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Eigentor weggesteckt, Elfer genutzt: Gosau ringt Aurach ein 1:1 ab

ASKÖ Raika Gosau
SV Aurach

In der 2. Klasse Süd teilten sich der ASKÖ Raiffeisen Gosau und der SV JARAFLEX Aurach beim 1:1 die Punkte. Nach einem unglücklichen Eigentor der Gosauner war vor der Pause per Elfmeter wieder alles offen. Nach Seitenwechsel blieb es ein zähes Ringen ohne große Chancen. Gosau-Trainer Josip Lucic sprach anschließend von einem „gerechten Unentschieden“ und lobte Disziplin, Defensivarbeit und die Mentalität seiner stark ersatzgeschwächten Mannschaft.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Früher Rückschlag, vor der Pause die passende Antwort

Gosau erwischte den denkbar bitteren Start. Nach einem Eckball bugsierte Markus Egger den Ball in Minute 10 per Kopf ins eigene Tor – 0:1. Trainer Josip Lucic nahm seinen Spieler ausdrücklich in Schutz: „Das war ein unglückliches Eigentor nach einer Ecke. So etwas passiert, das ist Pech.“ Seine Elf ließ sich davon nicht beeindrucken, arbeitete sich zusehends besser ins Spiel und drückte auf den Ausgleich. Der kam kurz vor der Pause: In der 43. Minute traf Miroslav Grom per Elfmeter, den er selbst herausgeholt hatte. „Danach waren wir dran und sind verdient zum Ausgleich gekommen. Grom hat den Strafstoß selbst geholt und sicher verwandelt“, erklärte Lucic. Weil die Möglichkeiten bis dahin auf beiden Seiten verteilt blieben, ging es folgerichtig mit 1:1 in die Kabinen.

Nach der Pause wenig Risiko – Defensivreihen räumen ab

Mit Wiederbeginn wurde das Spiel enger, das Tempo blieb hoch, klare Abschlüsse aber Mangelware. „Die zweite Halbzeit war ein Mittelfeldspiel ohne große Torchancen“, fasste Lucic zusammen. Beide Teams ordneten der Absicherung alles andere unter. „Es war taktisch sehr gut, die Defensivreihen haben auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet“, sagte der Coach, der keinen klaren Vorteil erkennen wollte: „Keiner war näher am Sieg.“ Auch deshalb blieb es aus seiner Sicht beim korrekten Ergebnis: „Es ist ein gerechtes Unentschieden.“ Für den Gegner fand Lucic durchwegs anerkennende Worte: „Aurach ist immer sehr stark, kompakt, zweikampfstark und eine faire Mannschaft. Man sieht, dass sie hinten mit einem sehr guten Zweierblock spielen.“ Zum Rahmen passte ein unaufgeregtes Spiel: „Der Elfmeter war berechtigt, und der Schiedsrichter hatte von der ersten bis zur 90. Minute alles im Griff.“

Lucic lobt Disziplin, bemängelt fehlende Kreativität – Heimserie hält, Blick geht nach Pinsdorf

Gosau trat personell am Limit an, doch der Trainer war stolz auf seine Truppe. „Wir mussten viele Spieler abgeben, drei waren gesperrt, drei weitere nicht verfügbar. Wir haben heute wirklich mit dem letzten Kader gespielt“, erklärte Lucic. Umso mehr hob er die Basics hervor: „Mir hat die Defensivarbeit und die Einstellung sehr gut gefallen.“ Was zum Dreier fehlte, konnte er klar benennen: „In der Offensive hat uns die Kreativität gefehlt. Uns haben drei Stammspieler vorne gefehlt, da gehen Tempo und Ideen nach vorne ab.“ Ein dicker Pluspunkt aus Vereins-Sicht: „Hut ab vor jedem, der eingesprungen ist. Und: Wir sind jetzt ein Jahr zu Hause ungeschlagen. Das letzte Heimspiel haben wir im August verloren – seither nicht mehr.“ Für den Abschluss hat Gosau ein klares Ziel. „Wir wollen uns mit einem Dreier in Pinsdorf aus der Saison verabschieden“, so Lucic, der seiner Mannschaft nach dem letzten Auftritt eine verdiente Pause gönnen will.

2. Klasse Süd: Gosau : SV Aurach - 1:1 (1:1)

  • 43
    Miroslav Grom 1:1
  • 10
    Eigentor durch Markus Egger 0:1