In der 2. Klasse Süd hat SPG Grünau/Pettenbach 1b am Samstag Union Raika Regau mit 2:1 geschlagen und damit in Runde zehn ein starkes Zeichen gesetzt. Trainer Patrick Bammer sah von Beginn an eine wache, laufstarke und gut vorbereitete Mannschaft. Für ihn war vor allem das frühe 1:0 entscheidend, weil seine Elf sofort ins Spiel fand und den Gegner unter Druck hielt.

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Aus Sicht von Bammer war der Charakter dieser Partie schon in den ersten Minuten zu erkennen. Bereits in der 5. Minute brachte Julian Nagl die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und genau dieser Treffer war für den Trainer der erste wichtige Baustein. „Das schnelle 1:0 war sicherlich wichtig“, sagte Bammer nach dem Spiel. „Wir waren gierig, bissig, gallig.“ Er habe von Anfang an gesehen, dass seine Spieler genau das auf den Platz brachten, was man sich in der Vorbereitung vorgenommen hatte. Grünau/Pettenbach setzte Regau früh unter Druck, war präsent in den Zweikämpfen und hatte nach dem Führungstor weitere gute Möglichkeiten. Bammer meinte sogar, dass seine Mannschaft im Laufe der ersten Halbzeit noch mehr aus ihren Chancen hätte machen können. Umso zufriedener war er damit, dass die Gäste vor der Pause aus seiner Sicht kaum ins Spiel kamen. „Ich konnte keine einzige Torchance von Regau in der ersten Halbzeit erkennen“, sagte der Trainer.
Wichtig war für die SPG dann, dass sie nach dem Seitenwechsel nicht nachließ, sondern sofort wieder anschob. Schon in der 49. Minute erhöhte Florian Fekete auf 2:0, und damit blieb Grünau/Pettenbach klar auf Linie. Bammer schilderte den ersten Treffer als Ergebnis eines guten Zusammenspiels mit einer langen Flanke in den Strafraum, an deren Ende sich ein Spieler am Fünfer per Kopf aus kurzer Distanz durchsetzte. Das zweite Tor fiel nach seiner Beschreibung ebenfalls per Kopfball, diesmal nach einem Eckball. Auch danach hatte der Trainer nicht das Gefühl, dass seine Mannschaft die Kontrolle verlieren würde. Regau kam erst tief in der Nachspielzeit noch einmal heran, als Elias Feichtinger in der 92. Minute auf 1:2 stellte. Für Bammer änderte dieser späte Treffer aber nichts mehr an seinem Gesamteindruck. „Wir waren Regau das ganze Spiel überlegen“, sagte er und sprach beim Gegentor von einem „schmeichelhaften Tor“ für die Gäste.
In seiner Analyse ging Bammer dann auch auf die Entwicklung seiner Mannschaft ein und machte deutlich, warum ihm dieser Sieg mehr bedeutet als nur das Ergebnis. „Wir sind läuferisch, kämpferisch jetzt wieder dort, wo wir hinmüssen“, sagte er und verwies darauf, dass diese Richtung schon zuletzt gegen Neukirchen zu sehen gewesen sei. Der Trainer sieht einen großen Vorteil im breiten Kader mit vielen jungen Spielern. Jeder wolle sich zeigen, jeder wolle spielen, und auch jene Akteure, die von der Bank kommen, würden unbedingt Druck machen. „Die Jungen wollen spielen, die wollen arbeiten, die wollen sich verbessern, und das sieht man“, sagte Bammer. Über Regau sagte er, dass die Gäste technisch eine gute Mannschaft seien, diesmal aber nicht ihren besten Tag erwischt hätten. Vielleicht habe der Gegner Grünau/Pettenbach nach den zuvor nicht guten Spielen sogar etwas unterschätzt. Ein Sonderlob verteilte Bammer noch an den Unparteiischen. „Ich habe keinen einzigen Fehler gesehen“, sagte er. Das Spiel sei fair geleitet worden. Für den Trainer war der Auftritt seiner Mannschaft damit in vielerlei Hinsicht eine Bestätigung, dass der Weg mit viel Laufbereitschaft, Biss und Konkurrenzkampf im Kader im Moment der richtige ist.