Zwischen Union Gschwandt 1b und ATSV Timelkam in der 2. Klasse Süd entwickelte sich ein offenes, intensives Duell – und eines, das beim Auswärtsteam reichlich Selbstvertrauen freilegte. Sektionsleiter Kustrim Dauti betonte nach einem frühen Rückschlag die schnelle Reaktion, die Effizienz vor dem Tor und den Zusammenhalt trotz Ausfällen. Er lobte die gelungenen Umstellungen in der Defensive ebenso wie den Spirit im gesamten Kader. Der Blick richtet sich bereits nach vorne auf Neukirchen bei Altmünster – mit breiter Brust und klarer Haltung.

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Timelkam lag früh 0:1 zurück: In der 2. Minute traf Stefan Tiefenthaler für Gschwandt zum 1:0. Die Antwort der Gäste kam mit Standardschärfe – Almir Mujanic glich in der 24. Minute per Freistoß zum 1:1 aus. Nur eine Minute später geriet Timelkam wieder in Rückstand: Bastian Grill stellte in der 25. Minute aus Sicht des ATSV auf 1:2; sein Schuss sei „gut geschossen, platziert ins lange Eck aus 16 Metern – auch ein schönes Tor“, so Dauti. Dann die Wende: Alexander Oberperfler drehte die Partie mit Treffern in der 28. Minute zum 2:2 und in der 34. Minute zum 3:2 – beide aus dem Spiel heraus – zum 3:2-Halbzeitstand. Für Dauti waren diese Momente sinnbildlich: Aus Chancen wurden Tore, und das Team blieb nach dem Fehlstart stabil.
Im Rückblick ordnete Dauti die Kräfteverhältnisse als eng, aber mit leichten Vorteilen für Timelkam ein: „Die Spielanteile waren etwa 60:40 für uns.“ Entscheidend war die Klarheit im Abschluss. Beide Teams erarbeiteten sich Möglichkeiten, Timelkam nutzte die Schlüsselszenen konsequenter – zwei Treffer fielen aus dem Spiel heraus, die Standards sorgten zusätzlich für Durchschlagskraft. In der 69. Minute setzte Mujanic mit seinem zweiten direkt verwandelten Freistoß den Schlusspunkt zum 4:2. Die Mischung aus Effizienz und Widerstandskraft hob Dauti mehrfach hervor.
Vor dem Spiel lag der Fokus klar auf Stabilität: „Wir wussten, dass Gschwandt offensiv stark ist, und wollten hinten richtig gut stehen.“ Kurzfristig musste Nico Lebersorger mit einer Rippenprellung passen, Umstellungen waren unumgänglich – und griffen. „Ilirjan Pepaj hat es in der Innenverteidigung zusammen mit Fabian Kadrijaj sehr, sehr gut gemacht. Ich bin stolz auf die Jungs.“ Respekt zollte Dauti auch dem Gegner: Einige Akteure hätten aus einer höheren Mannschaft mitgewirkt – „das ist legitim und völlig in Ordnung, ich würde es genauso machen.“
Trotz personeller Sorgen – vier Spieler fehlten verletzt – blieb das Kollektiv belastbar; die Kaderbreite sieht Dauti als Stärke und Ansporn im internen Wettbewerb: „Das macht es für den Trainer umso schwieriger, nächste Woche aufzustellen.“ In der Einzelbewertung ragten vor allem Mujanic mit zwei Freistößen und Oberperfler mit seinem Doppelpack heraus. Der Ausblick ist klar: „Jetzt heißt es, auf die nächste Woche konzentrieren. Neukirchen bei Altmünster ist spielerisch stark – wir müssen zeigen, was wir können und dagegenhalten.“