In der 2. Klasse Süd hat Union Raika Regau gegen SV Bad Ischl 1b nach einer wechselhaften Partie ein 2:2 mitgenommen. Die Gastgeber führten zur Pause, legten nach dem Ausgleich noch einmal vor und hatten danach ihre beste Phase. Trainer Robert Engl sprach von einer klaren Leistungssteigerung, ärgerte sich aber darüber, dass Regau das dritte Tor nicht nachlegte, und sprach zugleich die Diskussion um 1b-Mannschaften deutlich an.

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Robert Engl war vor allem mit dem Einstieg seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben sehr gut begonnen in der ersten Halbzeit und sind hochverdient 1:0 in Führung gegangen“, sagte der Regau-Trainer nach dem Spiel. Diese Phase bekam in der 37. Minute auch den passenden Ertrag, als Mark Babuljak die Führung für die Gastgeber erzielte. Mit dem 1:0 ging Regau verdient in die Pause, doch nach dem Seitenwechsel änderte sich der Rhythmus der Partie rasch. „Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir zwei richtig gute Torchancen zugelassen“, erklärte Engl. Aus genau dieser Phase entstand in der 53. Minute auch das 1:1 durch David Födinger. Regau ließ sich davon aber nicht aus der Bahn bringen, blieb im Spiel und ging in der 60. Minute durch Lukas Trieb neuerlich in Führung. Dass es trotzdem nicht zum Heimsieg reichte, lag an der Schlussphase der Gäste: In der 75. Minute traf Kilian Eisl zum 2:2, bei einem Treffer, den Engl als „wunderschönen Schuss“ einordnete.
Gerade die Phase nach dem Ausgleich war aus Sicht von Engl jene, in der seine Mannschaft das Spiel auf ihre Seite hätte ziehen können. „Zwischen der 50. und 80. Minute haben wir sehr guten Fußball gespielt“, sagte er, und tatsächlich entwickelte Regau in diesem Abschnitt den größten Druck. Zunächst drängten die Hausherren auf das 2:1, das dann durch Lukas Trieb auch fiel. Danach bot sich sogar die Chance, die Partie endgültig in die gewünschte Richtung zu lenken. „Da haben wir einige hundertprozentige Chancen liegen lassen. Leider haben wir da nicht das nötige Glück und vielleicht auch nicht das nötige Können gehabt, dass wir das 3:1 machen“, meinte Engl. Viel kürzer ließ sich seine Antwort auf die Frage, was am Ende gefehlt habe, ohnehin nicht fassen: „Die Tore.“ Trotz des verpassten Sieges wollte der Regauer Trainer das Ergebnis aber nicht verbissen beurteilen. „Wir waren über weite Phasen die stärkere Mannschaft, aber Ischl hat es am heutigen Tag sehr gut gemacht. Unterm Strich geht das 2:2 in Ordnung.“
Neben dem sportlichen Verlauf sprach Engl im Anschluss auch das Thema 1 b Mannschaften an. Zunächst stellte er klar, dass Regau gegen eine „sehr gute junge Ischler Truppe“ gespielt habe. Gleichzeitig verwies er darauf, dass bei Bad Ischl mehrere Spieler aus dem Oberösterreichliga-Kader im Einsatz standen. „Es war alles regelkonform, aber das spiegelt den Tabellenplatz nicht wider“, sagte Engl und verband das mit grundsätzlicher Kritik an der Situation rund um 1b-Mannschaften. Seine Sicht war deutlich: Wenn man die Kader über die Saison vergleiche, werde die Sache schwierig. Der heutige Kader von Bad Ischl 1 b ist sportlich für die 2. Klasse Süd hervorragend. Somit habe Regau gegen einen sehr starken Gegner „sehr gut verteidigt“ und sei „auch im Offensivspiel griffig“ gewesen. „Das war eine richtige Leistungssteigerung zur letzten Woche“, betonte Engl. Über strittige Szenen oder die Leistung des Schiedsrichters wollte er dagegen gar nicht diskutieren. Für Regau bleibt damit ein Nachmittag, an dem vieles besser war als zuletzt, aber die beste Phase nicht voll genutzt wurde. In der Tabelle steht die Mannschaft nach elf Runden mit 22 Punkten weiter auf Platz drei.