In der 2. Klasse West-Nord hat sich der SV Bad Schallerbach 1b im Kellerduell mit der SPG Union Guschlbauer St. Willibald/Natternbach 1b mit 3:0 durchgesetzt. Zur Pause stand es noch 0:0, ehe die Gastgeber nach 71 Minuten den Bann brachen und den Sieg in der Schlussphase klarmachten. Trainer Thomas Grünauer sah vor allem zwei Dinge als entscheidend: die Ruhe am Ball und die Durchschlagskraft seiner jungen Mannschaft.

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Thomas Grünauer machte nach dem Schlusspfiff zuerst die Ausgangslage deutlich. „Die Ausgangslage beider Mannschaften war klar: Mit einem Sieg hätte man den Tabellenkeller verlassen können“, sagte der Trainer. Genau so habe sich die Partie anfangs auch entwickelt. Schallerbach und die SPG gingen mit viel Aufmerksamkeit in die Zweikämpfe, ohne dabei große Risiken zu nehmen. Grünauer sprach von einer ersten Hälfte mit wenigen Möglichkeiten, in der man sich „eigentlich gegenseitig neutralisiert“ habe. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, passte damit genau zu einem Spiel, in dem lange Zeit keiner dem anderen entscheidend etwas schenkte und beide Mannschaften erst einmal darauf bedacht waren, keine Fehler zu machen.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung offener, und gerade in dieser Phase brauchten die Gastgeber ihren Tormann. Grünauer erinnerte daran, dass St. Willibald „zwei, drei gute Chancen“ hatte und Schallerbach damit überhaupt erst im Spiel blieb. Danach nutzte die Heimelf ihre Möglichkeiten deutlich konsequenter. In der 71. Minute brachte Matthias Meindlhumer Schallerbach mit 1:0 in Führung. Grünauer erklärte die Treffer mit Ballverlusten des Gegners im Mittelfeld: „Wir konnten dann mit drei, vier Leuten, teilweise fünf Leuten angreifen.“ Benjamin Leon Lohse legte in der 86. Minute das 2:0 nach, ehe Florian Grechhamer dank brasilianischer Vorlage von Marcel Andreas Wolfgang der Nachspielzeit den 3:0-Endstand fixierte. Für den Trainer waren die Angriffe „schön herausgespielt“, dazu sei auch „der Wille zum Tor“ zu sehen gewesen.
Für Grünauer war weniger ein einzelner Moment als vielmehr das gesamte Auftreten seiner Mannschaft ausschlaggebend. „Heute haben definitiv die Ruhe und auch die Durchschlagskraft meiner Mannschaft den Ausschlag gegeben“, sagte er. Gerade das sei bei einer jungen Mannschaft nicht selbstverständlich, weil mitunter Konzentration, Routine oder auch körperliche Präsenz fehlen könnten. Umso mehr gefiel ihm diesmal, wie geschlossen seine Elf auftrat. „Definitiv war es die Kommunikation, das hinten rausspielen, was gut funktioniert hat“, betonte Grünauer. „Schön langsam spielt sich die junge Truppe ein.“ Dass Schallerbach über das ganze Spiel gesehen mehr Ballanteile hatte und sich laut dem Trainer auch mehr Chancen erarbeitete, war für ihn deshalb kein Zufall, sondern ein Zeichen dafür, dass an diesem Nachmittag vieles ineinandergegriffen hat.
Auch für den Gegner fand Grünauer einen sachlichen und respektvollen Ton. Er sieht in der SPG eine Mannschaft, die man „definitiv nicht außer Acht lassen sollte“ und die sich erst noch finden müsse. Gerade junge Talente bräuchten Zeit, meinte er, dann könne dieses Team durchaus im guten Mittelfeld der Liga mitspielen. Ebenso nüchtern fiel sein Urteil über den Schiedsrichter aus. „Referee Kuljici war für mich grundsätzlich unauffällig“, sagte Grünauer und wertete das ausdrücklich positiv, weil es keine strittigen Situationen gegeben habe. Für den SV Bad Schallerbach ist das 3:0 in Runde neun jedenfalls ein Ergebnis, das Gewicht hat: Mit nun acht Punkten steht die Mannschaft auf Rang zehn, die SPG bleibt mit sieben Zählern direkt dahinter. Vor allem aber nimmt die junge Schallerbacher Truppe die Bestätigung mit, dass ihr Spiel über weite Strecken schon sehr ordentlich funktioniert.