In der 2. Klasse Süd hat der SV JARAFLEX Aurach gegen die Union Gschwandt 1b einen klaren 5:0-Auswärtssieg eingefahren und dabei schon früh die Richtung vorgegeben. Trainer Jörg Kiefer sah seine Mannschaft "sehr gut in die Partie" starten, vorne schnell und giftig auftreten und auch die Unterzahl nach der Pause ohne sichtbaren Bruch wegstecken. Entscheidend waren für ihn Kompaktheit, Geschlossenheit und die Kontrolle im Mittelfeld.

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Aurach machte von Beginn an klar, in welche Richtung dieser Nachmittag gehen sollte. Kiefer beschrieb den Start als "sehr gut" und meinte, seine Mannschaft sei vorne "schnell und giftig" gewesen. Schon in der 4. Minute stand es 0:1, als Christian Weissmann nach einer Ecke ins eigene Tor traf. Das passte zum Auftakt der Gäste, die früh Druck machten und sich laut ihrem Trainer rasch belohnten. Nach 14 Minuten legte Christoph Riedl per Elfmeter das 0:2 nach, wobei Kiefer ausdrücklich von einem "gerechtfertigten Handelfmeter" sprach. Aurach blieb danach das aktivere Team, kreierte viele Chancen, ließ zwar auch einiges liegen, setzte aber immer wieder nach. Kurz vor der Pause stellte Ogün Simsek auf 0:3, und genau da war für Kiefer der Punkt erreicht, an dem das Spiel klar in die eigene Richtung kippte: "Mit dem 3:0 wussten wir, dass wir gut unterwegs sind."
Dass Gschwandt nach dem Seitenwechsel noch einmal Druck machen würde, hatte Aurach erwartet. "Wir wussten, dass sie es noch einmal probieren werden nach der Halbzeit, uns unter Druck zu setzen", sagte Kiefer. Gerade deshalb maß er der Phase nach Wiederbeginn große Bedeutung bei. Mitten in diese Drangperiode hinein fiel in der 59. Minute das 0:4 durch Alexander Mayr. Kiefer hob dieses Tor besonders hervor und nannte es "wunderschön herausgespielt", dazu freute er sich, dass "unsere Nachwuchssturmhoffnung" wieder getroffen habe. Zwei Minuten später sah Mario Spitzbart die Rote Karte, Aurach musste also lange in Unterzahl weiterspielen. Der Trainer empfand die Entscheidung als "sehr hart", betonte aber zugleich: "Der Schiedsrichter hatte die Partie 90 Minuten sehr gut im Griff." Einen Bruch im Spiel der Gäste gab es trotzdem nicht. Aus Kiefers Sicht fiel kaum auf, dass seine Mannschaft einen Mann weniger hatte, ehe Benedikt Urich in der 85. Minute noch das 0:5 nachlegte.
Der Auracher Trainer erklärte den klaren Erfolg nicht nur über die fünf Tore, sondern vor allem über die Art, wie seine Mannschaft auftrat. "Die größte Stärke lag in der Kompaktheit und der Geschlossenheit, im Miteinander", sagte Kiefer. Auch seine Einschätzung des Gegners fiel trotz des deutlichen Ergebnisses respektvoll aus. Gschwandt sei "sehr stark", körperlich präsent und "mit einiger Routine ausgestattet" gewesen. Gerade deshalb hob Kiefer hervor, dass seine Elf den Gegner "übers Mittelfeld ständig kontrollieren" und im Griff behalten habe. Selbst die Phase in Überzahl konnte der Heimelf aus seiner Sicht keinen entscheidenden Schub geben, weil Aurach konzentriert blieb und weiter sein Spiel durchzog. Dazu kam für Kiefer eine insgesamt sehr ordentliche Leitung des Unparteiischen: Es habe zwar viele Karten gegeben, "die meisten auch zurecht", und die Leistung sei "eine der besten in dieser Saison" gewesen.
Der klare Auswärtssieg bringt den SV Aurach in der Tabelle auf 21 Punkte nach elf Spielen, damit bleibt die Mannschaft in der Spitzengruppe auf Rang vier. Für Kiefer war nach den 90 Minuten vor allem wichtig, dass seine Elf über weite Strecken geschlossen und stabil wirkte und selbst die Unterzahl keine Unsicherheit auslöste. Entsprechend selbstbewusst fiel auch sein Ausblick aus: "Wenn wir weiterhin so auftreten, müssen wir keine Mannschaft fürchten." Nach einem 5:0 wie in Gschwandt ist das keine leere Floskel, sondern die direkte Folge eines Auftritts, den der Trainer als "über 90 Minuten komplett verdienten Auswärtssieg" einordnete.