In der 2. Klasse Süd setzte sich der FC Altmünster im Derby beim SK Polar Neukirchen/A. mit 0:2 durch. Beide Treffer gingen auf das Konto von Mateo Mecir – einmal kurz vor der Pause, einmal im zweiten Durchgang. Für Obmann Horst Schusterbauer war es nach starker Anfangsphase und kompaktem Auftritt ein verdienter Sieg, der zugleich die Meisterschaft fixierte. Dazu passt sein Blick aufs Frühjahr: „Neun Spiele, neun Siege, 38:0 – ich glaube, das ist oberösterreichweit einzigartig. Wir hoffen, dass wir die letzten vier Spiele so fertig spielen.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Altmünster kam im Derby sofort auf Touren. Horst Schusterbauer schilderte die ersten Minuten ohne Umschweife: „Wir haben sehr stark begonnen und waren spielerisch in den ersten 15 bis 20 Minuten klar überlegen, hatten drei, vier hochkarätige Chancen, die wir leider nicht verwertet haben.“ Weil die Gäste sich in dieser Phase nicht belohnten, wurde es offener. „Dann war es eine Zeit lang ein offener Schlagabtausch“, so der Obmann. Kurz vor dem Pausenpfiff kippte die Partie jedoch in die Auswärtsrichtung: Nach einem Abwehrfehler der Neukirchener stellte Mateo Mecir in Minute 44 auf 0:1. Mit dieser Führung im Rücken ging es in die Kabinen – der wichtige Treffer war aus Sicht Altmünsters genau zum richtigen Zeitpunkt gefallen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es lange ein Duell auf Augenhöhe, doch Altmünster hatte die klareren Momente. „Zweite Halbzeit wieder eher ein offener Schlagabtausch, aber die effektiveren Chancen hatte der FC Altmünster“, ordnete Schusterbauer ein. Das zahlte sich in der Schlussphase aus: Erneut war es Mateo Mecir, der in Minute 77 auf 0:2 stellte und damit den Deckel draufmachte. „Das war das erlösende 2:0 und damit auch die Meisterschaft“, sagte der Obmann zufrieden. Den Grundstein sah er in Struktur und Stabilität seiner Truppe: „Unsere größte Stärke ist unser kompaktes Auftreten. Vor allem die ersten 20 Minuten waren wir spielerisch klar überlegen, und unsere sehr, sehr kompakte Defensive hat wie in den letzten Spielen nur minimale Möglichkeiten des Gegners zugelassen.“
Bei allem Jubel fand Schusterbauer respektvolle Worte für den Nachbarn. „Es war ein Ortsderby in Neukirchen, da war ein starkes Auftreten zu erwarten. Neukirchen war kompakt, kämpferisch und läuferisch absolut stark.“ Gerade deshalb freute ihn der Auftritt seiner Elf doppelt – und er blickte den Rivalen wohlwollend nach vorn: „Ich wünsche den Neukirchenern, dass sie mit diesem Auftreten den zweiten Tabellenrang fixieren und in die Relegation gehen.“ Auch zur Spielleitung hatte er eine klare Meinung: „Strittige Szenen gab es eigentlich überhaupt nicht. Die Schiedsrichterleistung war sehr gut und konsequent. Er hat gleich am Anfang bei härteren Fouls mit Gelb durchgegriffen und so die Härte aus der Partie genommen.“ Trotz Titel bleibt der Blick nach vorne nüchtern. „Verbesserungspotenzial gibt es immer. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken und nach klarer Überlegenheit die Motivation für jedes Spiel neu finden. Unsere große Stärke ist der breite Kader – verletzungsbedingte Ausfälle im Frühjahr mit drei bis vier Spielern konnten wir immer wieder wettmachen. Spielerisch gibt’s sicher noch Luft nach oben, aber das ist immer so.“ Mit neun Siegen aus neun Frühjahrsauftritten und 38:0 Toren im Rücken klingt das eher wie eine Ankündigung, dass Altmünster auch die letzten vier Runden konsequent zu Ende spielen will.