Im Duell von ASKÖ Ebensee und SV JARAFLEX Aurach in der 2. Klasse Süd spricht Jörg Kiefer von einer intensiv geführten Partie auf tiefem, nassem Geläuf, in der seine Elf früh davonzog, vor der Pause aber zwei Gegentore kassierte und nach dem 3:3 erneut zulegte. Er betont: „Ausschlaggebend war, dass wir fußballerisch an diesem Tag einfach deutlich besser gespielt haben.“ Und zugleich: „Die Offensive nehme ich gerne mit, an der Defensive wollen wir arbeiten.“

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„Wir sind sehr gut in die Partie gestartet, haben etliche Torchancen herausgespielt, leider nicht alle genutzt und mussten kurz vor der Pause durch zwei Unachtsamkeiten zwei Gegentore hinnehmen“, ordnete Kiefer die erste Hälfte ein. Die Dynamik spiegelte sich auch auf der Anzeigetafel: Felix Urich (2., 89.) stellte früh die Weichen, Ögun Simsek (11., 60.) legte nach und Markus Schobesberger (25.) erhöhte auf 3:0. Ebensee meldete sich vor dem Halbzeitpfiff durch Raphael Steinkogler (41./3:1) und Slavko Pavlovic (44./3:2) zurück. Nach Wiederbeginn glich Steinkogler in Minute 54 zum 3:3 aus, ehe Simsek (60.) die erneute Führung herstellte. Elias Bachmaier (62.) erhöhte auf 5:3 – und Urich setzte in der 89. Minute den Schlusspunkt zum 6:3.
Auf die Frage, was nach dem 3:3 den Ausschlag gab, blieb der Trainer deutlich: „Ausschlaggebend war, dass wir an diesem Tag fußballerisch einfach deutlich besser gespielt haben.“ Das Momentum lag damit rasch wieder auf der Seite seiner Mannschaft. Standards hatten aus seiner Sicht keinen besonderen Einfluss: „Von unserer Seite gab es keine besonderen Höhepunkte.“ Für eine Einzel-Auszeichnung sah er keinen Anlass: „Es war eine Gesamtleistung der ganzen Mannschaft.“
Zur Atmosphäre sagte Kiefer: „Es war über 90 Minuten eine sehr intensiv geführte Partie von beiden Mannschaften. Der Platz war sehr tief und nass, also in keinem guten Zustand, und die Zuschauer wurden erst nach dem 3:3 richtig lautstark.“ Trotz der schwierigen Bedingungen unterstrich er, dass seine Mannschaft spielerische Lösungen fand. Auch der Referee bekam Anerkennung: „Meiner Meinung nach war der Schiedsrichter immer auf Ballhöhe und hat einen guten Job gemacht.“ Spät in der Partie, in der 89. Minute, sah Markus Hörmandinger von ASKÖ Ebensee die Gelb-Rote Karte. Die Mischung aus hoher Intensität, schwierigen Platzverhältnissen und einer aufdrehenden Kulisse nach dem 3:3 prägte das Geschehen merklich – ohne, dass Entscheidungen von außen in den Mittelpunkt rückten.
Sein Resümee fiel klar aus: „Die Offensive nehme ich gerne mit, an der Defensive wollen wir arbeiten.“ Nach einem Start mit vielen herausgespielten Möglichkeiten und einem erneuten Durchladen nach dem Ausgleich sieht der Trainer damit beides: Rückenwind für das Spiel nach vorn und konkrete Aufgaben im Abwehrverhalten. Die Betonung des Kollektives („Es war eine Gesamtleistung der ganzen Mannschaft.“) zieht sich durch seine Einordnung – getragen von der Überzeugung, „dass wir fußballerisch an diesem Tag einfach deutlich besser gespielt haben.“