Mit einem klaren 5:1-Heimsieg in der 2. Klasse Süd meldet sich der SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst eindrucksvoll zurück und lässt ASKÖ Ebensee keine echte Chance. Der Grundstein lag in einer furiosen Anfangsphase und einem 4:0 zur Pause, ehe es nach dem Seitenwechsel kurz wackelte und die Hausherren wieder anzogen. „Wir hatten Spaß am Spiel“, sagt der sportliche Leiter Jakob Kaltenbrunner – und spricht von einem runden Auftritt, der auch dem Abschied von Kapitän Sebastian Kaiser einen würdigen Rahmen gab.
Zell/Pettenfirst brauchte keine Anlaufzeit. Schon in Minute 1 zappelte der Ball nach Alexander Reisenbergers frühem Treffer zum 1:0 im Netz, sechs Minuten später legte Sebastian Kaiser das 2:0 nach. „Wir haben super ins Spiel gefunden, schnelle Tore erzielt und unsere Chancen genutzt“, fasst Jakob Kaltenbrunner den Auftakt zusammen. Die Gastgeber blieben am Drücker: Simon Lechner erhöhte in der 20. Minute auf 3:0, Tomislav Trupina stellte nur vier Minuten später auf 4:0 – der Pausenstand war früh zementiert. „Wir haben die erste Halbzeit souverän gespielt und von den ersten Minuten weg alles richtig gemacht“, so Kaltenbrunner über einen Abschnitt, in dem Zell das Spiel kontrollierte und hinten kaum etwas zuließ.
Nach der Pause durfte Ebensee durch Slavko Pavlovic zwar zum 4:1 (58.) verkürzen, doch wirklich aus der Ruhe brachte das die Heimelf nur kurz. „Wir haben uns kurz hängen lassen, schnell zurückgefunden und das Spiel souverän zu Ende gespielt“, ordnet Kaltenbrunner die Phase nach Wiederbeginn ein. In Minute 75 setzte Simon Lechner mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt zum 5:1. In der Analyse betont der sportliche Leiter vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit: „Der Zusammenhalt und der Teamgeist waren heute top – und es war ein souveräner Abschied für unseren Kapitän Sebastian Kaiser.“ Der Gegner bekam ebenfalls ein faires Lob ab: „Ebensee war nicht schlecht, aber wir waren gut eingestellt, hatten sie im Griff und haben wenig zugelassen.“
Neben dem Ergebnis blieb Kaltenbrunner vor allem die Kulisse in Erinnerung: „Für ein Spiel in einer der untersten Klassen waren extrem viele Zuschauer da, die Stimmung war sehr positiv.“ Auch der Unparteiische bekam gute Noten: „Der Schiri hat das Spiel sehr fair gepfiffen. Ein paar Karten hätte er mir zeigen können, aber alles war okay.“ Sportlich untermauert der Auftritt den Aufwärtstrend der Grün-Weißen: Zell hält nach der 26. Runde bei 26 Punkten und rangiert aktuell auf Platz 11, Ebensee bei 19 Zählern auf Rang 13. „Wichtig war, dass wir Lust zu spielen hatten“, sagt Kaltenbrunner – diesen Schwung wollen die Zeller mitnehmen.