In der 2. Klasse Süd hat der SV JARAFLEX Aurach am Freitagabend gegen die ASKÖ Ohlsdorf Juniors einen 0:1-Rückstand in einen 4:2-Heimsieg gedreht. Für Trainer Jörg Kiefer lag der Knackpunkt klar in den Minuten vor der Pause, als seine Mannschaft mit einem Doppelschlag auf 3:1 stellte. Aurach musste gegen starke Gäste hart arbeiten, brachte den Sieg am Ende aber laut Kiefer „aufgrund der kämpferischen Leistung“ verdient über die Zeit.

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Aurach musste sich in diese Partie erst hineinbeißen. Kiefer sagte offen: „Wir waren überrascht, wie technisch gut und kampfstark Ohlsdorf in die Partie gestartet ist.“ Obwohl die Gastgeber zu Beginn selbst Chancen hatten, tat sich Aurach gegen die sauberen und bissigen Gäste schwer. In der 25. Minute brachte David Tokic die Juniors mit 1:0 nach vorne. Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten, denn David Wienerroither stellte in der 29. Minute auf 1:1. Genau dieser Ausgleich war für Kiefer ein Schlüssel: „Ganz wichtig war das 1:1, das schön herausgespielt war.“ Noch wichtiger wurde dann die Schlussphase vor der Pause. Benedikt Urich drehte das Spiel in der 41. Minute, ehe Ogün Simsek in der 44. Minute auf 3:1 erhöhte. Für den Aurach-Coach war genau da der Moment gekommen, in dem die Partie kippte: „Nach dem Doppelschlag vor der Pause ist es gekippt.“ Und auch das 2:1 habe den Gästen, wie Kiefer meinte, „sehr zu denken gegeben.“
Mit der Führung im Rücken war für Aurach nach dem Seitenwechsel vor allem eines wichtig: nicht sofort wieder ins Wanken zu geraten. „Wir wussten, es wird wichtig werden, nach der Pause nicht gleich ein Gegentor zu bekommen“, sagte Kiefer. Genau das gelang seiner Mannschaft. Die ersten 15 bis 20 Minuten überstand Aurach gut und war laut Trainer in dieser Phase sogar spielbestimmend. Trotzdem blieb das Spiel offen, weil die Ohlsdorfer immer wieder „Nadelstiche setzen“ konnten, wie Kiefer es formulierte. In der 69. Minute kam der Gegner durch David Wolfsgruber auf 2:3 heran, nachdem Aurach aus Sicht des Trainers „aus einer blöden Aktion“ den Anschluss hinnehmen musste. Die Partie war damit noch einmal eng, doch Aurach fand die passende Antwort. Felix Urich stellte in der 79. Minute auf 4:2 und sorgte damit wieder für klarere Verhältnisse. Dass der Sieg nicht noch deutlicher ausfiel, störte Kiefer dennoch ein wenig, weil seine Mannschaft „leider auch in der zweiten Halbzeit zu viele Chancen liegen gelassen“ habe.
Unter dem Strich zog der Trainer ein positives Fazit, ohne die Leistung des Gegners kleinzureden. „Am Ende war der Sieg aufgrund der kämpferischen Leistung verdient“, sagte Kiefer, der die Ohlsdorfer insgesamt sehr hoch einstufte. Der Gegner sei „technisch sehr gut ausgestattet, kämpferisch und läuferisch sehr stark“ gewesen und für ihn „sicher eine der besten Mannschaften in dieser Liga“. Dass der SV Aurach dieses Spiel trotzdem für sich entschied, führte er vor allem auf das Kollektiv zurück. „In der mannschaftlichen Geschlossenheit. Jeder ist für jeden gelaufen, so wie wir uns das eigentlich vorstellen“, sagte Kiefer. Ganz zufrieden war er aber nicht. Vor allem bei Standards gegen seine Mannschaft sieht er weiter Arbeit: „Da sind wir zu inaktiv, wenn der Ball freigegeben wird.“ Auch für die Leistung des Unparteiischen fand er klare Worte und sprach von einer „ausgezeichneten“ und „souveränen Spielleitung“. Nach dem 4:2 hält Aurach damit bei zwölf Punkten aus sechs Spielen und bleibt in der Spitzengruppe dabei.