In der 2. Klasse West-Nord setzte es für den SV Schwarzmüller Freinberg gegen die SV Grieskirchen Juniors eine 0:3-Heimniederlage. Nach einer frühen Freinberg-Chance an den Pfosten übernahmen die Juniors das Kommando, das 0:1 fiel nach einem Eckball. Trainer Johann Haslinger sprach von einem verdienten Sieg des Aufstiegsanwärters und haderte nur kurz mit einem abseitsverdächtigen zweiten Treffer – am Ende überwogen aber Anerkennung und eine nüchterne Analyse des Spielverlaufs.

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Freinberg kam zunächst zu der einen großen Szene, die dem Spiel eine andere Richtung hätte geben können. „Wir hätten die Möglichkeit gehabt, 1:0 in Führung zu gehen, unser Stürmer ist rechts am Torpfosten gescheitert“, schilderte Johann Haslinger. Statt der erhofften Führung setzte es kurz vor der Pause die kalte Dusche: Nach einem Eckball traf Jakob Schindler in der 39. Minute zum 0:1. Haslinger nannte die Szene den Wendepunkt aus Freinberger Sicht: „Wir haben wieder zu früh ein Tor in der Box nach einem Eckball zugelassen. Das war ein Knackpunkt, danach haben die Grieskirchen Juniors das Heft in die Hand genommen und waren über den Rest des Spiels die bessere Mannschaft.“ Zur Halbzeit stand es 0:1, und das Ergebnis passte zum Eindruck auf dem Rasen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Juniors die reifere Truppe. Freinberg suchte Wege nach vorne, doch die Gäste standen eng, gewannen die wichtigen Zweikämpfe und lauerten geduldig. „Der Gegner hat uns mehr Raum gelassen, um dann über schnelle Konter zu kommen. Damit haben sie uns am Ende überrumpelt – das ist ihnen irgendwann gelungen“, fasste Haslinger zusammen. In der Nachspielzeit machten die Juniors alles klar: David Alexander Rudelstorfer erhöhte in Minute 90+2 auf 0:2, Fabian Reinhard Saloschnig legte in der 90+4 zum 0:3 nach. Beim zweiten Tor sprach Haslinger von einer „abseitsverdächtigen Position“, schob aber sofort nach: „Das war nicht ausschlaggebend. Man muss die Summe sehen – der Bessere hat gewonnen.“ Gerade diese Mischung aus Ärger über die Einzelaktion und Akzeptanz des Gesamtbildes prägte den Ton nach dem Schlusspfiff.
Die verpasste Führung blieb der Gedanke, der Haslinger nicht losließ. „Das 1:0 für uns hätte dem Spiel gutgetan und es länger offen gehalten“, sagte der Freinberg-Coach. Gleichzeitig stellte er die Qualitäten des Gegners klar heraus: „Besonders stark war die Kompaktheit. Sie sind mannschaftlich vereint aufgetreten – von hinten bis vorne einfach die bessere Mannschaft.“ Ein Blick auf die Tabelle stützt diese Einschätzung: Die Grieskirchen Juniors sind mit 45 Punkten Dritter und damit klar im Aufstiegsrennen, Freinberg hält nach 21 Runden bei 20 Zählern auf Rang elf. Die Devise nach diesem 0:3 ist simpel, aber treffend formuliert: Fehler beim Standard abstellen, die eigene Chance eiskalt nützen – und dann wird es auch wieder Punkte geben.