Spielberichte

„Die beiden Tore vor der Pause haben uns Sicherheit gegeben“ – Freinberg legt beim 4:0 früh den Grundstein

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SV Freinberg
SPG St. Marienkirchen/Wallern 1c

In der 2. Klasse West-Nord hat sich SV Schwarzmüller Freinberg am Sonntag mit 4:0 gegen die SPG St. Marienkirchen/Wallern 1c durchgesetzt und damit einen klaren Heimsieg eingefahren. Trainer Johann Haslinger sah zunächst eine ausgeglichene Partie, ehe seine Mannschaft mit zwei Treffern vor der Pause die Weichen stellte. Genau diese Phase war für ihn der entscheidende Punkt, weil Freinberg danach mit deutlich mehr Sicherheit und Ruhe im Spiel blieb.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Ausgeglichen begonnen, vor der Pause zugeschlagen

Haslinger machte nach dem Schlusspfiff deutlich, dass Freinberg die Gäste keineswegs auf die leichte Schulter genommen hatte. „Mit dem Wissen, dass unser Gegner schon Spieler in seinen Reihen hat, die auch schon in der Landesliga Einsatzminuten haben, sind wir gut vorbereitet und mit dem nötigen Respekt in das Spiel gegangen“, sagte der Trainer. Diese Vorsicht passte auch zum Beginn der Partie. Über die ersten fünfzehn bis zwanzig Minuten hinweg lief vieles auf Augenhöhe, Haslinger sprach selbst von einem „Abtasten“. Danach bekam Freinberg als Heimmannschaft aber mehr Zugriff und versuchte laut seinem Trainer immer häufiger, in die Box zu kommen. Rund um die halbe Stunde wurden die Gastgeber dann konkreter – und belohnten sich prompt. Fabian Altweger brachte Freinberg in der 30. Minute mit 1:0 in Führung. Haslinger bezeichnete den Treffer als besonders wichtig: „Ausschlaggebend war dieses erste Tor nach circa einer halben Stunde. Das war ein sehr schnell ausgeführter Konter mit dem Abschluss von Fabian Altweger.“ Nur sechs Minuten später legte Martin Sima nach und stellte auf 2:0. Auch dieser Treffer blieb beim Trainer hängen. Für Haslinger war damit schon vor der Pause klar zu erkennen, in welche Richtung das Spiel laufen würde: „Diese beiden Tore vor der Halbzeit haben uns sehr viel Sicherheit gegeben.“


Nach der Pause blieb Freinberg am Drücker

Dass die Gäste trotz des Rückstands noch einmal etwas versuchen würden, war für Freinberg keine Überraschung. Haslinger schilderte die Phase nach dem 2:0 so, dass man bei der SPG durchaus gespürt habe, dass sie noch einmal nachlegen wollte. Umso wichtiger war aus seiner Sicht das dritte Tor, das seiner Mannschaft kurz nach Wiederbeginn gelang. In der 55. Minute erhöhte erneut Martin Sima auf 3:0, laut Haslinger nach einem „schnellen Abspiel“. Damit war die Partie aus Sicht der Gastgeber weitgehend in die gewünschte Richtung gekippt. „Somit war eigentlich für uns sehr viel Sicherheit im Spiel“, sagte der Trainer, der schon vom Anpfiff weg ein gutes Gefühl hatte. „Der bestimmte Moment war eigentlich schon der Startschuss. Ich war von Anfang an aufgrund unserer Einstellung, wie wir losgelegt haben, überzeugt und habe gespürt, dass wir dieses Spiel auf unsere Seite ziehen.“ Freinberg verwaltete den Vorsprung danach nicht nur, sondern baute ihn sogar noch weiter aus. In der 65. Minute traf Leonhard Lausberger zum 4:0. Spätestens damit war die Begegnung entschieden, und Haslinger konnte festhalten, dass seine Mannschaft das Spiel „gut nach Hause gefahren“ habe.

Kompakt von hinten bis vorne, dazu ein faires Spiel

Besonders zufrieden war der Freinberg-Trainer mit der Art und Weise, wie geschlossen seine Mannschaft über die gesamte Partie aufgetreten ist. Auf die Frage nach der größten Stärke musste Haslinger nicht lange überlegen: „Die Gemeinsamkeit, diese Kompaktheit vom Tormann bis zum Angriff, die komplette Mannschaft als solches, wie sie aufgetreten ist, dazu Laufbereitschaft, Kampfbereitschaft und vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit.“ Diese Einschätzung passt zu seiner gesamten Einordnung des Nachmittags. Freinberg habe nicht nur die Tore gemacht, sondern dem Spiel mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Richtung gegeben. Gleichzeitig ließ Haslinger aber auch erkennen, dass selbst ein klares 4:0 nicht bedeutet, dass alles perfekt war. „Es wird immer wieder Fehler geben. Die arbeiten wir im Training wieder ab. Das sind Kleinigkeiten, die man immer wieder gerne verbessert“, sagte er. Einen Punkt nannte er dabei auch konkret: „Gerade das Angriffsverhalten aus der Defensive, noch schneller umzuschalten in die Spitze, ist so ein Punkt.“ Den Gegner erlebte er dabei als „sehr engagiert“ und „sehr fair“. Haslinger sprach von einem hart geführten, aber fairen Spiel beider Mannschaften. Entsprechend positiv fiel auch sein Urteil über das Schiedsrichterteam aus: „Ich bin der Meinung, dass der Schiedsrichter und beide Linienrichter einen sehr guten Job gemacht haben.“

Der klare Heimsieg hält Freinberg im Spitzenfeld

Unterm Strich blieb bei Haslinger vor allem Zufriedenheit zurück, und das nicht nur wegen des Ergebnisses. Freinberg steht nach acht Runden mit 18 Punkten auf Rang drei und bleibt damit in der Tabelle vorne dran. Das 4:0 gegen die SPG war aus Sicht des Trainers ein Auftritt, auf dem sich aufbauen lässt, weil die Mannschaft nach einer zunächst offenen Anfangsphase immer besser ins Spiel fand, sich vor der Pause belohnte und danach nicht mehr nachließ. Dass er trotz des deutlichen Erfolgs noch kleinere Punkte für die Trainingsarbeit sieht, passt dabei zu seiner nüchternen Analyse. Am Gesamtbild änderte das für ihn aber nichts. „Grundsätzlich war ich mit dem Spiel zufrieden. Sehr zufrieden“, sagte Haslinger. Viel mehr wollte er gar nicht hinzufügen. Sein Blick ging schon in Richtung der kommenden Tage: „Wir waren mit dem Spieltag zufrieden und wollen das Ganze gerne mitnehmen in die nächste Woche.“ Für Freinberg war es damit ein Heimsieg, der klar ausfiel und nach Einschätzung des Trainers vor allem auf Kompaktheit, Disziplin und die starke Phase vor der Pause zurückging.

2. Klasse West-Nord: Freinberg : SPG St. Marienkirchen/Wallern 1c - 4:0 (2:0)

  • 65
    Leonhard Lausberger 4:0
  • 55
    Martin Sima 3:0
  • 36
    Martin Sima 2:0
  • 30
    Fabian Altweger 1:0