In der 2. Klasse Süd setzte sich der SV JARAFLEX Aurach am 21. Spieltag klar mit 6:2 gegen den SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst durch. Die Gäste führten früh, doch Aurach drehte die Partie noch vor der Pause und ließ sich auch von einer roten Karte nach der Halbzeit nicht stoppen. Trainer Jörg Kiefer sprach von einem verdienten Sieg, lobte die Reaktion nach dem Rückstand und die einfachen Mittel, mit denen seine Mannschaft immer wieder gefährlich wurde.

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels
Zell/Pettenfirst erwischte den besseren Start: In Minute 8 traf Simon Lechner zum 0:1. Aurach brauchte kurz, fand dann aber ins Spiel und legte eine energische Reaktion hin. Trainer Jörg Kiefer brachte es so auf den Punkt: "Nach dem 0:1 hat sich die Mannschaft von selbst aufgebäumt." Nur neun Minuten später glich Benedikt Urich zum 1:1 aus, und mit dem Schwung im Rücken stellte Daniel Thalhammer in der 20. Minute auf 2:1. Aurach blieb am Drücker, nutzte den Platz klug und suchte immer wieder den schnellen Seitenwechsel. "Entscheidend waren die hohen Diagonalbälle", erklärte Kiefer. Noch vor dem Pausenpfiff legten Ogün Simsek (29.) und Halid Binvelit Degirmenci (43.) nach – zur 4:1-Führung, die dem Spiel ein klares Gesicht gab und die Hausherren merklich befreite.
Nach dem Seitenwechsel schien alles auf Verwaltung des Vorsprungs hinauszulaufen, doch in der 63. Minute sah Aurachs Matthias Ebner die Rote Karte. Kiefer ordnete die Szene deutlich ein: "Für mich war die rote Karte ein wenig hart. Bei einem 4:1 weiß ich nicht, ob man da unbedingt Rot geben muss." Seine Elf ließ sich davon jedoch nicht beirren. Aurach stand geschlossen, suchte weiter den Weg nach vorne und blieb das aktivere Team. Ein unglückliches Eigentor von Roman Steinberger stellte in der 69. Minute auf 5:1, ehe Markus Schobesberger in der 80. Minute auf 6:1 erhöhte. Zell kam kurz vor Schluss durch Valentin Brand noch zum 6:2, gab, wie Kiefer betonte, "neunzig Minuten nicht auf" und präsentierte sich trotz des Rückstands als faire Mannschaft.
Der Aurach-Trainer zog nach dem Schlusspfiff eine klare Bilanz. "Wir waren über neunzig Minuten verdienter Sieger, trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Unterzahl", sagte Jörg Kiefer. Seine Hauptzutat für diesen Lauf klingt bodenständig: "Die größte Stärke liegt im Zusammenhalten." Auch zur Form seines Teams fand er deutliche Worte: "Wir haben jetzt sieben Spiele in Folge gewonnen, die Mannschaft ist intakt und selbstständig." Ein Blick auf die Zahlen untermauert das: Aurach steht in der Tabelle auf Rang drei mit 38 Punkten, während Zell/Pettenfirst mit 20 Zählern Elfter ist. Mit dem breiten 6:2 und dem gezeigten Selbstvertrauen im Rücken wirkt Aurach gefestigt und will den Schwung in die kommenden Aufgaben mitnehmen.