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„Es hat nur der Dosenöffner gefehlt“ – ASKÖ Gosau bleibt geduldig und zieht gegen Bad Ischl 1b spät auf 3:0 davon

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ASKÖ Raika Gosau
SV Bad Ischl 1b

In der 2. Klasse Süd hat die ASKÖ Raiffeisen Gosau am Sonntagnachmittag einen klaren 3:0-Erfolg gegen den SV Bad Ischl 1b eingefahren und den ersten Saisonsieg gefeiert, auch wenn die Gastgeber lange auf die Belohnung warten mussten. Trainer Josip Lucic sprach nach dem Schlusspfiff von einer von Beginn an kontrollierten Partie und brachte den Knackpunkt auf eine einfache Formel: „Es hat nur der Dosenöffner gefehlt.“

Rasen mit weißer Markierungslinie

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels

Gosau bestimmt Spiel, zur Pause steht trotzdem ein 0:0

Genau dieses Bild zog sich laut Lucic durch den ganzen Nachmittag. Der bisherige Tabellenletzte hatte mehr vom Spiel, war die tonangebende Mannschaft und ließ schon in der ersten Halbzeit erkennen, in welche Richtung diese Partie gehen sollte. Nur im Ergebnis stand zur Pause noch ein 0:0, obwohl der Trainer in den ersten 45 Minuten bereits „genügend Chancen“ gesehen hatte, „um in Führung zu gehen“. Dass seine Mannschaft dabei nicht die Geduld verlor, gefiel ihm besonders. „Wir müssen geduldig sein“, habe er den Spielern in der Halbzeit mitgegeben, erzählte Lucic. Für ihn war klar, dass weitere Möglichkeiten kommen würden, wenn Gosau die Linie beibehält und weiter so aktiv bleibt. Deshalb bezeichnete er den Sieg nach dem Schlusspfiff auch als „hochverdient“ und in dieser Höhe als absolut klar.


Wallner mit dem Dosenöffner

Der Treffer, auf den Gosau so lange gewartet hatte, fiel dann erst in der 79. Minute. Nach einem Eckball von Bernard Majic brachte Kapitän Lorenz Wallner die Hausherren mit 1:0 in Führung. Lucic hob diese Szene ausdrücklich hervor und nannte den Standard „sehr gut getreten“, ehe Wallner „mit einem sehr sehenswerten Kopfball“ vollendete. Für den Trainer war das nicht nur der verdiente Lohn für die Spielanteile, sondern auch jener Moment, der die Partie endgültig in Gosauer Richtung kippen ließ. „Danach war die Partie natürlich entschieden“, sagte Lucic, weil seine Mannschaft zuvor schon das ganze Spiel über Chancen kreiert hatte und nur noch dieses erste Tor brauchte, um die Überlegenheit auch auf die Anzeigetafel zu bringen. Dass ausgerechnet der Kapitän traf, passte für ihn zusätzlich ins Bild, weil er sich diesen Treffer „sehr, sehr verdient“ habe.

Grom legt nach und erreicht eine besondere Marke

Dass Gosau den Vorsprung in der Schlussphase noch deutlich ausbaute, passte deshalb ins Gesamtbild dieser Begegnung. In der 88. Minute erhöhte Miroslav Grom auf 2:0, in der Nachspielzeit stellte abermals Grom mit seinem zweiten Treffer den 3:0-Endstand her. Lucic sprach von einer „sehr, sehr guten Mannschaftsleistung“, betonte aber auch die Qualität jener Spieler, die in solchen Phasen den Unterschied machen. Vor allem Grom stellte er heraus: „Absoluter Man of the Match mit seinen zwei Toren, ein Vollblutstürmer.“ Dazu kam eine Marke, die selbst im Unterhaus Seltenheitswert hat. Der Angreifer erzielte für Gosau sein 400. Ligator, wofür ihm der Trainer „im Sinne der ganzen Mannschaft und vom Verein“ ausdrücklich gratulierte. Lucic nannte diese Zahl „eine beachtliche Leistung“ und hielt fest, dass man sich als Verein glücklich schätzen könne, einen solchen Spieler im Kader zu haben.

Kontrolle in beiden Richtungen und Lob für Gegner

Lucic blieb in seiner Einordnung aber nicht bei den Torschützen stehen. Er verwies darauf, dass die ASKÖ Gosau in der vergangenen Woche viel am Offensivspiel und an der Kreativität gearbeitet habe, und sah dafür diesmal klare Fortschritte. Ebenso wichtig war für ihn das kollektive Verteidigen. „Das neue Schlusslicht hatte nur eine Riesenchance, das war in der 89. Minute. Ansonsten haben wir das Spiel kontrolliert“, sagte der Trainer. Auch Lorenz Wallner und Bernard Majic im Mittelfeld lobte er, weil beide „90 Minuten lang einfach das Spiel dirigiert haben“. Den Gästen stellte Lucic trotz der Niederlage ein ordentliches Zeugnis aus, nannte den SV Bad Ischl 1b „eine sehr junge, talentierte Mannschaft“ und bescheinigte ihr eine gute Einstellung. Zudem sprach er von einem fair geführten Spiel, in dem auch das Schiedsrichterteam „die Partie 90 Minuten im Griff“ gehabt habe. Gerade weil Gosau derzeit personell nicht aus dem Vollen schöpfen kann und Lucic mehrere angeschlagene oder verletzte Spieler erwähnte, hat der erste Saisonsieg für die Gastgeber ein besonderes Gewicht.

2. Klasse Süd: Gosau : Bad Ischl 1b - 3:0 (0:0)

  • 92
    Miroslav Grom 3:0
  • 88
    Miroslav Grom 2:0
  • 79
    Lorenz Wallner 1:0