Nach dem packenden Duell in der 2. Klasse Süd zwischen FC ASKÖ Pinsdorf und Union Raika Regau ordnet der Regauer Trainer Robert Engl die Lage ein: kampfbetont, mit viel Präsenz seiner Mannschaft, aber auch mit Lehren aus einem 0:2 zur Pause und einem späten Ausgleich zum 3:3. Zwischen Anerkennung für den Gegner und klarer Selbstkritik dominiert vor allem eines: der Anspruch, schnell zu reagieren und im nächsten Spiel wieder voll zu punkten.

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Engl beschrieb den Verlauf nüchtern und ohne Ausflüchte: „Wir haben zwei individuelle Fehler gemacht und lagen 0:2 zurück. In der Halbzeit haben wir taktisch umgestellt, eine sehr gute Reaktion gezeigt und innerhalb kurzer Zeit auf 2:2 gestellt. Danach hatten wir Chancen auf das 3:2, kassierten aber aus einem Konter das 2:3 und haben dennoch weiter Druck gemacht – am Ende war der Ausgleich zum 3:3 verdient.“ Das deckte sich mit dem Spielverlauf: Für Pinsdorf traf Ivan Tokic in der 19. Minute zum 0:1, Amil Dizdarevic erhöhte in der 37. auf 0:2. Nach der Pause verkürzte Regau durch Calvin Kern (51.) auf 1:2 und glich durch Petar Cotic (60.) zum 2:2 aus. In der 73. Minute geriet Regau durch Daniel Topalovic wieder in Rückstand (2:3), ehe Andrija Andrijevic in der 88. das 3:3 fixierte.
Zur Balance zwischen Kontrolle und Gefahr sagte er: „Grundsätzlich hatte Union Regau die Kontrolle über das Spiel, dennoch war Pinsdorf ständig präsent und konnte aus Kontern gefährlich werden.“ Den Gegner würdigte er ausdrücklich: „Es war ein sehr kampfbetontes Spiel. Pinsdorf hat sehr gut gespielt, alles investiert, war ständig präsent, zweikampfstark und taktisch gut eingestellt – somit war das Unentschieden verdient.“
Auch der Rahmen passte aus seiner Sicht: „Es war ein faires Spiel ohne strittige Situationen." Auf individuelle Auszeichnungen verzichtete Engl bewusst: „Ich möchte keinen Namen herausheben – entscheidend war die starke kollektive Reaktion nach der Pause.“ Im Blick nach vorn will Regau das Remis aufarbeiten und im nächsten Spiel die geforderte Antwort geben – mit dem klaren Ziel, wieder voll zu punkten.