Bei 2. Klasse West-Klub Union Treubach/Roßbach ist die Ausgangslage vor dem Trainingsstart klar. Trainer Manfred Hauch sieht bei seinem Tabellenzwölften eine ordentliche Entwicklung bei den jungen Spielern, spricht aber genauso offen über die Baustellen. Vor allem nach vorne müsse seine Mannschaft zulegen. Damit ist die Richtung für die nächsten Wochen vorgegeben: Positives mitnehmen, im technischen und spielerischen Bereich aber deutlich nachschärfen.

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Wenn Hauch auf die vergangene Saison zurückblickt, beginnt er nicht mit Ergebnissen oder Ausreden, sondern mit einem Punkt, der ihm offensichtlich wichtig ist. „Die Integration der jungen Spieler passt ganz gut“, sagt der Trainer, und genau darin liegt aus seiner Sicht ein echter Fortschritt. Gerade bei einer Mannschaft, die in der Tabelle auf Rang zwölf steht und sich dort über weite Strecken der Saison auch bewegt hat, ist das keine Nebensache. Für Treubach/Roßbach ist es ein Zeichen, dass im Kader etwas zusammenwächst. Hauch macht außerdem deutlich, dass er nicht einzelne Akteure herausheben will. Er bewertet die Gruppe geschlossen und sagt über seine Mannschaft: „Spielerisch sind alle Spieler okay und menschlich sowieso.“ Auch das passt zum Bild, das er zeichnet: kein lauter Umbruch, keine Unruhe, sondern eine Mannschaft, in der die jungen Spieler ihren Platz gefunden haben und sich Schritt für Schritt weiterentwickeln.
So klar der Trainer die positiven Punkte anspricht, so deutlich benennt er auch den Bereich, in dem aus seiner Sicht mehr kommen muss. „Verbesserungspotenzial haben wir im Spielerischen nach vorne. Da müssen wir im technischen Bereich und im spielerischen Bereich nachlegen“, sagt Hauch. Viel geradliniger kann man die Lage kaum zusammenfassen. Es geht ihm also nicht um eine kleine Korrektur, sondern um das, was im Offensivspiel insgesamt besser werden soll. Gerade für eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel ist das ein entscheidender Punkt. Hauch bleibt in seiner Einschätzung nüchtern, aber die Aussage hat Gewicht. Er sagt nicht, dass alles schlecht war, sondern dass die nächsten Schritte vor allem mit dem Ball und im Spiel nach vorne gemacht werden müssen. Dass er das so offen formuliert, zeigt auch, wo in der Vorbereitung der Schwerpunkt liegen dürfte. Treubach/Roßbach will auf dem aufbauen, was in der Mannschaft bereits funktioniert, braucht aber nach vorne mehr Qualität und mehr Sicherheit im technischen Ablauf.
Auch personell ist die Lage derzeit überschaubar. Fix ist, dass zwei Stürmer den Verein verlassen haben. Auf der anderen Seite gibt es noch keine konkreten Neuzugänge. „Es laufen zurzeit Verhandlungen, aber konkret ist derweil noch nichts“, sagt Hauch. Das heißt: Treubach/Roßbach ist am Markt nicht untätig, kann im Moment aber noch keine neuen Namen vermelden. Gleichzeitig bleibt rund um die Mannschaft vieles konstant. „Derweil bleibt alles beim alten Trainersektor und auch im Funktionärssektor“, erklärt der Coach. Dazu kommt ein weiterer Punkt, der vor dem Trainingsstart wichtig ist: „Zurzeit sind keine Verletzten da, und wir hoffen, dass zum Trainingsstart wieder alle topfit sind.“ Gerade für einen Verein in dieser Tabellenregion ist das eine gute Nachricht.
Hauch liefert in seinen Aussagen nicht nur eine interne Standortbestimmung, sondern auch einen kurzen Blick auf die Liga. Besonders beeindruckt hat ihn der Meister. „Aspach/Wildenau hat sich den Meistertitel und den Aufstieg ganz verdient erarbeitet“, sagt der Trainer. Auch das passt zu seinem insgesamt sachlichen Ton. Er verteilt kein großes Lob in alle Richtungen, sondern erkennt klar an, wenn eine Mannschaft vorne wegmarschiert ist. Für Treubach/Roßbach selbst geht der Blick aber vor allem nach innen. Die jungen Spieler sind nach seiner Einschätzung „sehr gut integriert, kommen weiter, und das passt sehr gut“. Genau darauf will der Tabellenzwölfte aufbauen. Die Ausgangslage ist damit ziemlich klar umrissen: Der Kader soll gesund in die Vorbereitung gehen, im Verein bleibt alles ruhig, und sportlich soll vor allem das Spiel nach vorne einen Schritt machen. Vieles ist bei Treubach/Roßbach noch Arbeit, aber die Richtung hat der Trainer ohne große Umschweife vorgegeben.