Nach Rang elf in der Vorsaison hat der SV JARAFLEX Aurach in der Hinrunde der 2. Klasse Süd einen Schritt nach vorne gemacht. Mit 17 Punkten überwintert das Team von Trainer Jörg Kiefer auf Rang sieben der Tabelle. Besonders auffällig: Mit 32 Treffern gehört Aurach zu den offensivstärksten Mannschaften der Liga.
Sektionsleiter Johann Kunesch zieht eine insgesamt positive Zwischenbilanz. „Prinzipiell sind wir mit dem Herbst nicht unzufrieden“, erklärt er. Einige Punkte seien allerdings liegen geblieben – vor allem durch mehrere Unentschieden. „Wir haben ein paar Spiele unglücklich remis gespielt.“ Ein Beispiel dafür war das 3:3 in Zell am Pettenfirst, bei dem Aurach zur Pause bereits mit 3:0 geführt hatte. „Solche Spiele sind natürlich bitter“, sagt Kunesch. Gleichzeitig sieht er darin auch eine Entwicklung: „Letztes Jahr hätten wir solche Partien wahrscheinlich verloren, heuer haben wir zumindest noch einen Punkt mitgenommen.“
Die offensive Qualität des Teams zeigt sich auch daran, dass sich die Treffer auf mehrere Spieler verteilen. Einen klaren Torjäger gibt es nicht – stattdessen sorgen mehrere Akteure regelmäßig für Tore. „Unsere Stärke ist sicher, dass viele verschiedene Spieler treffen können“, erklärt Kunesch. „Das kann man als Schwäche sehen, weil keiner heraussticht – ich sehe es eher als Stärke, weil wir schwer auszurechnen sind.“ Defensiv dagegen gab es im Herbst noch Verbesserungspotenzial. „Wir haben ein bisschen zu viele Gegentore bekommen“, räumt Kunesch ein. Entscheidend sei daher, mehr Konstanz in die Leistungen zu bringen. „Wenn wir stabiler werden, werden wir automatisch weiter vorne landen.“
Die Vorbereitung auf das Frühjahr führte die Mannschaft nach Medulin in Kroatien. Dort absolvierte das Team mehrere intensive Trainingseinheiten unter besten Voraussetzungen. „Wir haben super Bedingungen gehabt – tolles Wetter und gute Plätze“, berichtet Kunesch. Auch für den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft sei das Trainingslager wertvoll gewesen. „Wir waren rund 34 oder 35 Leute. Für die Stimmung war das natürlich super.“ Verletzungstechnisch kam Aurach weitgehend problemlos durch die Vorbereitung. „Nur die üblichen kleineren Blessuren“, so Kunesch.
In den Testspielen gab es ein gemischtes Bild: ein torloses Remis gegen Kohlgrube/Wolfsegg, ein 2:0-Sieg gegen Frankenburg sowie Niederlagen gegen Oberwang (2:3) und Zipf (0:4). Kunesch misst diesen Ergebnissen allerdings keine große Bedeutung bei. „In der Vorbereitung geht es vor allem darum, dass alle Spieler zu ihren Minuten kommen.“ Die Resultate seien deshalb zweitrangig.
Im Winter verstärkte sich Aurach mit Matthias Ebner von Union Gampern. Der Defensivspieler soll der Mannschaft zusätzliche Stabilität verleihen. „Er ist definitiv eine Verstärkung für die Kampfmannschaft“, betont Kunesch. In der Vorbereitung habe Ebner bereits angedeutet, dass er dem Abwehrverbund guttun kann.
Der Start in die Rückrunde hat es gleich in sich. Zum Auftakt wartet auswärts das Derby gegen Regau, anschließend empfängt Aurach Bad Ischl 1b. „Ein Derby ist immer ein besonderes Spiel – da kann alles passieren“, sagt Kunesch mit Blick auf das Gastspiel in Regau. Gegen Bad Ischl will man sich anschließend für die Niederlage im Herbst revanchieren.
Die Erwartungen für das Frühjahr bleiben dennoch bodenständig. „Wenn wir den Platz halten oder vielleicht noch ein oder zwei Plätze nach vorne rutschen, wären wir zufrieden mit der Saison“, erklärt Kunesch. Mit einer variablen Offensive, einem eingespielten Kader und frischem Selbstvertrauen aus der Hinrunde will der SV Aurach im Frühjahr jedenfalls wieder eine solide Rolle in der 2. Klasse Süd spielen.