Spielberichte

„Wir haben die Ballsicherheit ein wenig vermissen lassen“: SV Aurach lässt in Rüstorf Punkte liegen

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ATSV Rüstorf
SV Aurach

In der 2. Klasse Süd musste sich der SV JARAFLEX Aurach am Samstagnachmittag beim ATSV Rüstorf mit 0:2 geschlagen geben. Trainer Jörg Kiefer machte nach dem Auswärtsspiel keinen großen Bogen um die erste Saisonniederlage: Seine Mannschaft ließ laut eigener Einschätzung Ballsicherheit vermissen, kam mit dem kleinen Platz nicht gut zurecht und war in den entscheidenden Momenten nicht so giftig wie die Gastgeber.

Ein Hund steht hinter der Eckfahne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay


Hektischer Beginn, Aurach lässt die eigenen Chancen liegen

Die Partie begann genau so, wie es Kiefer später schilderte: unruhig, eng und ohne lange Anlaufzeit. „Es war eine sehr hektische Anfangsphase mit einer abseitsverdächtigen Angriffsaktion des Absteigers, wo es dann zu einem Foul unsererseits kam. Den fälligen Freistoß haben sie an die Latte geschossen“, sagte der Trainer. Danach hätte das Spiel nach seiner Wahrnehmung aber auch in eine andere Richtung laufen können, weil der bisherige Tabellenführer zu zwei sehr guten Möglichkeiten kam. „Anschließend hatten wir zwei große Chancen, haben es aber leider nicht geschafft, den Ball ins Tor zu bekommen.“ Statt einer eigenen Führung stand nach 23 Minuten das 0:1: Lukas Zobl brachte die Gastgeber voran. Kiefer erklärte die Szene aus Sicht seiner Elf so: „Wir haben den Ball auf der linken Verteidigungsschiene nicht wegbekommen. Der Ball ist zurückgekommen, dann kam die Flanke in unseren Strafraum, und der Spieler hat den Fuß hingehalten.“ Mit diesem Treffer ging Rüstorf auch mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Rüstorf war über 90 Minuten giftiger

Auch nach dem Seitenwechsel bekam Aurach laut seinem Trainer nicht jene Sicherheit ins Spiel, die es gebraucht hätte, um noch einmal richtig Druck zu machen. Kiefer machte vor allem zwei Punkte fest, die seiner Mannschaft zu schaffen machten. „Wir haben die Ballsicherheit ein wenig vermissen lassen und der kleine Platz ist uns nicht zugute gekommen“, sagte er. Dazu kam, dass Rüstorf aus seiner Sicht über die gesamte Spielzeit wacher und bissiger auftrat. „Der Gegner war giftig von der ersten bis zur 90. Minute“, meinte Kiefer über Rüstorf. Genau dieses Plus an Aggressivität war für ihn einer der Hauptgründe, warum Aurach nie wirklich in einen guten Rhythmus fand. In der 69. Minute legten die Gastgeber nach, als Fabian Svager auf 2:0 stellte. Auch diesen Treffer ordnete Kiefer sehr deutlich ein: „Beim 2:0 war es ein schönes Solo von ganz hinten vom letzten Mann von Rüstorf, das so nicht passieren darf. Da kam keiner unserer Spieler in den Zweikampf.“

Keine Ausreden nach den Roten Karten

In der Schlussphase wurde es dann noch zweimal personell eng. Zunächst sah Aurachs Christoph Riedl in der 71. Minute die Rote Karte, wenig später spielte aber auch Rüstorf nicht mehr vollzählig weiter, weil Julian Lehner in der 84. Minute ebenfalls ausgeschlossen wurde. Am Ergebnis änderte das nichts. Kiefer suchte nach dem Spiel keine Ausreden und bezog auch den Unparteiischen nicht in die Niederlage ein. „Über Szenen kann man immer diskutieren, das sieht jeder ein bisschen anders. Die Leistung von Schiedsrichter Fejziu war okay für uns, und der Referee kann auch nichts dafür, wenn wir das Tor nicht treffen beziehungsweise kein Tor machen“, sagte der Trainer. Seine Bilanz fiel entsprechend klar aus: „Der ATSV Rüstorf hat mehr gekämpft, war aggressiver und hat das Spiel letztendlich auch verdient gewonnen. Wir hatten keinen guten Tag.“ Und auf die Frage nach dem größten Unterschied zwischen beiden Mannschaften brachte er es noch kürzer auf den Punkt: „In der Aggressivität und den zwei Toren.“ Für den SV Aurach bleibt es damit bei neun Punkten aus vier Spielen, die Mannschaft bleibt aber trotz des Rückschlags in der Spitzengruppe der Tabelle.

2. Klasse Süd: Rüstorf : SV Aurach - 2:0 (1:0)

  • 69
    Fabian Svager 2:0
  • 23
    Lukas Zobl 1:0