In der 2. Klasse Süd hat der ATSV Timelkam bei der ASKÖ Raiffeisen Gosau nach einem wilden ersten Durchgang klar mit 8:3 gewonnen. Zur Pause stand es 3:3, danach zog Timelkam aber sofort davon. Sektionsleiter Kustrim Dauti sah die Partie vor allem nach dem Seitenwechsel eindeutig: "Mit dem 4:3 und 5:3 war für Gosau Schluss. Da haben wir das Spiel selber entschieden."

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Für Timelkam begann der Abend genau so, wie man sich ein Auswärtsspiel wünscht. Schon in der 5. Minute brachte Almir Mujanic die Gäste mit 1:0 in Führung, nachdem Dauti von einem Fehler in der Gosauer Innenverteidigung sprach. Der Ausgleich fiel aber nicht viel später, und zwar durch einen Weitschuss, wie es der Sektionsleiter schilderte: "Im Gegenzug haben wir das 1:1 bekommen." Laut Spielbericht traf Lennart Geyer zum Ausgleich. Timelkam fing sich davon jedoch rasch, spielte laut Dauti "wirklich wieder gut Fußball" und legte durch Alexander Oberperfler in Minute 30 und Arnel Sabic in Minute 36 auf 3:1 nach. Gerade diese beiden Treffer gefielen ihm besonders, weil sie "wirklich wunderschön rausgespielt" gewesen seien. Bis dahin hatte Timelkam viel im Griff und war für Dauti in dieser Phase "klar überragend".
Dass die Partie trotzdem noch einmal komplett offen wurde, lag an den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel. Dauti redete dabei nicht um den heißen Brei, sondern sprach sehr direkt an, was ihn ärgerte: "Vor der Pause waren wir mit dem Kopf schon in der Kabine." Genau in dieser Phase kam Gosau noch einmal heran. Miroslav Grom verkürzte in der 40. Minute zunächst auf 2:3 und stellte dann in Minute 44 auch noch auf 3:3. Dauti räumte ein, dass die Verteidigung bei diesen Szenen "nicht gut ausgeschaut hat", betonte aber zugleich auch die Qualität des Gegners. Über Gosau sagte er: "Die sind kämpferisch, die laufen viel und haben im Mittelfeld gute Jungs." Gerade weil die Gastgeber nie aufgaben und ihre Chancen nützten, musste Timelkam zur Pause trotz der langen starken Phase wieder bei null beginnen.
Entscheidend war dann die Reaktion der Gäste nach der Pause. In der Kabine sei "an ein paar Schrauben gedreht" worden, erzählte Dauti, und auf dem Platz war diese Antwort sofort sichtbar. Wieder war es Mujanic, der in der 50. Minute das 4:3 erzielte. Dauti sprach hier von einem Freistoßtor, das seiner Mannschaft sofort wieder Sicherheit gab. Nur fünf Minuten später legte Mujanic auch noch das 5:3 nach, das der Sektionsleiter als Weitschuss "fast von der Mittellinie" beschrieb. Genau in diesem Doppelpack sah er den Knackpunkt des Abends: "Da habe ich gewusst: Jetzt lassen wir nichts mehr anbrennen." Und genau so lief es weiter. Alexander Oberperfler erhöhte in Minute 65 und in Minute 80 noch zweimal, ehe Adin Cavkusic in der 86. Minute den Schlusspunkt zum 8:3 setzte. Dauti sagte dazu schlicht: "Da war für Gosau dann Schluss. Da war nichts mehr zu holen."
So zufrieden Dauti mit dem klaren Sieg auch war, ganz ohne Mahnung wollte er den Sonntagnachmittag nicht stehen lassen. Gerade die Phase nach der 3:1-Führung sei ein Punkt, an dem der ATSV Timelkam weiter arbeiten müsse. "Auch wenn wir 1:0 oder 2:0 führen, müssen wir stabil weiterspielen", sagte er. Seine Mannschaft dürfe sich in solchen Momenten nicht zu locker fühlen, sondern müsse die 90 Minuten konsequent durchziehen. Umso positiver beurteilte er dann den zweiten Durchgang, weil Timelkam dort laut seiner Einschätzung "hinten nichts anbrennen" ließ und nach vorne richtig stark war. Auch personell war die Ausgangslage diesmal besser, was für ihn ein wichtiger Aspekt war: "Gott sei Dank waren wir diese Woche vollbesetzt." Entsprechend fiel sein Fazit deutlich aus: "Ich bin stolz auf die Jungs." Nach einem 8:3, das nach dem 3:3 zur Pause erst einmal erklärt werden musste, war das aus Timelkamer Sicht die passende Schlussnote.