In der 2. Klasse Süd hat die Union Raika Regau am Sonntagnachmittag gegen die ASKÖ Raika Gosau einen klaren 5:0-Heimsieg gefeiert. Trainer Robert Engl sah eine Partie, in der seine Mannschaft das Spiel früh in die Hand nahm, sich auch von einer zunächst tiefen Gäste-Defensive nicht aus dem Rhythmus bringen ließ und nach der Pause noch einmal deutlich zulegte. Entscheidend war für ihn vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung.

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Robert Engl setzte nach dem Schlusspfiff bei den ersten Minuten an, weil sie aus seiner Sicht den Ton für die gesamte Begegnung vorgaben. „Wir waren von der ersten Minute an sehr gut im Spiel“, sagte der Trainer, schob aber sofort nach, dass es anfangs nicht ganz einfach gewesen sei. ASKÖ Raika Gosau stand tief, machte die Räume eng und zwang die Hausherren zunächst dazu, geduldig zu bleiben. Genau das gelang dann aber immer besser. In der 16. Minute brachte Lukas Trieb seine Mannschaft mit 1:0 in Führung, und laut Engl war dieser Treffer verdient. Ganz folgenlos blieb die Phase danach aber nicht, denn der Regauer Coach erinnerte auch an eine wichtige Szene vor dem eigenen Tor: „Wir haben in einer Situation durch einen Superreflex unseres Tormanns das 1:0 halten können.“ Statt danach nachzulassen, blieb seine Mannschaft laut Engl aber am Drücker, erarbeitete sich weitere Möglichkeiten und legte noch vor der Pause nach. In der 41. Minute erhöhte Mark Babuljak auf 2:0, ein Treffer, der die Überlegenheit der Hausherren vor dem Seitenwechsel auch auf der Anzeigetafel klarer machte.
Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung ging es in die Kabinen, und auch dort beließ es Robert Engl nicht bei allgemeinen Worten. „Wir haben kurz analysiert und ein paar Sachen angepasst im Spiel“, sagte er. Was danach kam, gefiel ihm noch besser als die ersten 45 Minuten. Engl sprach ausdrücklich von einer „sehr, sehr guten zweiten Halbzeit“, in der seine Mannschaft nicht nur stabil blieb, sondern auch nach vorne weiter sauber und zielstrebig spielte. Schon in der 50. Minute stellte Calvin Kern auf 3:0 und sorgte damit früh für klare Verhältnisse. Dass Union Raika Regau sich mit diesem Zwischenstand nicht zufriedengab, zeigte die Schlussphase. Juro Petrusic traf in der 75. Minute zum 4:0, ehe Rade Dzajic in der 80. Minute den Endstand herstellte. Für Engl war das die logische Folge eines Auftritts, in dem seine Mannschaft spielerisch das aktivere Team war. „Von Beginn an war mir klar, dass wir diese Partie gewinnen werden. Wir waren von der ersten Minute weg die spielerisch dominante Mannschaft und haben somit auch verdient gewonnen“, sagte er. Dazu kam noch ein Satz, der die Sicht des Trainers auf den ganzen Nachmittag gut zusammenfasste: „Das 5:0 ist zwar deutlich, aber das Ergebnis hätte auch noch viel höher ausfallen können.“
Bemerkenswert war nach diesem klaren Heimsieg vor allem, dass Robert Engl keinen einzelnen Spieler in den Vordergrund rücken wollte. Für ihn lag der Schlüssel ganz eindeutig im Kollektiv. „Ausschlaggebend für den Sieg war einfach eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ich möchte da keinen Spieler direkt hervorheben“, sagte der Trainer. Er verband das gleich mit dem Hinweis, dass seine Mannschaft nicht nur offensiv gute Akzente gesetzt, sondern auch defensiv sehr sauber gearbeitet habe. Dass am Ende die Null stand, passte deshalb gut in sein Bild dieses Spiels. Noch breiter zog Engl den Bogen dann bei der Einordnung der aktuellen Lage. „Momentan ist unsere größte Stärke der Zusammenhalt vom gesamten Kader, inklusive dem neu formierten Trainerteam. Wir sind einfach eine geschlossene Einheit und bringen das momentan sehr gut auf den Platz“, erklärte er. Als Grundlage dafür nannte er auch die hohe Trainingsbeteiligung. Ganz ohne Kritik blieb der deutliche Sieg aber nicht. Engl sieht trotz des perfekten Starts weiter Arbeit im körperlichen Bereich, weil seine junge Mannschaft dort noch zulegen müsse. Gleichzeitig bremst er jede frühe Euphorie bewusst. „Wir bleiben sehr auf dem Boden, schauen von Woche zu Woche. Die Saison ist noch sehr jung, es ist noch absolut nichts erreicht“, sagte er. Auf die ASKÖ Gosau blickte er respektvoll, sprach von einem bemühten Gegner, der sich auf dem großen Platz nicht leicht getan habe. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er zufrieden: „Schiedsrichter Dimitrov hat eine sehr gute Leistung abgeliefert.“ Viel Zeit zum Zurücklehnen will sich der Trainer nach diesem 5:0 dennoch nicht gönnen, denn in den nächsten Wochen, so seine Einschätzung, warten sehr schwierige Aufgaben.