Nach dem 3:1 gegen den UFC Mettmach ordnete Sebastian Alexander Strasser die turbulenten Bedingungen und Schlüsselmomente ein. In der 2. Klasse West sprach der Trainer von SV Schildorn über teilweise schwierige Windverhältnise und einen nicht einfach bespielbaren Platz, die das Geschehen prägten. Er sah seine Elf über weite Strecken als spielbestimmend mit einem leichten Plus im Ballbesitz – vor allem in der Schlussphase, als sich der Gegner durch Ausschlüsse selbst schwächte (Philipp Knaubel, Tobias Wageneder). Gleichzeitig ärgerte ihn die fehlende Präzision im letzten Pass und das Auslassen mehrerer guter Möglichkeiten, während Mettmach mit der ersten echten Gelegenheit zum 0:1 aus Schildorner Sicht traf (Torschütze: David Viehböck). Standards brachten auf beiden Seiten kaum Gefahr, die Zweikämpfe waren intensiv. An der Ausrichtung hielt Strasser fest; zur Pause gab es nur minimale Korrekturen. Für die anstehende Auswärtsaufgabe blickt er selbstbewusst nach vorn.
"Das Spiel war aufgrund der Platzverhältnisse zweikampftechnisch intensiv", betonte Strasser. Zugleich hob er die Kontrolle seines Teams hervor: "Wir waren die spielbestimmende Mannschaft und hatten einen leichten Vorteil im Ballbesitz – speziell zum Schluss, als sich der Gegner durch Ausschlüsse selbst geschwächt hat." Unterm Strich blieb jedoch der Makel der Effizienz: "Wir haben in Summe fünf, sechs gute Möglichkeiten liegen lassen. Es fehlte an Genauigkeit, teilweise war der letzte Pass unsauber."
Zur Dynamik des Spiels sagte Strasser: "Der Gegner ist mit der ersten richtigen Torchance in Führung gegangen – nach einem langen Ball, den wir nicht sauber verteidigt haben. Es entstand eine Eins-gegen-eins-Situation auf unseren Tormann, die verwertet wurde." (Torschütze: David Viehböck.) Seine Erklärung fiel nüchtern aus: "Wenn du deine Chancen nicht machst, bekommst du sie hinten." Die Standardsituationen blieben überschaubar: "Bei dem starken Wind ist es nicht einfach, Ecken zu verteidigen – auf beiden Seiten war durch Standards eher wenig Gefahr zu erkennen." Zur heißen Szene im Schlussdrittel meinte er: "Um die 72. Minute gab es eine Eins-gegen-eins-Situation, unser Stürmer läuft auf den Verteidiger zu, der das Foul zieht – folgerichtig Rot wegen Torraubs. Das war eine strittige Szene in diesem Spiel, jedoch aus meiner Sicht wohl richtig." (Rot für Tobias Wageneder.)
An der Grundidee hielt Strasser fest: "In der ersten Halbzeit haben wir die Vorgaben sehr gut umgesetzt. Wir haben nur wenige Kleinigkeiten gegen den Ball angepasst, sonst gab es keine großen Veränderungen." Für das nächste Duell hat er einen klaren Plan: "Wir spielen auswärts gegen Obernberg auf einem großen Platz. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in das Spiel und wollen dort mit Überzeugung drei Punkte holen. Der Gegner ist sicher stärker einzuschätzen als im Herbst, er hat zwei Neuverpflichtungen – ich glaube, auf der Stürmerposition einen Legionär. Es wird ein spannendes Match, bei dem viel an der Tagesverfassung hängt."