Spielberichte

"Das 3:1 hat uns gebrochen" – Coach Haslinger erklärt deutliche 1:5-Niederlage

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SV Freinberg
Union Enzenkirchen

In der 2. Klasse West-Nord musste der SV Schwarzmüller Freinberg gegen die Union Raika Enzenkirchen eine deutliche 1:5-Heimniederlage hinnehmen. Trainer Johann Haslinger hielt den Sieg der Gäste zwar für verdient, nannte das Ergebnis aber zu hoch. Ausschlaggebend war für ihn das 1:3 kurz nach der Pause, nachdem seine Mannschaft ein frühes 0:2 mit viel Laufarbeit noch einmal offen gestaltet hatte. Dazu kam, dass Enzenkirchen seine Chancen konsequent nutzte.

Spieler mit Schuh am Ball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, dann keimte in Freinberg wieder Hoffnung auf

Die Partie nahm für Freinberg einen denkbar schlechten Anfang. Matyas Kasal brachte Enzenkirchen in der 8. Minute mit 1:0 in Führung und legte nur fünf Minuten später gleich das 2:0 nach. Haslinger sprach danach von einem Spiel, in dem seine Mannschaft erneut früh einem Rückstand hinterherlaufen musste. "Wir sind jetzt das vierte Mal hintereinander einem 1:0 nachgelaufen", sagte der Trainer und erinnerte daran, dass seine Elf in den Wochen davor genau mit dieser Situation gut umgegangen war. Diesmal blieb die Antwort aber unvollständig, obwohl mit dem Anschlusstreffer durch Martin Sima in der 17. Minute noch einmal sichtbar Leben in das Spiel der Gastgeber kam. Haslinger schilderte, dass dieser Treffer seiner Mannschaft viel Auftrieb gegeben habe. Man habe gemerkt, dass Freinberg den Ausgleich noch vor der Pause erzwingen wollte, und aus seiner Sicht sei dieser fast gelungen.


Das 1:3 als Bruch in einer starken Phase nach der Pause

Gerade deshalb war die Phase nach dem Seitenwechsel für Haslinger so ärgerlich. Er sah sein Team zunächst klar verbessert und sagte: "Die erste Viertelstunde in der zweiten Halbzeit war eigentlich ein Spiel unsererseits auf das gegnerische Tor." Freinberg war also zurück in der Partie und wollte auf das 2:2 gehen, doch stattdessen fiel in der 58. Minute das 1:3. Fabian Jankowski traf für die Gäste, und genau dieses Tor bezeichnete der Freinberger Trainer als entscheidenden Moment. "Der unglückliche Moment war das 3:1. Danach war die Mannschaft gebrochen", sagte Haslinger. Kurz darauf wurde es für die Gastgeber noch schwieriger, weil Gabriel Stephan Neulinger in der 60. Minute die Rote Karte sah. Freinberg versuchte laut Trainer mit einer Umstellung in Unterzahl noch einmal alles, um den Anschluss zu schaffen, brachte das zweite Tor aber nicht mehr zustande. In der Schlussphase machten Tomas Jonas mit dem 1:4 in der 78. Minute und erneut Kasal mit dem 1:5 in der 82. Minute den deutlichen Endstand fix.

Coach Haslinger sieht Unterschiede bei Fehlern und Effizienz

Dass Enzenkirchen am Ende als verdienter Sieger vom Platz ging, stellte Haslinger gar nicht in Abrede. "Es geht in Ordnung, dass Enzenkirchen als Sieger vom Platz gegangen ist. Das Ergebnis ist meiner Meinung nach zu hoch ausgefallen", fasste er seine Sicht zusammen. Der Trainer war mit der Grundhaltung seiner Mannschaft durchaus einverstanden und betonte: "Grundsätzlich war die Einstellung der Mannschaft in Ordnung." Was Freinberg aber das Spiel kostete, waren aus seiner Sicht individuelle Fehler und der Unterschied in der Chancenverwertung. "Wir haben uns durch ein paar individuelle Fehler mehr oder weniger in einen Nachteil gespielt", sagte Haslinger. Den Gästen bescheinigte er vor allem Konsequenz vor dem Tor: "Sie haben die Dinge, die in der Box wichtig sind, voll genutzt. Da war fast jeder Schuss ein Treffer." Genau dort lag für ihn der größte Unterschied, weil Freinberg für eigene Tore zu viele Möglichkeiten gebraucht habe.

Klare Worte nach Abpfiff, nun wartet Arbeit für die nächsten Wochen

Nach dem 1:5 wollte Haslinger deshalb auch nicht lange über Nebenschauplätze reden. Die Leistung von Schiedsrichter Bauer und des Gespanns an der Linie bezeichnete er ausdrücklich als "einwandfrei" und hob zudem hervor, dass es trotz eines hart geführten Spiels nie unfair geworden sei. Den Blick richtete er lieber auf die eigenen Themen. "Die Abwehrarbeit einfach sicherer zu gestalten" sei nun eine der Aufgaben, sagte er, weil der SV Freinberg "immer wieder aus Pressingsituationen in einen Gegentreffer" komme. In der Tabelle steht Freinberg nach vier Runden trotz dieser klaren Niederlage weiter bei neun Punkten und damit im Vorderfeld. Der Trainer nahm aus dem Spiel mit, dass Wille und Einsatz gepasst hätten, dass diese Basis aber nur dann etwas bringt, wenn die Fehlerquote sinkt und vor dem Tor konsequenter gearbeitet wird.

2. Klasse West-Nord: Freinberg : Enzenkirchen - 1:5 (1:2)

  • 82
    Matyas Kasal 1:5
  • 78
    Tomas Jonas 1:4
  • 58
    Fabian Jankowski 1:3
  • 17
    Martin Sima 1:2
  • 13
    Matyas Kasal 0:2
  • 8
    Matyas Kasal 0:1