In einem Derby der 2. Klasse Süd haben der ATSV Timelkam und der TSV Timelkam nach einer wilden Schlussphase 2:2 gespielt. Für TSV-Trainer Laszlo Major war der Punkt nach dem späten Ausgleich durch Nermin Jahic zwar noch wertvoll, mit dem Auftritt war er aber nur bedingt einverstanden. „Die ersten 20 Minuten haben überhaupt nicht gepasst“, sagte Major und verwies auf den zögerlichen Beginn seiner Mannschaft.

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Laszlo Major musste nach dem Derby zunächst über den Start seiner Mannschaft sprechen. Der TSV tat sich gegen den aggressiven Beginn der Gastgeber schwer und kam nach Aussage des Trainers überhaupt nicht in den eigenen Rhythmus. „Der ATSV hat ganz hoch geschoben und wir haben uns unser Spiel nicht getraut“, sagte Major. Nach 21 Minuten ging der ATSV durch Alexander Oberperfler mit 1:0 in Führung, zur Pause blieb es dabei. Auch nach dem Seitenwechsel lief es für den TSV zunächst nicht besser. Zwar musste der ATSV nach der Roten Karte gegen Oberperfler ab der 58. Minute in Unterzahl weitermachen, drei Minuten später erhöhte aber Qendrim Kabashi auf 2:0. Erst in der Schlussphase kippte das Derby noch einmal: Mark Major verkürzte in der 86. Minute, ehe Nermin Jahic in der 95. Minute doch noch das 2:2 fixierte.
Dass der TSV überhaupt noch zurückkam, wertete Major trotz aller Kritik als positiven Punkt. „Wenn du 2:0 hinten bist, denkst du: Heute kann das brennen. Und dann machst du noch zwei Tore und in der Schlussphase wirklich den Ausgleich. Das finde ich sehr positiv“, sagte der Trainer. Gleichzeitig legte er den Finger aber klar in die Wunde. Seine Mannschaft habe dem Gegner zu viel Raum gelassen und insgesamt zu wenig Aggressivität gezeigt. Vor allem mit Ball habe ihm vieles nicht gefallen. Major vermisste den flachen, schnellen Aufbau, Kombinationen in die Tiefe und das Hinterlaufen. Stattdessen sei der TSV aus seiner Sicht zu oft bei langen, hohen Bällen gelandet. „Das war nicht unsere Spielöffnung“, sagte er und machte damit deutlich, warum seine Mannschaft lange nicht ins Spiel fand.
Auch die Entstehung des ersten Gegentores störte den Coach sichtbar. Beim 0:1 habe seine Mannschaft bei einem Standard nicht sauber zugeordnet, ein ATSV-Spieler sei frei gewesen. „Das darf nicht passieren“, sagte Major. Diskussionen gab es aus seiner Sicht auch noch in der Nachspielzeit, als Ahmet Omerovic die Rote Karte sah. Der Trainer nannte diese Entscheidung „hart“, schob aber zugleich nach, dass sich der Spieler nicht so weit aufregen dürfe. Unter dem Strich wollte Major den Punkt deshalb annehmen, ohne das Derby schönzureden. Fußballerisch sei die Partie insgesamt „ein bisschen schwach“ gewesen, meinte er. In der Tabelle bleibt der TSV nach vier Runden damit bei sechs Punkten, der späte Ausgleich nimmt aus Sicht der Gäste aber zumindest etwas Schärfe aus einem Derby, in dem sie sich erst sehr spät steigern konnten.