Spielberichte

SV JARAFLEX Aurach, Trainer Jörg Kiefer: „Rote Karte gab uns Auftrieb“ – 3:2 in Timelkam

TSV Timelkam
SV Aurach

Für Jörg Kiefer stand nach dem Duell seines SV JARAFLEX Aurach beim TSV Timelkam in der 2. Klasse Süd vor allem die Reife seiner Mannschaft im Mittelpunkt. Das 3:2 bezeichnete er als gerecht, sprach von ausgeglichenem Ballbesitz und betonte die stetige Gefahr nach Standards. Zugleich rückte er den Umgang mit einer Hinausstellung in den Fokus – sie tat weh, verlieh seiner Elf aber, so Kiefer, sogar zusätzlichen Auftrieb.

Zweikampf zwischen Spielern in Rot und Weiß-Blau - Ball in der Luft

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Ausgeglichenes Spiel, klares Urteil

Nach Abpfiff fiel Kiefers Gesamtbilanz nüchtern und eindeutig aus. „Ja, das ist ein gerechtes Ergebnis“, hielt er fest – ein Satz, der die Ausgeglichenheit auf dem Platz widerspiegelte. Zur Chancenqualität präzisierte er: „Wir hatten fünf bis sechs gute Tormöglichkeiten und Timelkam hatte drei bis vier.“ Auch beim Spielanteil sah er keinen klaren Vorteil für eine Seite: Es war eher ausgeglichen. So zeichnete Kiefer das Bild eines duellbetonten Abends, in dem beide Mannschaften ihre Phasen hatten und das Geschehen nie völlig in eine Richtung kippte. Entscheidend war für ihn nicht nur die Anzahl der Offensivmomente, sondern deren Konsequenz in den Schlüsselszenen.

Standards prägen den Abend, frühe Führung und spätes Zittern

Ein zentrales Motiv aus Kiefers Beobachtungen waren die ruhenden Bälle: „Standardsituationen wurden von beiden Seiten sehr gut ausgeführt und stets gefährlich vor das Tor gebracht. Der TSV hatte einen Lattenschuss aus einem Freistoß und blieb bei Eckbällen immer gefährlich.“ Früh setzten die Gäste ein Ausrufezeichen: In Minute 6 brachte Halid Degirmenci Aurach in Führung und stellte auf 1:0. Timelkam fand aber schnell Antworten in der Offensive – in Minute 23 traf Felix Schuster zum 1:1, womit der Pausenstand hergestellt war. Nach dem Seitenwechsel suchte Aurach konsequent wieder den Weg nach vorne, und die Belohnung folgte: In Minute 67 sorgte Ögun Simsek für das 2:1, ehe 10 Minuten später Felix Urich in Minute 78 auf 3:1 erhöhte. Damit ergab sich eine Schlussphase, in der Timelkam alles nach vorne warf – mit Wirkung: In Minute 90 verkürzte Marc Reiter auf 3:2. Dass es in der Endphase noch einmal eng wurde, passte zum gesamten Abend, den Kiefer als offen, chancenreich und von ständigen Nadelstichen bei Standards geprägt erlebte. Genau diese Mischung aus Effizienz in den Momenten und Widerstandskraft in Druckphasen machte aus seiner Sicht den Unterschied.

Disziplin, Karten und der Blick nach vorn

Zur Spielleitung fand Kiefer klare Worte: „Der Schiedsrichter hat keinen entscheidenden Einfluss auf die Partie genommen und das Spiel gut im Griff gehabt.“ Die Debatte um strittige Szenen blieb damit kurz; wichtiger war ihm, wie sein Team auf die personelle Zäsur reagierte. Seine Mannschaft musste mit einer Hinausstellung umgehen – eine Situation, die erst schmerzte und dann Energien freisetzte. Mit Blick auf die nächsten Aufgaben verband er Anerkennung und Forderung: „Wir wollen an die letzten Heimspiele anknüpfen und müssen hoffen, dass die Verletzungen von diesem Wochenende ausheilen, und ein Spieler fehlt uns aufgrund der Gelb-Roten Karte.“ Die Leistung in Timelkam, mit ausgewogenem Ballbesitz, gefährlichen Standards und reifer Reaktion auf Widrigkeiten, dient als Messlatte. Entscheidend wird sein, die physische Verfassung rasch zu stabilisieren und die Sperre intern zu kompensieren.

2. Klasse Süd: Timelkam : SV Aurach - 2:3 (1:1)

  • 90
    Marc Reiter 2:3
  • 78
    Felix Urich 1:3
  • 67
    Ögun Simsek 1:2
  • 23
    Felix Schuster 1:1
  • 6
    Halid Binvelit Degirmenci 0:1