In der 2. Klasse West-Nord hat die Union Stroheim am Samstagnachmittag gegen den TSV St. Marienkirchen/Schärding einen knappen 1:0-Heimsieg gefeiert. Bernhard Berger sprach danach von einer über weite Strecken besseren Leistung seiner Mannschaft, hob den Zusammenhalt in der Mannschaft hervor und nannte das frühe Führungstor als Schlüsselmoment. Nach einer kontrollierten ersten Hälfte wurde es für Stroheim nach der Pause aber noch einmal deutlich enger.
Stroheim hat die Partie aus Sicht von Bernhard Berger dort auf seine Seite gezogen, wo die Gastgeber auch am überzeugendsten waren: in der ersten Halbzeit. „Wir waren klar die bessere Mannschaft“, sagte der Sektionsleiter-Stellvertreter nach dem Schlusspfiff. Diese Einschätzung deckte sich auch mit dem Spielverlauf. In der 21. Minute brachte Patrik Strangli die Gastgeber in Führung, und genau dieses Tor stellte sich am Ende als entscheidend heraus. Berger hatte schon vor der Pause den Eindruck, dass Stroheim das Spiel weitgehend im Griff hatte. Dass es mit einer 1:0-Führung in die Kabinen ging, war daher aus seiner Sicht nur folgerichtig, weil Stroheim in dieser Phase das aktivere Team war und hinten kaum etwas anbot.
Ganz so klar blieb die Sache allerdings nicht. Berger beschrieb eine Partie mit zwei unterschiedlichen Abschnitten. „In der ersten Halbzeit hatten wir ihn unter Kontrolle. In der zweiten Halbzeit hat der Absteiger probiert, uns in die eigene Hälfte zu drücken, und wir haben kein Rezept mehr gefunden, die Abwehr zu entlasten“, sagte er. Damit war auch erklärt, warum aus einer zunächst recht stabil wirkenden Führung noch ein enges Spiel wurde. Stroheim konnte die Partie nach der Pause nicht mehr in derselben Ruhe steuern wie zuvor. Berger fand dafür eine treffende Formulierung: „Es ist ein bisschen auf Messers Schneide gestanden.“ Gerade deshalb bekam der knappe Vorsprung immer mehr Gewicht, weil jeder gelungene Defensivmoment wichtiger wurde als in der ersten Hälfte.
Dass der Vorsprung trotzdem hielt, führte Berger vor allem auf die mannschaftliche Arbeit gegen den Ball zurück. „Das 1:0 war ausschlaggebend und die gute Defensivarbeit in der ersten und zweiten Hälfte. Da haben wir fast nichts zugelassen“, sagte er. Noch deutlicher wurde er bei der Frage nach der größten Stärke seiner Mannschaft: „Unsere größte Stärke war der Zusammenhalt und dass wir in der Defensive alle gemeinsam gearbeitet haben, damit wir kein Tor bekommen.“ Genau darin lag aus seiner Sicht der Schlüssel zu diesem Heimsieg. Ganz ohne Kritik wollte Berger den Auftritt aber nicht stehen lassen. „Wir müssen vielleicht das eine oder andere Tor mehr machen. Im Großen und Ganzen war unser Spiel aber in Ordnung“, meinte er. Für die Union Stroheim zählt damit vor allem das Ergebnis: Der knappe Sieg bringt drei wichtige Punkte, und mit neun Zählern aus zehn Spielen bleibt der Abstand auf den TSV St. Marienkirchen bei drei Punkten.