil, personell nahezu unverändert. Der Verein setzt auf Kontinuität und Teamgeist – Tugenden, die gerade in engen Meisterschaften den Ausschlag geben können. Die Voraussetzungen sind ausgezeichnet. Jetzt gilt es, die beeindruckende Herbstform im Frühjahr zu bestätigen. Sollte die Torfabrik weiterlaufen und die Kompaktheit bestehen bleiben, könnte der Meistertitel in der 2. Klasse Süd tatsächlich ein Fall für den SK Neukirchen werden.