In der 2. Klasse West hat sich SV Schildorn mit 57 Punkten auf Rang drei nach vorne gearbeitet und vor allem im Frühjahr kräftig angeschrieben. Trainer Sebastian Alexander Strasser zieht deshalb ein klar positives Fazit: "Wir waren die beste Rückrundenmannschaft." Dass es trotzdem knapp nicht für ganz vorne reichte, erklärt der Coach mit der starken Konkurrenz an der Spitze und einem sehr konstanten eigenen Frühjahr.

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Wenn Strasser auf die vergangenen Monate zurückblickt, dann spricht aus seinen Worten vor allem Zufriedenheit mit der Entwicklung seiner Mannschaft. "Wir waren extrem stabil in der Arbeit gegen den Ball, so wie in allen anderen Bereichen", sagt der Trainer und verweist dabei nicht nur auf das gute Gefühl, sondern auch auf klare Zahlen. Lediglich acht Gegentore kassierte Schildorn im Frühjahr, dazu kamen zehn Siege aus zwölf Spielen, nur zweimal wurden die Punkte geteilt. Für den Coach ist genau das der Kern dieser starken Phase: Die Mannschaft war nicht nur erfolgreich, sondern über weite Strecken auch sehr kontrolliert. "In der Offensive haben wir immer wieder gefährliche Aktionen kreieren können, waren oft sehr spielbestimmend und haben eine Top-Leistung im Frühjahr gezeigt", sagt Strasser. Dass diese Einschätzung keine bloße Floskel ist, zeigt auch der Blick auf die jüngsten Ergebnisse. Ein 5:0 bei USV Neuhofen/I. 1b, ein 2:0 gegen SV Pram, ein 2:2 gegen Friedburg/Pöndorf 1b, ein 6:0 gegen Treubach/Roßbach und zum Abschluss ein 3:1 bei SK Altheim 1b sprechen eine deutliche Sprache.
So überzeugend das Frühjahr auch verlief, in der Endabrechnung blieb Schildorn dennoch auf Platz drei. Mit 57 Punkten lag die Mannschaft nur knapp hinter SV Pram mit 59 Zählern und Aspach/Wildenau mit 61 Punkten. Gerade dieser Umstand beschäftigt den Trainer naturgemäß, weil seine Mannschaft eine Aufholjagd hingelegt hat, die in vielen anderen Jahren wohl gereicht hätte. "Mit dem Punkteschnitt, den wir erreicht haben, wären wir in neun von zehn anderen zweiten Klassen Fixaufsteiger gewesen", sagt Strasser. Für ihn ist das kein Jammern, sondern eine Einordnung der Ausgangslage. Er spricht von einer außergewöhnlichen Dichte an der Spitze und zollt auch der Konkurrenz Respekt. "Es ist schon beeindruckend, wie konstant die Teams vorne gespielt haben", sagt der Schildorn-Coach. Vor allem der Herbst habe den Ausschlag gegeben. "Sie hatten den etwas besseren Herbst als wir, und deswegen konnten wir das nicht mehr ganz aufholen." Dass Schildorn im Saisonverlauf immer in Schlagdistanz blieb und sich zwischen Rang zwei und vier bewegte, unterstreicht dabei nur, wie eng dieses Rennen tatsächlich war.
Auch bei der Kaderfrage bleibt Strasser seiner Linie treu. Einen fixen Abgang gibt es mit Norbert Major, der den Verein aus privaten Gründen verlässt und nach Ungarn zurückgeht. Darüber hinaus laufen zwar Gespräche, doch Konkretes will der Trainer noch nicht vermelden. "Wir sind mit dem einen oder anderen Spieler in Gesprächen. Es sieht sehr positiv aus, aber es gibt noch nichts zum Vollzug zu melden", sagt er. Auffällig ist dabei, dass Strasser nicht in erster Linie auf einzelne Namen schaut, sondern auf das Gesamtgefüge. Das zeigt sich auch bei der Frage nach den auffälligsten Spielern der vergangenen Monate. "Für mich steht immer das Team im Vordergrund", betont er. Natürlich brauche man individuelle Qualität, um Spiele zu gewinnen, diese sei in der Mannschaft auch vorhanden. Trotzdem will er bewusst niemanden herausheben. "Jeder hat seine Schritte gemacht und zum Erfolg beigetragen", sagt der Trainer. Diese Haltung passt zu seiner gesamten Rückschau, weil er den Aufschwung im Frühjahr klar als gemeinsame Entwicklung versteht und nicht als Ergebnis einzelner Akteure.
Für die kommende Vorbereitung gibt es aus Schildorner Sicht noch einen weiteren Punkt, der Hoffnung macht: Personell dürfte sich die Lage deutlich entspannen. Laut Strasser kehren drei jüngere Spieler nach schweren Verletzungen zurück und steigen zum Vorbereitungsstart wieder ins Aufbautraining ein. Dazu kommt ein erfahrener Spieler, der zuletzt eineinhalb Jahre ausgefallen war, zuletzt aber schon wieder drei Wochen voll mittrainieren konnte. "Bis auf kleinere Wehwehchen sollte zum Vorbereitungsstart der Kader komplett zur Verfügung stehen", sagt der Coach. Im Umfeld des Vereins bleibt ebenfalls vieles beim Bewährten. Im Trainerstab und organisatorisch gibt es keine Änderungen. "Es hat sich bewährt. Das Team funktioniert sehr gut, und der Verein ist sehr gut aufgestellt", sagt Strasser.