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„Wir sind ruhig geblieben und haben auf unsere Chancen gewartet“ – SK Neukirchen/Altmünster macht aus 1:0 klaren Heimsieg

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SK Polar Neukirchen/A.
ASKÖ Ebensee

In der 2. Klasse Süd hat der SK Polar Neukirchen/Altmünster gegen die ASKÖ Ebensee einen 3:0-Heimsieg gefeiert und damit die Tabellenführung nach der sechsten Runde abgesichert. Neo-Trainer Ismir Jamakovic führte den Erfolg vor allem auf die Ruhe seiner Mannschaft gegen das hohe Pressing des Gegners und auf eine erneut starke Defensivarbeit zurück. Nach dem 1:0 zur Pause legten die Gastgeber im zweiten Durchgang mit zwei weiteren Treffern nach.

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

Foto von RF._.studio _ bei Pexels

Neukirchen findet nach kurzen Anpassungen ins Spiel

Ganz problemlos begann die Partie aus Sicht der Gastgeber nicht. Jamakovic schilderte, dass seine Mannschaft zunächst auf einen Gegner traf, der sehr hoch presste und sehr robust auftrat. „Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um uns anzupassen, sind aber trotzdem unserer Linie treu geblieben“, sagte der Trainer. Genau das sei für ihn früh ein wichtiger Punkt gewesen, weil Neukirchen nicht hektisch wurde, sondern weiter versuchte, das Spiel von hinten flach aufzubauen und die eigenen Stärken auszuspielen. In der 22. Minute wurde dieser Zugang belohnt, als Philip Feichtinger das 1:0 erzielte. Auch danach blieb Neukirchen laut Jamakovic die aktivere Mannschaft, weil sich durch das offensive Anlaufen von Ebensee immer wieder Räume öffneten. Der Trainer sprach von „vier bis fünf Top-Gelegenheiten“ in der ersten Halbzeit, die allerdings ungenutzt blieben. Ebensee setzte im Mittelfeld zwar immer wieder gute Aktionen, kam nach seiner Einschätzung aber nicht zu Abschlüssen. Gefahr entstand vor allem bei Eckbällen, die sauber getreten waren und für Aufmerksamkeit sorgten.


Nach der Pause bleibt Gastgeber geduldig

Am Spielbild änderte sich nach dem Seitenwechsel nach Aussage des Trainers nicht viel. Ebensee blieb unangenehm, Neukirchen aber ruhig. „Wir sind ruhig geblieben und haben auf unsere Chancen gewartet, die wir absolut hatten“, erklärte Jamakovic. Diese Geduld zahlte sich in der 65. Minute aus, als Noel Bajnok auf 2:0 stellte. Der Trainer beschrieb die Szene ähnlich wie beim ersten Treffer: Wieder konnte Neukirchen das offensive Verhalten des Gegners ausnutzen, wieder kam ein schneller Offensivspieler in die Tiefe, wieder fiel die Entscheidung vor dem Tormann. Bereits beim 1:0 sei Feichtinger am Tormann vorbeigelaufen und habe ins leere Tor abgeschlossen, beim zweiten Tor habe Bajnok die Situation fast identisch gelöst. Damit war das Spiel noch nicht endgültig entschieden, aber der Gastgeber hatte nun deutlich mehr Kontrolle. In der 88. Minute sorgte Kilian Leidinger schließlich für klare Verhältnisse. Besonders freute Jamakovic dabei, dass junge Spieler, die er in der zweiten Halbzeit brachte, die Aktion über die rechte Seite einleiteten und der Angriff am Ende sauber zu Ende gespielt wurde.

Die Null steht als Schlüssel zum starken Start

Dass Neukirchen nach sechs Runden ganz vorne steht, führt der Trainer nicht nur auf die drei Tore gegen Ebensee zurück. Für Jamakovic war diesmal kein einzelner Moment der große Wendepunkt, sondern die Art, wie seine Mannschaft geschlossen verteidigte. „Wichtig war für mich, dass meine Mannschaft mental stark bleibt, hinten zusammenhält und als Kollektiv wirklich versucht, das Tor zu verteidigen“, sagte er. Genau das habe seine Elf „exzellent“ umgesetzt. Vor allem die defensive Arbeit sei für ihn seit Wochen der Schlüssel. „Tormann und die Viererkette machen aktuell einen guten Job“, meinte Jamakovic, der ausdrücklich die gesamte Defensivarbeit hervorhob. Gleichzeitig stellte er klar, dass der Gegner alles andere als harmlos war. Ebensee habe spielerische Akzente gesetzt, verfüge über individuell starke Spieler und sei mit seiner Körperlichkeit „ein sehr unangenehmer Gegner“. Einen Kritikpunkt sprach der Neukirchen-Coach dennoch an: Aus seiner Sicht erwischte der Schiedsrichter „nicht seinen allerbesten Tag“. Jamakovic sprach von zwei nicht gegebenen Elfmetern und mehreren Entscheidungen gegen seine Mannschaft, ohne dass das den verdienten Heimsieg am Ende noch gefährdete.

Von Spiel zu Spiel weiterarbeiten

Mit 16 Punkten aus sechs Spielen bleibt der SK Neukirchen damit an der Spitze der Tabelle, doch im Ton des neuen Trainers war nach dem Schlusspfiff keine große Selbstzufriedenheit zu hören. Jamakovic richtete den Blick vielmehr auf den Weg, den seine Mannschaft seit dem Sommer eingeschlagen hat. „Wir versuchen, von Spiel zu Spiel zu denken, unsere Ideen umzusetzen und den Zusammenhalt zu erhöhen“, sagte er. Viel Arbeit liege noch vor der Mannschaft, aber ebenso klar ist für ihn nach diesem 3:0, dass die Richtung stimmt. „Wir sind auf einem guten Weg“, betonte der Trainer. Ein Auftritt wie jener gegen die ASKÖ Ebensee, bei dem Neukirchen auch gegen aggressives Pressing ruhig blieb, die offenen Räume nutzte und hinten kaum etwas zuließ, gibt dafür natürlich zusätzliches Vertrauen.

2. Klasse Süd: Neukirchen/A. : ASKÖ Ebensee - 3:0 (1:0)

  • 88
    Kilian Leidinger 3:0
  • 65
    Noel Bajnok 2:0
  • 22
    Philip Feichtinger 1:0