In der 2. Klasse West feierte SPG Obernberg / Ort einen 2:0-Auswärtssieg bei SPG Friedburg/Pöndorf 1b. Nach einer langen Nullnummer vor der Pause legten die Gäste in der Schlussphase zu: Petr Palenik traf in Minute 70, Mario Sommer machte in der Nachspielzeit alles klar. Trainer Denis Memisevic sprach von einem verdienten Dreier und lobte vor allem die Ordnung seiner Mannschaft: „Disziplin war heute wirklich toll.“ Gleichzeitig blieb er bodenständig: „Wir haben viel gedrückt, aber lange nicht getroffen – umso wichtiger waren diese zwei Tore.“

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Obernberg musste sich die Partie erarbeiten. Früh brauchte es einmal die Hände des eigenen Keepers, dann übernahmen die Gäste das Kommando. „Nach der Chance haben wir das ganze Spiel dominiert. Wir haben viele Chancen gehabt und immer weiter gedrückt“, schilderte Memisevic. Bis zur Pause blieb es trotz Oberwasser beim 0:0. Auch nach dem Seitenwechsel lief viel in Richtung Friedburger Tor, doch der Ball wollte lange nicht über die Linie. In der 70. Minute fiel die Erlösung: Petr Palenik besorgte das 0:1. Beim Führungstor gab es Abseits-Proteste der Heimischen, Memisevic sah das anders: „Die haben oft auf Abseits gespielt. Meiner Meinung nach war es keins – das hat mir auch der Linienrichter so gesagt.“
Der Schlüssel lag für den Coach in der Arbeit gegen den Ball – und in der Haltung, auch nach vergebenen Möglichkeiten dranzubleiben. „Die Disziplin war wirklich toll. Defensiv, im Mittelfeld, bei den zweiten Bällen – wir haben die Zweikämpfe gewonnen“, sagte Memisevic. Trotzdem nagte zwischenzeitlich der Zweifel. „Bis zur siebzigsten Minute habe ich mir mit meinem Co-Trainer gedacht: Bei so vielen Chancen bleibt das am Ende Unentschieden.“ Das Team blieb ruhig, hielt Friedburg nach der Anfangsphase weitgehend vom eigenen Tor fern und spielte weiter nach vorne. Genau in dieser Phase lohnte sich die Geduld: Erst der Führungstreffer, dann das späte 0:2 – sinnbildlich für einen Auftritt, in dem Obernberg über weite Strecken mehr vom Spiel hatte.
Den Schlusspunkt setzte Mario Sommer tief in der Nachspielzeit. Und wie: „Er ist zwischen drei Spielern durchgegangen und hat selber das Tor geschossen – das war wirklich überragend“, schwärmte Memisevic. Sein Gesamtfazit fiel eindeutig aus: „Drei Punkte haben wir wirklich verdient.“ Bei aller Freude sprach er offen über Baustellen: „Offensiv müssen wir zulegen. Wir schießen zu wenig Tore in dieser Saison.“ Er verwies auch auf Ausfälle: „Heute haben vier wichtige Leute gefehlt – und die Mannschaft hat alles umgesetzt. Ich habe nach dem Spiel nur ‚Gratuliere‘ gesagt.“
Zum Gegner meinte er nüchtern, man habe mit gutem Pressing viel weggenommen. Und zum Tableau gab es einen kurzen Blick nach oben: „Wichtig sind die drei Punkte – wir sind auf Platz vier.“