In der 2. Klasse Süd kassierte Union Raika Regau in der 26. Runde bei ATSV Timelkam ein deutliches 1:5. Dabei führten die Gäste früh, ehe Alexander Oberperfler und Almir Mujanic das Spiel drehten. Trainer Robert Engl sprach von einer starken ersten Phase, dann aber fehlten Zugriff und Frische: „Nach der Pause war die Luft draußen.“ Entscheidend sei das 2:1 nach einem Abwehrfehler gewesen – Timelkam legte danach eiskalt nach.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Regau erwischte den besseren Start und belohnte sich früh. „Wir sind ziemlich gut in die Partie gestartet, haben das Spiel kontrolliert und sind hochverdient 1:0 in Führung gegangen“, hielt Robert Engl fest. In Minute 17 traf Juro Petrusic zur Gästeführung, kurz darauf bot sich sogar die große Chance aufs 2:0. „Die Riesenchance zum 2:0 haben wir leider nicht gemacht.“ Im Gegenzug kam Timelkam zurück: Alexander Oberperfler glich in der 38. Minute mit einem sehenswerten Abschluss zum 1:1 aus, mit diesem Stand ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie endgültig. „In der zweiten Halbzeit war Timelkam eindeutig besser“, sagte Engl. Das 2:1 in der 69. Minute – erneut durch Oberperfler – bezeichnete er als Knackpunkt: „Da passiert uns ein individueller Fehler in der Abwehr, und ab da ist das Spiel Richtung Timelkam gefallen.“ Nur eine Minute später legte Oberperfler das 3:1 nach und machte damit seinen Dreierpack perfekt. In der Schlussphase setzte Almir Mujanic mit Treffern in der 80. und 90. Minute noch zwei drauf – 5:1, ein klares Ergebnis.
Warum rutschte das Spiel so deutlich weg? Engl fand deutliche, aber faire Worte. „Grundsätzlich war in der zweiten Halbzeit ein bisschen die Luft draußen. Wir sind nicht mehr wirklich in die Zweikämpfe gekommen.“ Er führte das auch auf die Gemengelage zum Saisonende zurück: „Ich glaube, dass jeder schon mit dem Kopf in der Sommerpause war. Es wollte auch keiner mehr eine Verletzung riskieren.“ Dass die Mannschaft zuletzt dreimal gewonnen hatte, ändert für ihn nichts an der Einordnung: „Gefehlt hat uns grundsätzlich nichts. Unser Frühjahr war aber eher durchwachsen, damit müssen wir umgehen.“ Zum Gegner fand er anerkennende Töne: „ATSV Timelkam ist eine sehr gute Mannschaft mit vielen starken Einzelspielern. Und ihr Stürmer Alexander Oberperfler macht in so einer Partie einfach den Unterschied.“ Kritik am Unparteiischen gab es keine: „Aus meiner Sicht gab es keine strittigen Szenen, es ist sehr fair abgelaufen.“
Trotz der klaren Niederlage zog Engl ein positives Saisonfazit. „Mit 42 Punkten können wir durchaus zufrieden sein. Wir haben eine respektable Saison gespielt.“ Er betonte die Entwicklung der jungen Truppe: „Ich bin sehr stolz auf die Burschen. Wir haben gut gearbeitet und zwei Punkte mehr geholt als letzte Saison – unser Saisonziel ist erreicht.“ Ganz ohne Wehmut geht es aber nicht: „Schade ist, dass wir im Frühjahr nicht wirklich performt haben. Ich glaube, wir hätten heuer auch aufsteigen können.“ Der Blick geht nach vorne. „Wir haben einen sehr guten Kader beisammen und starten am 6. Juli in die Vorbereitung. Ich bin sehr positiv gestimmt, dass wir aus diesem kleinen Loch herauskommen und wieder Gas geben.“ Zum Schluss vergaß er die, die im Hintergrund arbeiten, nicht: „Ich möchte mich bei meiner Mannschaft, beim gesamten Trainerteam – vor allem bei Habring Hannes und Martin Kern, die heute das Traineramt bei den Juniors niedergelegt haben – und beim Vorstand, insbesondere bei Jürgen Paulik, der mich immer unterstützt, der Union Regau für das Vertrauen bedanken. Jetzt freuen wir uns auf die nächste Saison.“