In der 2. Klasse West-Nord hat sich Union St. Aegidi nach einer starken Rückrunde noch auf Rang sechs geschoben. Vier Siege aus den letzten fünf Partien, darunter ein 6:2 gegen SV Freinberg, unterstreichen den Aufwärtstrend. Trainer Daniel Schmidhuber zieht deshalb eine positive Bilanz, bleibt aber klar: Gerade in der Defensive sieht er noch Arbeit. Auch personell bleibt es vergleichsweise ruhig, obwohl mit Elias Rabeder und Pavel Fris zwei Abgänge feststehen.

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Der Blick auf die Saison zeigt, wie deutlich sich St. Aegidi im Verlauf gesteigert hat. In den ersten Runden lag die Mannschaft mehrfach auf Rang zwölf, später arbeitete sie sich Schritt für Schritt nach vorne und schloss die Meisterschaft mit 39 Punkten auf Platz sechs ab. Vor allem die Schlussphase der Saison gibt Schmidhuber gute Argumente für seinen positiven Rückblick. Das 5:0 gegen UFC Hartkirchen war ein klares Zeichen, danach folgte ein 4:1 bei UFC Eferding 2. Auch das 4:1 gegen Union Suben und das 6:2 gegen SV Freinberg passen zu dem Bild, das der Trainer beschreibt. Entsprechend deutlich formuliert er seine Bilanz: „Wir sind mit der Rückrunde sehr zufrieden.“ Besonders wichtig ist ihm dabei nicht nur die Punkteausbeute, sondern auch der Vergleich mit den Spitzenteams. „Wir haben gesehen, dass wir auch den Gegnern von den ersten drei Plätzen Paroli bieten können und sie auch schlagen können“, sagt Schmidhuber. Dass zwischen den starken Ergebnissen auch das 3:4 bei Union Eggerding stand, ändert an seiner Gesamteinschätzung nichts. Der Eindruck aus den letzten Wochen ist für ihn klar positiv.
So zufrieden Schmidhuber mit der Rückrunde ist, so klar spricht er auch an, wo er für die kommende Saison noch Luft nach oben sieht. Für ihn beginnt das Thema Defensive nicht erst in der letzten Linie, sondern bei der gesamten Mannschaft. Genau dort will er weiter ansetzen. „Die ganze Mannschaft muss gegen den Ball verteidigen. Das haben wir in der Rückrunde schon sehr gut gemacht, und da werden wir noch mehr ins Detail gehen“, sagt der Trainer. Diese Aussage passt gut zu seiner generellen Sicht auf die Entwicklung von St. Aegidi. Er hebt nicht einzelne Fehler oder einzelne Mannschaftsteile hervor, sondern spricht von einer gemeinsamen Aufgabe. Gerade im Unterhaus ist das oft ein entscheidender Punkt, wenn ein Team nicht nur einzelne gute Spiele abliefern, sondern sich dauerhaft oben festsetzen will. St. Aegidi hat in der Rückrunde bereits gezeigt, dass diese Herangehensweise Wirkung haben kann. Schmidhuber will den eingeschlagenen Weg deshalb nicht verändern, sondern vertiefen und noch sauberer ausarbeiten.
Auch personell gibt es bei St. Aegidi keinen großen Umbruch, jedenfalls nicht auf der Abgangsseite. Schmidhuber nennt mit Elias Rabeder und Pavel Fris zwei fixe Abgänge. Mehr Veränderungen hat der Trainer zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu vermelden. Gleichzeitig deutet er an, dass sich im Hintergrund bereits etwas getan hat. „Die Transfers sind schon unter Dach und Fach, aber Namen möchte ich jetzt noch nicht nennen“, sagt er. Damit bleibt offen, wie der Kader im Detail ergänzt wird, doch die Richtung ist klar: St. Aegidi arbeitet bereits an der nächsten Saison. Positiv ist für Schmidhuber außerdem die personelle Situation während der abgelaufenen Spielzeit. „Wir sind halbwegs verletzungsfrei durch die Saison gekommen“, sagt er. Auch das ist für ihn ein wichtiger Baustein gewesen, um die gute Rückrunde überhaupt so konstant spielen zu können. Auffällig ist, dass Schmidhuber die Entwicklung seiner Mannschaft nicht an einzelnen Spielern festmacht. „Es liegt nicht an einzelnen Spielern. Die ganze Qualität der Mannschaft und des Vereins hat sich deutlich verbessert. Wir sind alle besser geworden.“
Wenn Schmidhuber auf die Liga insgesamt blickt, verteilt er das größte Lob an den Meister. Für ihn hat Grieskirchen Juniors den Aufstieg nicht nur sportlich geschafft, sondern auch spielerisch untermauert. „Grieskirchen hat sich den Aufstieg echt verdient und meiner Meinung nach den besten Fußball in dieser Klasse gespielt“, sagt der St.-Aegidi-Trainer. Diese Einordnung ist interessant, weil sie zeigt, wie er die eigene Saison bewertet. Einerseits erkennt er die Qualität an der Spitze klar an, andererseits sieht er seine Mannschaft inzwischen deutlich näher an den starken Teams als noch zu Saisonbeginn. Der Weg von Platz zwölf bis auf Rang sechs, die starke Serie zum Schluss und die ruhige Kadersituation geben St. Aegidi jedenfalls eine stabile Ausgangslage. Die Marschrichtung für die kommende Saison ist aus Schmidhubers Aussagen gut herauszulesen: Die gute Rückrunde soll keine Ausnahme bleiben. Wenn das gemeinsame Verteidigen weiter verbessert wird und die angekündigten Neuzugänge passen, will St. Aegidi den nächsten Schritt machen und die positive Entwicklung bestätigen.